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Wilderer und Jäger 9 - Heimatroman Die verliebte Wildschützin - Schuss im Staatswald von Altenried, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.08.2016
  • Verlag: Kelter
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Wilderer und Jäger 9 - Heimatroman

Die Romane unserer besten Heimatroman-Autoren schildern den harten Kampf um den Bergwald. Jeder, der ein Herz für den Heimatroman hat, wird diese Romane lieben! Beim Höllgraben, wo der Weg in halber Wandhöhe zwischen tiefer Schlucht und dem aufragenden Feuerstein verlief, gab es nach dem Gewitterguß ein paar kleine Wasserfälle, unter denen Markus mit seiner Kraxe hindurch mußte.Dicht hinter so einem sprühenden Schleierfall stieß der Knecht unversehens auf die Hoftochter. Afra konnte die Freude über diese Begegnung nicht verbergen. 'Du mußt Zoll zahlen, wenn du hier vorbei willst.' Sie mußte laut rufen. Das Wasser im Höllgraben toste und donnerte. Markus schaute in ihre schillernden Grünaugen. Das Busserl, das er der bildsauberen Hoftochter auf den sehnsüchtign Mund drückte, schmeckte bitter. Afra ließ die Arme auf seinen Schultern liegen und gab seinen Blick nicht frei. Eindringlich fragte sie: 'Hast du es ihr gesagt?' Titel 1. Die verliebte Wildschützin Titel 2. Schuss im Staatswald

Anne Altenried ist ein bedeutender Name für den Heimatroman, der im herrlichen Reich der Berge angesiedelt ist! Die bekannte Schriftstellerin Anne Altenried hat den Bergroman geprägt wie kaum eine andere. Ihre Popularität ist in den letzten Jahren noch gewachsen. Anne Altenried verbindet auf geniale Weise romantische Stimmungen mit einer bemerkenswert knappen, präzisen, eigenwilligen Sprache. Volkstümlich, bodenständig, ausgerüstet mit der besonderen Gabe, Phantasie auch in den Dingen des Alltäglichen zu entfalten, zeichnen sich ihre Romane durch Herzenswärme und Menschlichkeit aus. Dabei schwingt ihre Liebe zu den Bergen in jedem Atemzug, jedem Satz mit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 09.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740906269
    Verlag: Kelter
    Größe: 575kBytes
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Wilderer und Jäger 9 - Heimatroman

Beim Höllgraben, wo der Weg in halber Wandhöhe zwischen tiefer Schlucht und dem aufragenden Feuerstein verlief, gab es nach dem Gewitterguß ein paar kleine Wasserfälle, unter denen Markus mit seiner Kraxe hindurch mußte.

Dicht hinter so einem sprühenden Schleierfall stieß der Knecht unversehens auf die Hoftochter.

Afra konnte die Freude über diese Begegnung nicht verbergen. "Du mußt Zoll zahlen, wenn du hier vorbei willst." Sie mußte laut rufen. Das Wasser im Höllgraben toste und donnerte.

Markus schaute in ihre schillernden Grünaugen. Das Busserl, das er der bildsauberen Hoftochter auf den sehnsüchtigen Mund drückte, schmeckte bitter.

Afra ließ die Arme auf seinen Schultern liegen und gab seinen Blick nicht frei. Eindringlich fragte sie: "Hast du es ihr gesagt?"

"Der Heidi?" Er wurde verlegen.

"Ja mei, du bist gut. Wen könnt ich sonst meinen?"

"Ich komme grad aus ihrer Alm herunter", gestand er. "An so etwas hab ich gar nicht gedacht."

"Gestern hörst du von meinem Vater, daß wir heiraten dürfen, und heut denkst du nimmer daran?"

"Wieso hätt ich's der Heidi verraten sollen?"

"Das weißt du selber nicht?" spöttelte sie.

"Wo willst überhaupt hin?" lenkte er ab.

"Ich muß um neun Uhr beim Versteck sein."

Sogleich umwölkte sich sein Gesicht. "Afra, jetzt sind wir fest versprochen. Willst du trotzdem nicht aufhören? Was ist, wenn sie euch schnappen? Wenn ihr vor Gericht müßt?"

"Das will der Vater erreichen. Sie sollen gerichtlich entscheiden, ob es rechtens ist, daß sie die Jagd einem fremden Doktor geben, weil ein Einheimischer nicht so viel bieten kann. Die Jagd bleibt im Dorf, haben sie vor der Wahl versprochen! Belogen und betrogen sind wir worden."

"Die Gemeinde ist arm und braucht Geld."

"Wir schießen weiter unser Wild am Hochplatt. Der Doktor soll kommen, der Stadtfrack, der Geldsack, der ausgeschamte!"

Erschrocken murmelte der Knecht: "Redest du so, meine ich allweil, du könntest mich später auch so behandeln, sobald ich an dich gebunden bin."

Sofort strahlte sie ihn an, strich ihm ein Haarbüschel aus der Stirn und drückte ihren Mund auf seinen. "Geh jetzt heim, Markus, damit die Mutter nicht meint, es wäre was passiert bei dem Gewitter."

"Afra, paß droben gut auf", sorgte er sich. "Der Weg ist an vielen Stellen überflutet."

"Bin ich aus Zucker?" lachte sie übermütig.

Markus schaute ihr nach. Mit ihrer schlanken Gestalt schob sie sich geschmeidig hinter einem Wasserfall hindurch und winkte von drüben zurück.

Markus seufzte, wie es vor Stunden in der Almhütte droben die junge Sennerin getan hatte.

Viel zu leichtsinnig und viel zu draufgängerisch war Afra. Aber er war stolz auf sie. Wo gab es eine reiche Hoftochter, die sich einen Knecht erwählte und dann vor ihre Eltern trat und verkündete: "Entweder krieg ich ihn, oder ihr habt keine Tochter mehr."

Wüßte er nur, weshalb ihn Afra immer wieder mit Heidi aufzog! Er bekam schon jedesmal ein schlechtes Gewissen, wenn er nur in die Nähe der jungen Sennerin kam.

Aller Kummer war vergessen, als er vom talseitigen Waldsaum aus das Sonnegg unter sich liegen sah.

Obgleich der Abend schon stark schattete, waren deutlich die zwei ebenbürtigen Höfe zu erkennen, die auf dieser Sonnenterrasse über dem Taldorf standen: der Brugghof und weiter drüben der Erbhof der Sonnegger-Familie, den man einfach "Beim Sonnegger" nannte.

Den Brugghof hatte der Sonnegger hinzugekauft. Er gehörte Afra. Sie durfte darauf selbständig wirtschaften, zusammen mit einem alten Knecht.

Den Stammhof der Sonnegger sollte ihr Bruder Veit an seinem Hochzeitstag bekommen

Das Vieh beider Höfe sommerte gemeinsam auf der Plattalm. Es wurde von der Magd Heidi betreut.

Nun sollte der Knecht Markus im Herbst auf dem Brugghof Bauer werden!

Beinahe andächtig schaute Markus vom Waldrand aus auf sein kün

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