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Zufall von Herfert, Manfred (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.11.2016
  • Verlag: myMorawa
eBook (ePUB)
3,99 €
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Zufall

Eine berühmte und umschwärmte Schauspielerin Anna Schneider erleidet Anfang des 20.Jahrhunderts einen schweren Unfall. Dabei wird ihr schönes Gesicht zu einer Fratze verzerrt. Um ihr Leben zu meistern ist sie zu einfachen Tätigkeiten gezwungen. Ein junger Mann aus dem Waisenhaus ist im Wiener Volkstheater zur gleichen Zeit wie Anna als Gehilfe in der Requisite beschäftigt. Er ist in Anna unsterblich verliebt, jedoch ist sie für ihn unerreichbar. Er steigt in der Hierarchie des Theaters, dank seiner künstlerischen Fähigkeiten, rasch empor. Wegen seines Sehfehlers sind für ihn die Gesichter der Menschen verzerrt. Der Zufall will es, dass er jedoch das verzerrte Gesicht Annas als schönes Antlitz sieht. Franz hilft nun Anna wo und wie er kann, aber Anna will ihm mit ihrer Fratze nicht im beruflichen Wege stehen und wehrt sich deshalb gegen seine und ihre aufkeimende Liebe.

Meine Jugend und Pflichtschulen verbrachte ich auf dem Lande in der Oststeiermark. Die Ausbildung zum Techniker für Maschinenbau absolvierte ich in Graz. Danach war ich 20 Jahre als Techniker im Maschinenbau und 20 Jahre als technischer Berater für elektronische Steuerungen beschäftigt. Seit dem Jahre 1998 bin ich im Ruhestand. Mit 38 Jahren habe ich ein Haus in der Nähe von Graz gebaut, bin seit 1961 verheiratet und habe 2 Söhne. Ich bin oftmaliger österr. Meister im Billardsport, war im Tischtennis sehr erfolgreich, bin sehr viel in den Bergen, habe mit 64 Jahren den Kilimandscharo bestiegen und mit 65 Jahren meinen ersten Marathon über 42,2 Km erfolgreich beendet. Es blieb nicht nur bei dem einen. Ich spiele den Bass bei einer Steirischen Stubenmusik und lerne jetzt noch die Steirische Harmonika. Daraus kann man ersehen, dass ich, obwohl schon 70, noch lange nicht zum alten Eisen zähle.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Erscheinungsdatum: 11.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990573648
    Verlag: myMorawa
    Größe: 675kBytes
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Zufall

2

Die knisternde Spannung hinter der Bühne des Volkstheaters war für alle Beteiligten spürbar. Alles rannte nervös hin und her. Der Regisseur nahm sichtlich erregt neben dem Assistent im Zuschauerraum, mit der Frage, Platz:

"Weißt du was von der Berger?"

"Wieso, soll ich was wissen?"

"Na ja, Hauptsache du sitzt da gemütlich auf deinem Hintern und ich kann mich abzappeln."

In diesem Moment kam ein junger Mann ganz aufgelöst auf den Regisseur zu. Er beugt sich zu ihm hinunter und flüstert ihm, mit fuchtelnden Armen, etwas zu.

"Kruzitürken und das jetzt" rief der Regisseur aufspringend. Der Assistent sah seinen Chef mit fragenden Augen an:

"Was ist denn los, weilst aufspringst wie ein aufgscheuchter Feldhas?"

Der Regisseur mit einer wegwerfenden Handbewegung:

"Ach die Berger. Die soll sich endlich ein warmes Nachthemd kaufen, für diese Seidenhemderln ist sie halt doch schon etwas zu alt."

"Na und deshalb springst auf als ob dich eine Tarantel gstochen hätt?"

"Nein du Kasperl, Influenza hat sie und liegt mit Fieber im Bett."

Der Assistent armeringend: "Und das jetzt, bei der Generalprobe."

"Also ich muss schon sagen eine äußerst intelligente Bemerkung. Was glaubst denn warum ich sonst so aufgebracht bin. Nicht wegen dem Seidenhemderl und auch nicht wegen der Influenza. Von mir aus kann die Berger ein Dauerfieber im Seidenhemderl haben. Aber nicht dann, wenn ich sie unter Vertrag hab und jetzt bei der Generalprobe brauch."

Der Assistent bemühte sich, ob seiner Beleibtheit, doch aufzustehen und sagte mit überzeugendem Ton:

"Aber wir müssen heute proben, weil morgen Premiere ist."

"Bravo Joschi, du bist wirklich ein gscheiter Mensch." Beinah erschöpft von dieser Erkenntnis ließ sich der Regisseur, mit einem langen Seufzer, in seinen Sessel fallen. Dann fragte er mit leisem Ton:

"Wir müssen die... die Neue, wie heißt sie denn gleich?"

"Schneider, Anna Schneider", antwortete der Assistent.

"Ach ja, Schneider. Also, dann versuche sie so schnell wie möglich zu fin..." In diesem Moment kam der Intendant auf die Bühne und rief dem Regisseur zu:

"Die Berger ist krank und liegt im Bett."

"A geh, was net sagn" fiel ihm der Regisseur ins Wort.

Der Intendant fährt mit fuchtelnden Armen fort.

"Ich habe schon jemand beauftragt, der das Frl. Schneider verständigen soll, dass sie spielen muss. Ich hoffe es wird nicht allzu lange dauern."

Der Satz war noch nicht zu Ende gesprochen, da stand Anna schon auf der Bühne. Der Intendant konnte seine Überraschung nicht verbergen:

"Wohnen sie gleich um die Ecke, weil sie schon da sind, Frl. Schneider?"

"Nein, Herr Intendant, aber ich bin doch bei allen Proben anwesend. Schließlich bin ich für diese Rolle als Substitut engagiert."

"Das ist sehr lobenswert, aber jetzt an die Arbeit."

Mit diesen Worten verließ der Intendant die Bühne. Anna stand nun allein dort oben und blickte erwartungsvoll zum Regisseur hinunter. "Das hat ja bestens geklappt" flüsterte dieser dem Assistent zu. Dann blickte er zu Anna hinauf:

"Na wunderbar Fräulein Schneider, jetzt möchte ich nur noch wissen, ob sie auch ihren Text können?"

"Ich denke schon, aber ich hatte noch bei keiner Probe die Gelegenheit, es zu beweisen."

"Na, jetzt haben sie ja die Möglichkeit. Gehen sie bitte schnell in die Garderobe der Frau Berger und ziehen sie sich um. Wir beginnen, sobald sie fertig sind."

Er richtete sich erleichtert in seinem Stuhl auf und flüsterte dem Assistent zu:

"Die ist ja viel zu schön, um gut Theater zu spielen, was meinst du?"

Der Assistent murmelte leise in seinen Bart:

"Sie kommt ja auch vom Kottulinsky."

Anna beeilte sich um schnell in die Garderobe zu kommen. Dabei stieß sie mit einem jungen Mann zusammen, der eine Requisite trug. Diese wäre ihm beinahe aus der Hand gef

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