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Den Dämonen Nahrung geben Buddhistische Techniken zur Konfliktlösung - Vorwort von Jack Kornfield von Allione, Tsültrim (eBook)

  • Verlag: Arkana
eBook (ePUB)
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Den Dämonen Nahrung geben

Die alte tibetisch-buddhistische Technik der Konfliktlösung wiederentdeckt
Ein Dämon ist nach Tsültrim Allione all das, was uns hindert, frei zu sein: Ängste, Krankheiten, Sorgen, Süchte, negative Gefühle wie Hass und Unzufriedenheit. Im tibetischen Buddhismus gibt es eine Methode, diese oft verdrängten Anteile in uns, die von C.G. Jung summarisch als 'der Schatten' benannt wurden, zu erkennen und durch Akzeptanz zu erlösen. Denn wer seine Dämonen leugnet oder bekämpft, gibt ihnen letztendlich mehr Energie. Wenn wir sie jedoch annehmen und ihnen liebevolle Aufmerksamkeit schenken, können wir sie auflösen. Tsültrim Allione hat eine Technik in 5 Schritten entwickelt, mit der dies gelingt. Über Identifikation (1) und Visualisierung (2) versucht man dabei herauszufinden, was der Dämon braucht, damit er wieder verschwinden kann (3). Im vierten Schritt folgt die Vorstellung der Fütterung des Dämons und zum Abschluss (5) vertieft eine Meditation in Stille den neuen, aufgelösten Zustand. Eines der Bücher, die wahrhaft lebensverändernd wirken können.
- Wirkungsvoll und praktisch wie die Technik, die Byron Katie in ihrem Bestseller 'Lieben was ist' beschreibt
- Techniken zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Schatten
- Mit einem Vorwort von Jack Kornfield

Tsültrim Allione ist eine der ersten Amerikanerinnen, die in der tibetischen Tradition ordiniert wurden. Sie lebte viele Jahre als buddhistische Nonne im Himalaya und studierte bei tibetischen Lehrern, kehrte dann aber in ein weltliches Leben zurück, heiratete und wurde Mutter dreier Kinder. Tsültrim Allione beschäftigt sich intensiv mit den weiblichen Traditionen im tibetischen Buddhismus. Sie ist Gründerin des Meditationszentrums Tara Mandala in Colorado, USA. Als beliebte und angesehene spirituelle Lehrerin besucht sie regelmäßig Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641128326
    Verlag: Arkana
    Originaltitel: Feeding Your Demons
    Größe: 592 kBytes
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Den Dämonen Nahrung geben

Einleitung

Nach konventioneller westlicher Ansicht ist es sicher absurd, wenn wir unseren Dämonen Nahrung geben, wenn wir sie füttern, statt das zu bekämpfen, was uns bedrängt; dabei erweist es sich als erstaunlich effektiver Weg zu innerem Frieden und zur Befreiung. Zu den Dämonen zählen Zwangsvorstellungen, Ängste, chronische Krankheiten und allgemeine Probleme wie Depressionen, Sorgen und Suchtverhalten. Es sind keine blutrünstigen Gespenster, die uns an dunklen Orten auflauern; vielmehr sind es Kräfte in uns selbst, gegen die wir ankämpfen. Es sind innere Feinde, die unsere besten Absichten untergraben. Die Methode, diesen inneren Kräften eine Form zu geben und sie zu nähren, statt gegen sie vorzugehen, ist zum ersten Mal von der buddhistischen Lehrerin Machig Labdrön (1055-1145) 1 im 11. Jahrhundert formuliert worden. Ihre spirituelle Übung nannte sie Chöd , was "durchschneiden" bedeutet. Sie entwickelte diese Meditationsform, die selbst zu ihrer Zeit in Tibet ungewöhnlich war, weiter und erzielte damit so erstaunliche Erfolge, dass sich die Methode bald in allen Schulen des tibetischen Buddhismus großer Beliebtheit erfreute und darüber hinaus ausbreitete.

In der heutigen Welt erleben wir ein Höchstmaß an innerem und äußerem Druck und sind politisch und spirituell stärker denn je zerrissen. Wir brauchen ein neues Paradigma, eine neue Art der Konfliktlösung. Machig Labdröns Strategie, die inneren und äußeren Feinde eher zu füttern als zu bekämpfen, ist eine revolutionäre Möglichkeit der Konfliktbewältigung und führt zu psychischer Integration und innerem Frieden.

1967, im Alter von neunzehn Jahren, hatte ich das Glück, nach Indien und Nepal reisen zu können und die Tibeter kennenzulernen, die dort Zuflucht gesucht hatten, nachdem sie durch den Einmarsch der kommunistischen Chinesen in Tibet ins Exil gezwungen worden waren. Ich entdeckte mein Herz für die Tibeter und kehrte 1969, nach einem sechsmonatigen Aufenthalt im ersten tibetischen, von Chögyam Trungpa Rinpoche gegründeten Kloster in Schottland, nach Indien zurück. 1970 wurde ich von Seiner Heiligkeit dem 16. Karmapa im indischen Bodhgaya als buddhistische Nonne der tibetischen Tradition ordiniert; die anschließenden Jahre waren außerordentlich segensreich für mich, denn ich wurde von vielen großen Meistern unterwiesen, die noch in Tibet ausgebildet worden waren. Wie ich im Folgenden beschreibe, habe ich mich nach einigen Jahren entschlossen, den Nonnenstand wieder aufzugeben. In diese Zeit großer Umbrüche und Ungewissheit fiel meine Einweihung in Chöd. Danach kehrte ich nach Amerika zurück, wurde Mutter und versuchte die tibetische Weisheit in mein Leben als Laie zu integrieren. Damals wurde ich zu Machig Labdröns Biografie (auf Tibetisch) hingeführt, und ihre Lehren gewannen schließlich eine zentrale Bedeutung für mich.

Dass diese Lehren für mich eine so starke Relevanz hatten, bewog mich dazu, einen Weg zu suchen, wie ich ihren Denkansatz Menschen im Westen zugänglich machen konnte. Um Chöd im Westen lehren zu können, entwickelte ich eine Übungsmethode, bei der man die Dämonen visualisiert, mit ihnen ins Gespräch kommt und sie füttert, und diese Methode zeitigte handfeste Erfolge. Nach und nach ging daraus die hier beschriebene Methode der fünf Schritte hervor, das "Füttern der Dämonen", wie ich sie nannte, die meine Schüler unabhängig von der tibetischen Chöd-Übung anwenden. In den vergangenen 25 Jahren - zuletzt bei Chöd- und Kapala-Übungsretreats in unserem Retreatzentrum Tara Mandala in Colorado - habe ich diese Methode der Dämonenfütterung gelehrt, bei der man sich mit dem anfreundet, wovon man sich am liebsten abwendet.

Diejenigen, die diese Methode angewendet haben, berichten, dass dadurch chronische emotionale und physische Probleme wie Angst, Essstörungen, Panikattacken und Erkrankungen verschwanden oder sich stark besserten. Außerdem hat sich

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