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Wilderer und Jäger 2 - Heimatroman Der Gamskönig - Geheimnisvolle Wildschützen von Altenried, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.04.2016
  • Verlag: Kelter
eBook (ePUB)
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Wilderer und Jäger 2 - Heimatroman

Die Romane unserer besten Heimatroman-Autoren schildern den harten Kampf um den Bergwald. Jeder, der ein Herz für den Heimatroman hat, wird diese Romane lieben! Titel 1: Der Gamskönig Titel 2: Geheimnisvolle Wildschützen

Anne Altenried ist ein bedeutender Name für den Heimatroman, der im herrlichen Reich der Berge angesiedelt ist! Die bekannte Schriftstellerin Anne Altenried hat den Bergroman geprägt wie kaum eine andere. Ihre Popularität ist in den letzten Jahren noch gewachsen. Anne Altenried verbindet auf geniale Weise romantische Stimmungen mit einer bemerkenswert knappen, präzisen, eigenwilligen Sprache. Volkstümlich, bodenständig, ausgerüstet mit der besonderen Gabe, Phantasie auch in den Dingen des Alltäglichen zu entfalten, zeichnen sich ihre Romane durch Herzenswärme und Menschlichkeit aus. Dabei schwingt ihre Liebe zu den Bergen in jedem Atemzug, jedem Satz mit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 26.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740902759
    Verlag: Kelter
    Größe: 492kBytes
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Wilderer und Jäger 2 - Heimatroman

Vitus Merkel hatte die Hütte erreicht und stand schnaufend vor der Tür. "He, wo steckt die schöne Sennerin?" rief er und klopfte mit seinem Stock auf die Schwelle. "Besuch ist da."

"Das hör ich schon", lachte die Gundi, strich ein paar lose Haare aus dem sonnenbraunen Gesicht und drängte sich mit einem Melkkübel an dem Manne vorbei. "Nur hab ich jetzt keine Zeit, um Besucher zu bewirten. Gemolken muß noch werden."

"So gefällst du mir, Madl. Allweil fleißig und auf den Beinen. Aus dir könnt die beste Bäuerin werden."

"Die werd ich sowieso", rief die Gundi zurück, während sie sich der ersten Milchkuh annahm. "Bin ja die einzige Tochter daheim auf dem Riedelhof. Da kann ich heiraten oder kann's auch lassen."

"Wieso?" brummte der Merkel betroffen. "Was redest du vom Heiraten?"

"Stört's dich gar?" spöttelte sie.

Er überhörte den Spott und stapfte der schönen Sennerin hinterdrein. Dicht bei der Kuh, die Gundi molk, blieb er stehen und wischte sich die Schweißperlen aus dem geröteten Gesicht. Neben der Anstrengung des Aufstiegs zur Hochalm schien ihm auch die hochsommerliche Hitze zu schaffen zu machen.

"Madel, du wirst mit jedem Tag sauberer. Und du hast alles, was einem Mannsbild das Herz heißmachen könnt." Er räusperte sich laut. "Wundert's dich gar net, daß ich an einem Werktag im Sonntagsstaat hinaufsteig zu dir?"

"Doch", gestand sie ein. "Wirst ja aber net sagen wollen, daß du zu mir gekommen bist. Warum denn?"

"Net wahr, jetzt schaust!" triumphierte er und wippte in den Knien. "Auf Freiersfüßen steh ich, jawohl."

"Geh, mach mir das Vieh net scheu, Merkel!" Gundi mußte kichern, kniff dabei die Kuh ein wenig zu arg, und die sprang mit allen vieren zugleich in die Luft, wobei sie den Freier an den Brunnentrog drückte.

"Mistviech!" knurrte Vitus Merkel und putzte an seiner Hose herum. Doch als er der Sennerin zum nächsten Arbeitsplatz folgte, lächelte er schon wieder. "Net wahr, das wundert dich, daß ich doch noch für einen Erben auf meinem Hof sorgen möcht? Aber ich bin ja noch net alt."

"Fünfzig bestimmt schon."

"Noch net ganz", versicherte er, obgleich es erlogen war. "Das schönste Leben hab ich noch vor mir. Außerdem weiß ich schon eine, die auf dem Merkelhof Bäuerin wird."

"Da bin ich gespannt", lächelte Gundi, die mit geschickten Händen die Milch in den Eimer strömen ließ.

"Du bist's, Madel. An dich hab ich gedacht."

"An mich?" Gundi lachte und tat überrascht. "Mit einem so g'spaßigen Reden darfst mir net kommen, Merkel."

"Mir ist's bitter ernst dabei, Gundi."

"Mir auch. Darum muß ich dich enttäuschen, Bauer. Mußt dir schon eine andere suchen, die dich mag." Gundi nahm den vollen Milcheimer und lief damit zur Almhütte hinüber, die bereits im Bergschatten stand. Nur die ragenden Grate der Gipfelkette wurden noch von den Strahlen der Abendsonne getroffen.

Vitus Merkel eilte der Sennerin nach. "Madel, das tust du dir erst einmal in aller Ruh überlegen", eiferte er. "Besser als auf dem Merkelhof kannst es nirgends kriegen."

"Wirst halt vergessen haben, daß ich selbst einen Hof hab und den net im Stich lassen kann."

"Nix wär einfacher, Gundi. Wir machen aus den beiden Höfen einen. Was sagst du dazu?"

"Nimmer viel", murmelte Gundi abweisend. "Das ganze Geschwätz gefällt mir net. Ernstnehmen kann ich's ja doch net. Oder meinst, ich möcht einen alten Knacker heiraten, der mein Vater sein könnt?" Gundi ließ den Mann stehen und schaffte die Milch in den kleinen Felsenkeller hinunter.

"Knacker hat sie gesagt", erregte sich der Bauer und spürte, wie ihm die Hitze zu Kopf stieg. "Wart, dir zeig ich, zu was ich noch imstande bin!" Und schon stiefelte er der jungen Sennerin nach.

Auf der Treppe kam ihm Gundi schon entgegen mit ihren leeren Eimern. In ihren Augen glitzerte es warnend. "Was willst denn nun wieder? Geh weiter und mach dich net lächerlich, Merkel.

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