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Zweite Chancen Together Forever 2 - Roman von Murphy, Monica (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Zweite Chancen

Die Geschichte um Faible und Drew geht weiter ... Wenn ich Faible doch nur überreden könnte, mir eine zweite Chance zu geben! Dann würden sie und ich uns beide nicht mehr so verloren fühlen. Wir könnten zusammenfinden. Für immer. Die New York Times-, USA Today- und internationale Bestseller-Autorin Monica Murphy stammt aus Kalifornien. Sie lebt dort im Hügelvorland unterhalb Yosemites, zusammen mit ihrem Ehemann und den drei Kindern. Sie ist ein absoluter Workaholic und liebt ihren Beruf. Wenn sie nicht gerade an ihren Texten arbeitet, liest sie oder verreist mit ihrer Familie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641162870
    Verlag: Heyne
    Serie: Together Forever Bd.2
    Originaltitel: Second Chance Boyfriend
    Größe: 1693 kBytes
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Zweite Chancen

Manchmal musst du dich allein durchbeißen,
nur um sicherzugehen, dass du es noch kannst.

- Unbekannt

Fable

Zwei Monate. Seit zwei gottverdammten Monaten habe ich ihn weder gesehen noch von ihm gehört. Ich meine, wer tut einem anderen Menschen so etwas an? Wer bringt es fertig, mit einer anderen Person die intensivste Woche seines Lebens zu verbringen und ihr seine intimsten Gedanken, seine verrücktesten und dunkelsten Geheimnisse anzuvertrauen, Sex mit ihr zu haben - und wir reden hier von sensationellem, welterschütterndem Sex -, ihr einen Zettel zu schreiben, auf dem "Ich liebe dich" steht, und sich dann vom Acker zu machen? Ich kann dir sagen, wer so etwas fertigbringt.

Drew, dem-ich-einen-Tritt-in-die-Eier-verpasse-wenn-ich-ihn-das-nächste-Mal-sehe, Callahan.

Aber das Leben geht weiter. Das rede ich mir jedenfalls ein. Die Zeit bleibt nicht stehen, nur weil mein Herz stillsteht, und ich habe eine Menge Verpflichtungen. Mit den dreitausend Dollar, die ich dafür bekommen habe, dass ich eine Woche lang die Freundin dieses Vollidioten gespielt habe, bin ich sehr gut über die Runden gekommen. Ich habe sogar noch etwas Geld auf meinem Sparkonto. Ich habe meinem Bruder Owen ein paar richtig coole Weihnachtsgeschenke gekauft. Und für meine Mom habe ich auch ein Weihnachtsgeschenk besorgt.

Sie hatte weder für meinen Bruder noch für mich etwas. Nicht mal eine winzige Kleinigkeit. Owen hat mir eine Schale geschenkt, die er in der Schule im Keramikkurs angefertigt hat. Er war so stolz, als er sie mir überreichte. Und auch ein wenig verlegen, vor allem, als ich sein Werk in den höchsten Tönen lobte. Er hatte die Schale in glänzendes Weihnachtspapier gehüllt, so richtig mit Schleife und allem. Ich war hin und weg, dass er sich tatsächlich die Mühe gemacht hatte, selbst etwas für mich zu machen. Die Schale steht nun auf meiner Kommode, und ich bewahre meine Ohrringe darin auf.

Wenigstens einem Menschen bin ich nicht scheißegal.

Meiner Mom hat er nichts geschenkt. Was mich - boshafte Hexe, die ich bin - maßlos gefreut hat.

Der Januar ist angeblich eine Zeit der Genesung. Ein neues Jahr, neue Ziele, Vorsätze, als was immer man es bezeichnen will, wenn sich ein Neuland an hoffnungsvollen Möglichkeiten vor einem erstreckt. Ich habe mein Bestes versucht, dem Jahreswechsel positiv zu begegnen, aber ich musste weinen. Die Uhr schlug zwölf, ich war mutterseelenallein, und die Tränen strömten mir über das Gesicht, während ich im TV den Ballgästen beim Anstoßen zuschaute. Ein bemitleidenswertes, einsames Mädchen, das in sein Sweatshirt heult und den Jungen vermisst, den es liebt.

Der Monat ist bald vorbei, und das ist gut so. Doch gestern Abend überfiel mich schlagartig die Erkenntnis: Statt jeden einzelnen Tag, der mir bevorsteht, zu fürchten, sollte ich ihn lieber auskosten. Ich sollte herausfinden, was ich mit meinem Leben anstellen möchte, und es dann auch in die Tat umsetzen. Wenn ich könnte, würde ich woanders hingehen, aber ich kann Owen nicht im Stich lassen. Ich habe keine Ahnung, wie es ihm ohne mich ergehen würde, und dieses Risiko will ich gar nicht erst eingehen.

Also bleibe ich hier. Und gelobe, das Beste aus meinem Leben zu machen. Ich habe es satt, unglücklich zu sein.

Ich habe es satt, mich selbst zu bedauern. Ich habe es satt, dass ich meine Mutter ständig schütteln möchte, um ihr klarzumachen, dass sie Kinder hat, um die sie sich kümmern sollte. Oh, und dass sie sich endlich einen Job suchen sollte. Den ganzen Tag zu pennen und die Nächte mit Larry, dem Loser, durchzufeiern, ist da nicht gerade hilfreich.

Und ich habe es satt, den Verlust eines schönen und ziemlich verkorksten Typen zu beklagen, der sich unentwegt in meine Gedanken stiehlt.

Ja, das habe ich am allermeisten satt.

Energisch schiebe ich die trüben Gedanken beiseite und gehe zu dem Tisch hinüber, an dem ein Gast darauf wartet, dass

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