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Wiesnglück und Brezelzauber von Conrat, Arantxa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.08.2015
  • Verlag: books2read
eBook (ePUB)
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Wiesnglück und Brezelzauber

Ein Single-Abend auf dem Oktoberfest? Das kann nicht gut gehen... Jan ist definitiv ein Bayer, dem Alessa auf der Wiesn gerne vor die Füße fällt: charmant, sexy - und nicht mal annähernd so betrunken wie sie. Doch als Alibi-Verlobte ihres besten Freundes, einem echten Grafensohn, sehen die Chancen auf die wahre Liebe nicht gerade rosig aus. Und es kommt noch schlimmer: Plötzlich verkünden ihre Schwiegereltern in spe den Termin für die Traumhochzeit des Jahres. Himmel, Herrgott, Sakrament! Demnächst soll Alessa sogar in einem alten Schloss festsitzen und die Geschicke des ganzen Grafentums lenken! Um das zu verhindern, fasst sie einen mutigen Plan - bei dem ihr Wiesn-Flirt Jan eine nicht unerhebliche Rolle spielt ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 15.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733785444
    Verlag: books2read
    Größe: 1635 kBytes
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Wiesnglück und Brezelzauber

2. OPTISCHE TÄUSCHUNGEN

Mit einem Trinkspruch beschloss Paul gut gelaunt den diesjährigen Wiesn-Einsatz. "Geschafft!" Zufrieden hob er sein Glas und prostete Jan zu. Dann nahm er einen herzhaften Schluck. Das erste Bier nach der vierzehntägigen Schwerstarbeit auf dem Oktoberfest war Genuss pur. "Diesmal sind wir recht glimpflich davongekommen: keine größeren Schlägereien, keine Tumulte, keine bösen Überraschungen."

"Findest du?", erwiderte Jan missmutig - ein Zustand, der seinen Kollegen und Freund seit dem zweiten Wiesn-Samstag begleitete. Seit er dieser zierlichen Rothaarigen begegnet war.

Vermutlich ließ ihn der quälende Gedanke nicht mehr los, dass ihm etwas ganz Besonderes durch die Lappen gegangen war. Schließlich hatte seit Vickis Tod vor drei Jahren keine einzige Frau auch nur ansatzweise sein Interesse geweckt.

"Ich kann es immer noch nicht fassen!" Wissend klopfte er Jan auf die Schulter. "Im Wochentakt werfen sich dir die atemberaubendsten Frauen an den Hals. Und bis auf ein höfliches Lächeln, das du ihnen schenkst, steht auf deiner Stirn immer in Großbuchstaben: Keine Chance, Babe! "

Er wusste genau, wie sehr der Tod seiner Frau Jan aus der Bahn geworfen hatte. Umso mehr freute er sich jetzt, dass dieses zierliche Persönchen es offensichtlich geschafft hatte, ihn endlich aus seiner Lethargie zu wecken. "Vielleicht sollten wir die uns zur Verfügung stehenden Mittel ausnahmsweise mal nutzen, um deiner kleinen Furie auf die Schliche zu kommen", schlug er deshalb jetzt vor. "Ich finde, es ist mehr als legitim, nochmals nachzufassen, ob diese Brosche auch wirklich ihre war."

Mit strengem Blick schaute Jan zu ihm auf. So korrekt, wie er nun mal war, käme er nie auf den Gedanken, seine Möglichkeiten zu missbrauchen. Sichtbar entrüstet schüttelte er den Kopf.

Doch Paul ließ sich nicht von seinem stillen Tadel einschüchtern. Wenn er dazu beitragen konnte, dass sein Freund endlich wieder am Leben teilnahm, dann würde er alle Hebel in Bewegung setzen. "Jetzt komm schon! Wir haben Tag, Uhrzeit und die Nummer des Taxis. Ein Anruf in der Zentrale genügt - und schon finden wir heraus, wo der Fahrer die niedliche Kratzbürste abgesetzt hat."

"Du hast die Nummer der Taxe?" Baff starrte Jan ihn an, und es blieb nicht verborgen, dass ein kurzer Hoffnungsschimmer die Augen seines Freundes erhellte.

"Na, hör mal. Zweifelst du an meiner Professionalität?!", gab er sich vorwurfsvoll. "Ich musste doch sichergehen, dass wir eine Spur haben, falls die Brosche von anderer Seite als gestohlen gemeldet wird."

"Klar doch." Jetzt musste selbst Jan lachen.

"Also, was ist jetzt, Herr Polizeihauptkommissar. Darf ich ..." Plötzlich hielt Paul inne. "Ich glaub' es nicht!", stieß er aus und fixierte den Eingang ihrer Stammkneipe, einer urgemütlichen bayerischen Wirtschaft. "Mein Anruf bei der Taxizentrale hat sich soeben erübrigt." Mit einem Kopfnicken forderte er Jan auf, sich umzudrehen.

Neugierig wandte auch sein Kollege sich langsam dem Windfang der Kneipe zu. Kaum hatte er das rothaarige Energiebündel erkannt, das soeben lachend den Raum betrat, stockte ihm der Atem. "Süßer als die Polizei erlaubt ...", wiederholte Jan seine unbewusste Feststellung von letztem Samstag. "Das muss eine optische Täuschung sein", grummelte er dann.

"Ich würde eher sagen die Fleisch gewordene Realität in ihrer schönsten Form", stellte Paul nüchtern fest. "Allerdings wirst du es wohl mit einem ebenbürtigen Gegner aufnehmen müssen."

Nun fiel auch Jans Blick auf den stattlichen Mann, der hinter der Rothaarigen das Lokal betreten hatte und sich gerade zu ihr hinab beugte, um ihr etwas ins Ohr zu flüstern. "Das nenne ich mal eine echte Kragenweite!"

Bisher hatte er nur Augen für die Frau gehabt, die seit einer Woche Nacht für Nacht seine Träume eroberte. Doch jetzt fixierte er den Mann an ihrer Seite. Er war groß gewachsen, mit einer sich

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