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Winterzauber in Notting Hill Roman von Baggot, Mandy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.10.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Winterzauber in Notting Hill

Isla und Hannah Winters leben schon immer in Notting Hill. Seit ihre Eltern bei einem Autounfall starben, kümmert sich Isla um ihre an den Rollstuhl gefesselte Schwester. Überhaupt hält die gesamte Nachbarschaft zusammen wie eine große Familie. Vor allem zu Weihnachten, wenn die Häuser des Viertels in warmem Licht erstrahlen und köstliche Düfte vom Portobello-Markt herüberwehen. Umso schockierter sind alle über die zerstörerischen Pläne der Immobilienfirma, bei der Isla arbeitet. Und ausgerechnet Isla soll dem neuen CEO bei seinem Londonbesuch jeden Wunsch von den Lippen ablesen ... Mandy Baggot ist preisgekrönte Autorin romantischer Frauenunterhaltung. Sie hat eine Schwäche für Kartoffelpüree und Weißwein, für Countrymusic, Reisen - und natürlich für Weihnachten. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann, ihren Töchtern und den Katzen Springsteen und Kravitz in der Nähe von Salisbury.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 15.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641230173
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: One Christmas Kiss in Notting Hill
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Winterzauber in Notting Hill

KAPITEL EINS

Beaumont Square, Notting Hill, London

RUMMS! PENG! WUMMS!

Isla Winters riss die Augen auf und strich sich die vom Schlaf zerzausten rotbraunen Locken aus dem Gesicht. Es war noch dunkel, durch die Vorhänge schimmerte kein Licht ... und vom Erdgeschoss drangen Geräusche an ihr Ohr. Schlurfende Schritte, eine Schublade wurde aufgezogen und dann ... War das die Kühlschranktür, die zugeschlagen wurde? Wie spät war es? Welcher Tag? Sie öffnete die Augen noch weiter, in der Hoffnung, dadurch auch besser hören zu können. Aus ihrem Haar rieselte Glitzerstaub und fiel auf ihr Gesicht, auf das Kissen und das Betttuch ... Das kam davon, wenn man Weihnachtskarten selbst bastelte.

Sie schwang die Beine aus dem Bett und griff nach dem langen kirschroten Pullover, den sie am Abend zuvor auf den Stuhl neben ihrer Frisierkommode geworfen hatte. Es war eiskalt, und sie zitterte, während sie den Wollpulli über ihr Nachthemd zog. Sie rief sich ins Gedächtnis, dass sie den Winter eigentlich mochte. Es war eine fröhliche Jahreszeit mit Schnee (na ja, manchmal), in der es in den Läden festlich verpackte Schokolade und neue Geschenkideen gab, die niemandem hätten einfallen dürfen. Es war die Zeit der Feste, in der alles funkelte und glitzerte. Aber ihr gefiel diese Zeit besser, wenn die Zentralheizung bereits lief, sie warm angezogen war und zwei Macchiato getrunken hatte. Sie warf einen Blick auf den Wecker auf ihrem Nachttisch: fünf Uhr. Um diese Zeit war Hannah niemals wach.

Im Erdgeschoss zog jemand eindeutig Schubladen auf. Aber sie würde nicht in Panik ausbrechen. Es musste Hannah sein, oder? Allerdings hatte sie den Treppenlift ihrer Schwester nicht gehört. Und den hörte sie sonst immer. Manchmal wachte sie sogar auf, weil sie glaubte, ihn zu hören. Ihr Unterbewusstsein war bis jetzt noch nicht davon überzeugt, sich nicht ständig überfürsorglich zu verhalten.

Isla schlich auf den Flur, trippelte elegant wie eine Balletttänzerin auf Zehenspitzen und so leise wie nur möglich auf dem eiskalten Holzboden zu Hannahs Zimmer und schob vorsichtig die Tür auf. Sie öffnete sich nur einen Spalt - nicht weit genug, um zu sehen, ob jemand im Bett lag. Also drückte Isla sie ein Stück weiter auf, und die Türangeln gaben ein Quietschen von sich, das an eine Hyäne im Maul eines Löwen denken ließ.

"Was ist passiert? Isla?"

Hannah versuchte, sich kerzengerade aufzusetzen. Sie brauchte drei oder vier Anläufe und verfing sich dabei mit den Armen in der Lichterkette und den Weihnachtsfähnchen, die über ihrem Bett hingen. Als sie es endlich geschafft hatte, stand Isla bereits vor ihr und legte die Finger auf die Lippen.

"Psst!"

Hannah blinzelte und lächelte sie verschlafen an. Ihr kurz geschnittenes hellbraunes Haar sah genauso aus wie beim Zubettgehen. "Ist bereits Weihnachten? War der Weihnachtsmann schon da?" Diesen Scherz machte sie seit Mitte November.

"Nein", erwiderte Isla. "Aber irgendjemand ist im Erdgeschoss."

"Was?" Hannahs Stimme klang jetzt klarer. "Jemand ist unten? Wie spät ist es?"

"Fünf Uhr." Isla griff nach dem Telefon auf dem Nachttisch ihrer Schwester und fegte in ihrer Hast einige Loom-Bänder und Glaskugeln auf den Boden. "Ich rufe die Polizei."

"Warte." Hannah streckte den Arm aus und hielt Islas Hand fest. "Tu das nicht."

"Hannah! Jemand ist in unserer Küche!"

"Ich weiß", erwiderte Hannah. "Aber Mrs Edwards schläft in letzter Zeit sehr schlecht, und das bedeutet, dass sie die Polizei sehen wird, wenn sie kommt. Und als das letzte Mal die Polizei hier auftauchte, war es wegen Mr Edwards ... du weißt schon ... als sie glaubten, er sei unter verdächtigen Umständen ums Leben gekommen." Hannah verdrehte die Augen. "Mit dem Stößel im Mörser."

"Hannah, im Augenblick ist mir Mrs Edwards' Gemütsverfassung nicht so wichtig. Hast du mir nicht zugehört? In unserer Küche ist jemand!"

"Okay."

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