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Wuthering Heights Sturmhöhe von Brontë, Emily (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.04.2017
  • Verlag: apebook Verlag
eBook (ePUB)
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Wuthering Heights

'Wuthering Heights' ist der einzige Roman der britischen Schriftstellerin Emily Brontë (1818-1848). Er erschien im englischen Original 1847, wurde allerdings ursprünglich unter dem Pseudonym Ellis Bell veröffentlicht. Das Buch erzählt über drei Generationen hinweg die Geschichte der Familien Earnshaw und Linton. Im Zentrum der Handlung stehen Heathcliff, ein vom alten Earnshaw aufgenommenes Findelkind, und Catherine Earnshaw, Heathcliffs Stiefschwester. Die beiden wachsen gemeinsam auf und fühlen sich von Beginn an auf besondere Weise miteinander verbunden. Doch eines Tages macht der junge Edgar Linton der mittlerweile sechzehnjährigen Catherine einen Heiratsantrag. Die junge Frau trifft eine Entscheidung mit schicksalhaften Folgen. 'Wuthering Heights' zählt heute zu den Klassikern englischer Romanliteratur des 19. Jahrhunderts. In der drastischen Darstellung menschlicher Abseiten erinnert die Handlung an die Dramen Shakespeares. Vor allem mit der schwer zu fassenden Figur des Heathcliff hat Emily Brontë die Literaturwelt um einen faszinierenden Antihelden bereichert. Die dramatische Geschichte wurde mehrfach verfilmt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 308
    Erscheinungsdatum: 23.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961300587
    Verlag: apebook Verlag
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Wuthering Heights

ERSTES KAPITEL

1801. Soeben bin ich von einem Besuche bei meinem Verpächter zurückgekehrt. Dieser einsame Gutsnachbar wird mich noch manche Aufregung kosten. Aber die Landschaft ist schön. In ganz England hätte ich mich in keiner Gegend niederlassen können, die so vollkommen abseits vom gesellschaftlichen Betriebe liegt. Ein Schlaraffenland für Menschenfeinde - und Mr. Heathcliff und ich sind das richtige Paar, um die Einsamkeit miteinander zu teilen. Ein Prachtmensch. Er ahnte kaum, wie herzlich mein Wesen ihm entgegenkam, während seine schwarzen Augen bei meinem Heranreiten argwöhnisch unter den Brauen verschwanden - und beim Hören meines Namens vergruben sich seine Hände mit abweisender Gebärde tiefer in seinem Wams.

"Mister Heathcliff?"

Er antwortete mit einem Nicken.

"Mr. Lockwood, Ihr neuer Pächter. Ich gestatte mir, sogleich nach meiner Ankunft bei Ihnen vorzusprechen. Es hat Sie hoffentlich nicht verdrossen, daß ich mich so hartnäckig um Thrushcross Grange beworben habe. Gestern hörte ich, Sie wollten -"

"Thrushcross Grange ist mein Eigentum, Herr", unterbrach er mich schroff, "und wenn ich nicht einverstanden bin, kann niemand etwas bei mir erreichen. Treten Sie ein."

Dies "Treten Sie ein", sagte er mit zusammengebissenen Zähnen. Es hieß in Wahrheit: "Gehen Sie zum Teufel." Sogar die Gattertür, auf die er sich lehnte, machte zu seinen Worten nicht die mindeste gastliche Bewegung. Nur aus einem Grunde hatte ich überhaupt noch Lust, einer derartigen Einladung zu folgen: Ein Mann, der noch zurückhaltender auftrat als ich selbst, zog mich tatsächlich an.

Als mein Pferd mit der Brust gegen das Gatter zu drücken begann, streckte er endlich die Hand aus und löste die Kette der Tür. Verdrossen ging er vor mir her und rief beim Betreten des Hofes: "Josef, nimm das Pferd des Mr. Lockwood und hole Wein herauf."

Bei dieser umfassenden Anordnung dachte ich: Da haben wir wohl das gesamte Gesinde beisammen! Kein Wunder, wenn Gras zwischen den Steinen wächst und nur das Vieh für das Stutzen der Hecken sorgt.

Josef war ein ältlicher, vielmehr ein alter oder sogar sehr alter Mann, doch kräftig und sehnig. "Gott steh uns bei!" brummte er, während er mir vom Pferde half. Dabei sah er mir so trübe und mißvergnügt ins Gesicht, daß ich den mitleidigen Schluß zog, er könne wohl sein Essen nur mit dem Beistand Gottes verdauen und sein frommer Seufzer beziehe sich nicht auf meine unerwartete Ankunft.

Wuthering Heights nennt sich Mr. Heathcliffs Besitztum - "Umwitterte Höhen". Der mundartliche Ausdruck Wuthering bezeichnet sehr klangvoll das Luftgefühl, das sich hier bei unruhigem Wetter entwickelt. Hier oben wird man vom Luftzug durch und durch gereinigt. Mit welcher Gewalt der Nordwind um die Ecke bläst, läßt sich an den paar armseligen schiefen Föhren am Hausende erkennen. Auch die Reihe kahler Dornbüsche sieht aus, als bitte sie mit ihren nach einer einzigen Richtung gestreckten Armen die Sonne um ein Almosen. Doch der Baumeister hat mit aller Vorsicht das Haus recht fest errichtet. Die Fenster sind tief in die Mauer eingeschnitten, die Ecken geschützt durch vorspringende breite Steine.

Bevor ich die Schwelle überschritt, bewunderte ich noch rasch die vielen grotesken Schnitzereien an der Vorderseite, zumal am Haupteingang. Darüber bemerkte ich in einem Gewimmel von Figuren, zerbröckelnden Greifen und lustig-nackten Putten die Jahreszahl 1500 und den Namen Hareton Earnshaw. Gern hätte ich von dem wortkargen Eigentümer eine kurze Geschichte seines Anwesens erfahren. Aber seine Haltung an der Tür forderte meinen unverzüglichen Eintritt oder endgültigen Abzug! Ich wollte seine Ungeduld nicht weiter reizen, ehe ich das Allerheiligste besichtigt hatte.

Ohne Diele, ohne Flur f

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