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Wo Wintersterne leuchten von Mallery, Susan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.09.2019
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Wo Wintersterne leuchten

An einem kalten Winterabend nimmt Keira Carlesso den schwer erkälteten Laborassistenten Dalton mit in das Familienanwesen am Lake Washington. Gemeinsam genießen sie die Weihnachtszeit, packen Geschenke ein und trinken warmen Tee am Kamin. Keira und Dalton verstehen sich so gut, dass er fortan jedes Jahr den Heiligen Abend bei den Carlessos verbringt. Doch dann kommt der Tag, an dem aus besten Freunden mehr wird und mit einem Mal alles anders ist ... Die SPIEGEL-Bestsellerautorin Susan Mallery unterhält ein Millionenpublikum mit ihren herzerwärmenden Frauenromanen. Sie ist dafür bekannt, dass sie ihre Figuren in emotional herausfordernde, lebensnahe Situationen geraten lässt und ihre Leser mit überraschenden Wendungen zum Lachen bringt. Ihre Romane sind in 28 Sprachen übersetzt. Weil Susan eine große Tierfreundin ist, spielen Haustiere in ihren Romanen oft eine wichtige Rolle. Sie lebt mit ihrem Ehemann, zwei Katzen und einem kleinen größenwahnsinnigen Pudel in Washington.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 60
    Erscheinungsdatum: 16.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959678704
    Verlag: HarperCollins
    Größe: 2269 kBytes
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Wo Wintersterne leuchten

1. KAPITEL

Erstes Studienjahr - der absolut letzte Tag, um verpatzte Laborprüfungen nachzuholen. Wirklich der letzte.

"Ich glaube, unser Aufpasser ist gerade ohnmächtig geworden", murmelte April Herskovic, während sie zwei Bechergläser in die Schublade zurückstellte.

Keira Carlesso wirbelte herum und warf einen Blick auf den Laborassistenten, der am Tisch neben der Tür saß. Okay, eigentlich saß er nicht - er war irgendwie zusammengesackt, aber immerhin. Als sie zu ihm rübersah, rappelte er sich ein bisschen auf. Gott sei Dank - sie mussten nur noch zwei Punkte auf ihrer Liste abhaken, und dann waren sie mit ihrer Aufgabe fertig. Das Letzte, was sie jetzt gebrauchen konnten, war, dass sie ihren Physikkurs nicht schafften, weil der Laborleiter schlappmachte.

"Er bewegt sich noch. Lass uns weitermachen, und dann nichts wie raus hier."

Während sie das sagte, wurde ihr klar, dass sie nicht das kleinste bisschen Mitgefühl zeigte. Wenn es dem Typen nun richtig schlecht ging? Wenn er niemanden hatte, der sich um ihn kümmerte? Was, wenn ...

Sie stöhnte auf. Nein. Nein! Sie würde sich nicht ablenken lassen. Es war schon peinlich genug, dass sie und April diesen Versuch nachholen mussten, um ihren Pflichtkurs abhaken zu können. Aber so war es nun mal: Kurz vor Weihnachten standen sie beide hier noch herum. Weshalb Keira die ganze Sache auch möglichst schnell hinter sich bringen wollte, um dann endlich nach Hause zu fahren.

"Zangen, drei Größen", sagte sie.

April hielt drei verschiedene Zangen hoch.

"Balkenwaage."

Sie sahen sich beide im Labor um. Keira entdeckte sie als Erste.

"Ist hier." Sie nahm ihren Stift und Block und lief hinüber, um die Seriennummer aufzuschreiben, als Beweis, dass sie das Ding auch echt gesehen, in der Hand gehalten, es geknuddelt hatten und wussten, worum es sich handelte. Auf dem Weg zurück zu ihrem Platz kam sie am Empfangstisch vorbei. Der Typ dahinter war leichenblass, transpirierte und stöhnte leise.

Oje, dachte sie, während sie zu April zurückging.

"Erledigt." Keira wedelte mit dem Papierbogen. "Wir müssen's nur noch abzeichnen lassen."

April warf einen skeptischen Blick auf den Labortypen. "Ich will nicht, dass der meinen Schreiber in die Hand nimmt. Hast du Desinfektionsmittel dabei?

Keira förderte ein Desinfektionsgel mit Piña-Colada-Duft zutage, das sie immer dabeihatte, schließlich befanden sie sich hier im College, und speziell die Gemeinschaftsräume waren echte Brutstätten für Keime. Außerdem waren viele ihrer männlichen Kommilitonen ziemlich eklig, was die Hygiene betraf. Sie schauderte. Göttin sei Dank war sie clever genug gewesen, um sich in einer Etage nur für Studentinnen einquartieren zu lassen. Sie wollte auf keinen Fall das Badezimmer mit einem Haufen Jungs teilen.

Sie und April räumten den Rest der Materialien weg und gingen zu dem Typen hinüber, um ihren Bericht abzeichnen zu lassen zum Beweis dafür, dass sie ihre Aufgabe erledigt hatten. Da es wirklich der letzte Tag war, um was nachzuholen, hatte sich nur eine Handvoll Studenten hier sehen lassen, die anderen waren schon längst nach Hause gefahren. Sie und April saßen sozusagen noch als Letzte im Boot.

"Fertig?", wollte der Typ wissen. Seine Stimme klang tief und heiser. Keira las den Namen "Dalton" auf dem Schild, das er auf seinem weißen Kittel trug.

April reichte ihm das Formular mit ihren beiden Namen darauf. Er sah auf das Blatt Papier.

"Ihr habt den ersten Labortermin im Semester versäumt?", fragte Dalton. "Wie habt ihr das denn geschafft?"

April und Keira tauschten einen frustrierten Blick. Jeder stellte ihnen die gleiche Frage. Das war echt peinlich.

"Wir haben nicht genug Zeit eingeplant, um zum Labor zu kommen", sagte Keira seufzend. "Und dann haben wir uns verlaufen. Wir waren zwölf Minuten zu spät, und unser Labor-Assistent hatte die Tür schon abgeschlossen.

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