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Wilderer und Jäger 6 - Heimatroman Die Wildererhochzeit - Ihn beflügelte die Liebe von Altenried, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.06.2016
  • Verlag: Kelter
eBook (ePUB)
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Wilderer und Jäger 6 - Heimatroman

Die Romane unserer besten Heimatroman-Autoren schildern den harten Kampf um den Bergwald. Jeder, der ein Herz für den Heimatroman hat, wird diese Romane lieben! Es war erst Mai, die Hochalmen noch leer, und Matthias glaubte sich vollkommen sicher, als er mit einem geschossenen Gemsbock der Brunnalmhütte zustrebte, die zum eigenen Hof und zur Sägemühle gehörte. Der Mond hatte sich hinter einer Wolke verborgen, als der Bursch mit seiner Last die Hütte unterm Gewänd des Berges erreichte. Vom Weißkar herunter blies ein kalter Frostwind. Matthias brummte, als er den Hüttenschlüssel nicht an der gewohnten Stelle fand. Da mußten wieder einmal fremde Bergsteiger gehaust haben und ohne aufzuräumen weitergezogen sein. Titel 1: Die Wildererhochzeit Titel 2: Ihn beflügelte die Liebe

Anne Altenried ist ein bedeutender Name für den Heimatroman, der im herrlichen Reich der Berge angesiedelt ist! Die bekannte Schriftstellerin Anne Altenried hat den Bergroman geprägt wie kaum eine andere. Ihre Popularität ist in den letzten Jahren noch gewachsen. Anne Altenried verbindet auf geniale Weise romantische Stimmungen mit einer bemerkenswert knappen, präzisen, eigenwilligen Sprache. Volkstümlich, bodenständig, ausgerüstet mit der besonderen Gabe, Phantasie auch in den Dingen des Alltäglichen zu entfalten, zeichnen sich ihre Romane durch Herzenswärme und Menschlichkeit aus. Dabei schwingt ihre Liebe zu den Bergen in jedem Atemzug, jedem Satz mit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 21.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740904074
    Verlag: Kelter
    Größe: 416kBytes
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Wilderer und Jäger 6 - Heimatroman

Ihn beflügelte die Liebe

Der Holzfäller und sein Rivale

Roman von Max Reindl

Den ganzen Vormittag über hatten dicke Wolken den Himmel verhüllt, bis ein kräftiger Wind aufkam und das Gewölk nach Westen trieb. Ungehindert konnte der Sonnenball seine gleißenden Strahlenbündel aussenden und den Bewohnern des Poschnertals so manche Schweißperle auf Stirn und Nacken zaubern.

Besser erging es auch Bernhard Dollwitz nicht, der sich nach längerer Zeit wieder einmal zu einem Berggang aufgerafft hatte und nun eilig dem unteren Saum der Waldung zustrebte, um in den Schatten der hochstämmigen Fichten und Kiefern zu gelangen. Unter dem dichten Geäst der Baumriesen hielt er an und zog ein blütenweißes Tuch aus der Tasche. Erleichtert fuhr er sich damit über das feuchte Gesicht.

"Wie ich den Aufstieg angetreten hab', war von einer solchen Hitz' noch nix zu spüren", brummte er. "Vor einer guten Weil' noch hätt' mir das nix ausgemacht. Na ja, man kommt in die Jahre."

Im schattigen Hochwald setzte er seinen Weg fort und vernahm bald das Kreischen der Sägen, denn der Holzschlagplatz war nicht mehr fern. Dollwitz war Herr über einen stattlichen Gutshof. Zu seinem Besitz gehörte auch das Jagdrevier auf dem Fellnerhorn. Im Gegensatz zu seinem verstorbenen Vater beschränkte sich seine Jagdleidenschaft auf eine einzige Treibjagd im Herbst jeden Jahres mit Freunden. Die übrige Zeit kümmerte sich der Revierjäger Adi Rötzer um den Wildbestand. Das Interesse des Gutsherrn galt vielmehr dem Holzschlag, denn er verfügte auch über ein kleines Sägewerk.

Es bedurfte nicht vieler Kontrollgänge, denn die Holzfällergruppe stand unter der bewährten Aufsicht des Vorarbeiters Wastl Berneis. Auf ihn war Verlass. Das änderte sich nur, wenn er wieder einmal hinter einem neuen Schürzenzipfel herstolzierte. Dann ließ seine Aufmerksamkeit nach, und es wurden gelegentlich unmarkierte Bäume gefällt. Seit der letzten Strafpredigt vor Monaten hatte es jedoch keinen Ärger mehr gegeben.

Dollwitz schmunzelte. "Ich bin auch einmal jung gewesen und hab' mich für diesen oder jenen Weiberkittel begeistert. Nur darf man's halt net übertreiben."

Das Kreischen der Sägen und Krachen der Axtschläge wurden lauter und lauter und der Gutsherr vernahm erregte Stimmen. "Jetzt langt's mir bald", schrie einer der Holzknechte. "Die ewige Antreiberei hängt mir schon zum Hals heraus. Ich tu' meine Arbeit wie jeder andere auch."

"Ein Faulenzer bist", schrie eine zweite Stimme. "Die anderen sollen sich plagen, und du wirst höchstens beim Brotzeitmachen müd'."

Der Vorarbeiter entdeckte den sich nähernden Dienstherrn und riss sich das verschwitzte Hütl vom Kopf. Dazu vollführte er eine linkische Verbeugung und hüstelte verlegen.

"Wo brennt's, Wastl?", fragte Dollwitz mit gerunzelter Stirn. Sein Blick wanderte zu dem Holzknecht hinüber, dem der Tadel des Vorarbeiters galt. Dessen Fäuste krallten sich um den Stiel der Axt. Das Gesicht war zorngerötet.

Wastl wies mit dem Daumen auf ihn. "Man hat seine Not mit dem Jakl, Herr Dollwitz", erklärte er zögernd. "Sobald man ihm den Rücken zeigt, legt er eine Rast ein."

"Gelogen ist's", rief der Gescholtene wütend aus. "Schikanieren will er mich, weil ihm das Kammerfenster von meiner Schwester versperrt geblieben ist, dem Strumpfbandjäger, dem hitzigen."

"Pah!" Wastl ließ ein schrilles, misstönendes Lachen hören. "Wer will schon in eine Kammer steigen, in der sich schon ein Dutzend Frawanger Burschen gut auskennen?"

"Ehrabschneider, dreckiger!", brüllte Jakl, ließ die Axt los und sprang den Vorarbeiter wie eine Wildkatze an.

Die beiden Männer stürzten zu Boden und wälzten sich im Moos. Jakl bekam eine Hand frei, ballte sie zur Faust und hämmerte sie ein paarmal in das Gesicht des Partieführers.

"Aufhören!", rief Dollwitz scharf. "Sofort auseinander!"

Einer der Holzknechte, ein hochgewac

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