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Wilderer und Jäger 8 - Heimatroman Ein folgenschwerer Schuss - Wetterleuchten über der Fandleralm von Singer, K. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.07.2016
  • Verlag: Kelter
eBook (ePUB)
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Wilderer und Jäger 8 - Heimatroman

Die Romane unserer besten Heimatroman-Autoren schildern den harten Kampf um den Bergwald. Jeder, der ein Herz für den Heimatroman hat, wird diese Romane lieben! Die Holzscheite prasselten im Ofen. Wärme umhüllte die drei Menschen, die in scheinbar trauter Eintracht in der gemütlichen Stube saßen. 'Wo ist denn die Veronika heut abend?' fragte Therese Schwaighofer und blickte lächelnd ihren Sohn an. 'Sie denkt, ich bin in der Stadt', entgegnete Alexander kurz. 'Hättest auch dort sein sollen', meinte sein Vater vorwurfsvoll. 'Wie willst denn bei diesem Schnee morgen früh hinkommen?' 'Du willst ihn doch net etwa bei dieser Kälte losschicken?' Therese blickte ihren Mann tadelnd an. Titel 1: Ein folgenschwerer Schuss Titel 2: Ein Jäger auf Verbrecherjagd

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 26.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740905965
    Verlag: Kelter
    Größe: 633 kBytes
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Wilderer und Jäger 8 - Heimatroman

Wetterleuchten über der Fandleralm

Ein Jäger auf Verbrecherjagd

Roman von A. Burg

Im fahlen Licht des jungen Morgens wirkten die Berge wie Riesen, die das winzige Dorf umstanden. Der mächtige Gipfel des Roten Höckers wurde von einem leichten Gekräusel von kleinen verspielten Wölkchen umgeben. Die Bergkette des Jucherer hatte sich noch nicht aus dem Wolkenbett erhoben. Es war erst vier Uhr am Morgen.

Das Dorf erwachte schon zum Leben. Die Bauern mußten frühzeitig an ihr hartes Tagwerk. Das Dorf Einsiedel lag fast tausend Meter hoch. Hier oben gab es keine reichen Bauern, keine großen Hofbesitzer. Der Boden war karg. Das Heu für das Vieh mußte sogar von den Wiesen, die sich zwischen den Berghängen ausbreiteten, herabgeholt werden. Das war eine gefährliche Arbeit.

Das Dorf zählte etwa zweihundert Seelen. Der Bürgermeister war ein breitgebauter, grobknochiger Mensch, der sehr geldgierig war. Seine Schwester Margaret wohnte drunten in dem reizenden Seedorf, und wenn er bei ihr zu Besuch war, sah er, daß Margaret das Geld scheffeln konnte, denn die Fremden aus den Städten kamen in Scharen in das Seedorf und die Bauern, die ihre Zimmer vermieteten, verdienten gut. Da war der Bürgermeister Sixtus Bardhober neidisch geworden. Er sinnierte Tag und Nacht darüber nach, wie auch er zu Geld kommen könnte. Er hatte schon in Erwägung gezogen, seinen armseligen Hof zu verkaufen und ins Seedorf zu ziehen.

Bardhober stand am Feldrain und schaute über die magere Saat, die der Ernte entgegenreifte. Er war so sehr in seine Gedanken versunken, daß er den Jäger Christoph Hellschmied nicht bemerkte.

"Grüß Gott, Herr Bürgermeister", rief dieser ihn an. Der Jäger war ein stämmiger Bursche. Die Madeln von Einsiedeln waren rein narrisch auf ihn. Aber er hatte es auf die Bürgermeisterstochter Monika abgesehen. Er glaubte fest daran, daß Monika eines Tages ihn wiederlieben könnte. Er war geduldig, denn er liebte das Madel wirklich.

"Bist wieder am Sinnieren?" fragte der Jäger und blieb neben dem Bürgermeister stehen.

"Frag ich dich nach deinen Gedanken, Jager?" brummte Sixtus.

"Danach kannst fragen. In meinem Gedankengang gibt's keine dunklen Schlupfwinkel, Bürgermeister. Aber dich hab' ich durchschaut. Du sinnierst darüber nach, wie du deine Monika an einen reichen Mann verkuppeln oder wie du sonst zu Reichtum kommen könntest."

"Vater! Vater!" Monikas helle Stimme klang vom Feldweg herüber. Wie vom Blitz getroffen, wandte sich Christoph herum. Seine Augen leuchteten. Er war schön dumm, daß er sich an diesem Morgen eine Blöße gab, denn der Sixtus Bardhober hatte schon seit einiger Zeit einen gewissen Verdacht. Und jetzt sah er ihn bestätigt, denn dem Jäger stand seine heimliche Liebe zu der Monika auf dem hübschen Gesicht geschrieben.

"Schrei net so in den frühen Morgen", fuhr der Sixtus seine bildhübsche Tochter an, so daß sie errötete, denn der Jäger war ihr nicht gleichgültig. Es war ihr peinlich, daß der Vater sie in Christophs Gegenwart so abkanzelte.

"Was gibt's denn, Monika?"

"Der Herr Ingenieur ist gekommen, um mit dir zu reden", sagte Monika.

Der Bürgermeister gab ihr ein Zeichen.

"Kannst gehen, ich komme gleich nach", rief er mit barscher Stimme. Dem Jäger zuckte es in den Fäusten, wenn er hörte, wie der Mann mit dem hübschen Mädel sprach. Aber er mußte vorsichtig sein, denn er wollte sich nicht alles verderben. Er wußte, daß der Bürgermeister Bardhober ein geldgieriger Mann war. Und er, der Christoph Hellschmied, war für den Sixtus nur ein lästiger kleiner Habenichts, wenn es um die Monika ging.

Monika warf ihm noch einen schnellen Blick zu. Christoph fühlte, wie sein Herz einen regelrechten Luftsprung machte. Aber er beherrschte sich.

Er sah zum Bürgermeister hinüber und merkte, daß dieser ihn heimtückisch beobachtete.

Monika ging zögernd davon. Kaum war sie außer Hörwe

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