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Der Paradiesgarten Gärten der Kraft planen und gestalten von Brönnle, Stefan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2016
  • Verlag: Neue Erde
eBook (ePUB)
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Der Paradiesgarten

Das Urbild des Gartens ist der Paradiesgarten, jener Ort oder Zustand, wo Geist und Materie, Mensch und Natur noch eins waren. Einen solchen Garten kann jeder bei sich zu Hause erschaffen: einen Garten, der Kraft spendet, ein Garten, der Sinn gibt, ein Garten, der zur Erkenntnis verhilft. Stefan Brönnle entfaltet in diesem umfassenden Praxisbuch das ganze Panorama gärtnerischer Konzepte und leitet daraus vielfältige Anregungen ab, wie wir unseren eigenen Garten als eine paradiesischen Ort gestalten können.

Stefan Brönnle, Dipl. Ing. Landespflege (Landschaftsplanung) mit Schwerpunkt Landschaftsökologie, Diplomarbeit zum Thema "Spiritualität und Landschaft". Langjährige Beschäftigung mit Religionswissenschaften. Ausbildung in Radiästhesie, Taijiquan, Technical Remote Viewing sowie verschiedenen Wahrnehmungstechniken. 1993 Gründung der Schule für Geomantie "Hagia Chora". 2006 Gründung der Schule für Geomantie "INANA". Stefan Brönnle ist Inhaber des Büros für geomantische Planung er analysiert, plant und gestaltet Grundstücke und Gärten nach ganzheitlichen geomantischen Kriterien (Geomantie, Feng Shui, Standortastrologie, u.a.). Seit 2011 ist er Dozent an Der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf im Fach "Geomantie und Feng Shui in der Landschaftsarchitektur".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 01.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783890601830
    Verlag: Neue Erde
    Größe: 8086 kBytes
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Der Paradiesgarten

Einleitung

Das Paradies - der Garten als Seelenlandschaft

Und Gott der Herr pflanzte einen Garten Eden gegen Morgen, und setzte den Menschen drein, den er gemacht hatte. Und Gott der Herr ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, lustig anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen...

1. Buch Moses 8, 9

Der erste Kontakt des Menschen mit der Erde, der Materie, geschah gemäß der Bibel in einem Garten, dem Garten Eden, dem Paradies. Das alte persische Wort paiori-daeza bedeutet "schöner eingezäunter Garten". Der Garten Eden wird als abgegrenzt von der "wilden Natur", als ein eigenständiger heiliger Bezirk beschrieben. Er ist von Geist durchdrungen und wird - über den Baum der Erkenntnis - zum Erkenntniswerkzeug des Menschen. Durch ihn, durch den Garten, erkennt er sich selbst als das, was er ist: nackt und von der Natur getrennt.

Doch im Garten erfährt der Mensch auch den Wunsch Gottes, die Erde zu heiligen, die Natur zu erkennen und zu benennen und sie zu gestalten.

Der Mensch gestaltet im Garten ein Stück Natur nach seinem Willen so, daß er sich darin wie in einem Spiegel selbst erkennt. Dieser Drang nach Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung ist es wohl letztlich, der den Menschen über alle Kulturen und Zeiten hinweg bis heute dazu trieb, Gärten anzulegen und zu gestalten. Mal folgte er dazu einem inneren Ideal, einer Vision und versuchte die Natur diesem Ideal anzupassen, mal lauschte er der Natur und suchte eine Gestaltung, die ihr gemäß erschien. Immer aber stand der Wunsch dahinter, ein Stück geistdurchdrungener Natur zu schaffen, ein Stück Erde, welches das Paradies repräsentiert oder mit diesem in Einklang steht. Er nutzte dazu die Kraft der Symbolik, Sympathiemagie, die Erkenntnis der energetischen Gesetze oder auch einfach nur seinen Instinkt.

Ähnlich wie das abendländische Denken versuchte auch der Daoismus über die Gestaltung der Natur in Form von Gärten sich diesem mythischen Urzustand, der Einheit des Menschen mit der Natur, anzunähern. Nach der chinesischen Legende leben die "Unsterblichen" auf Inseln weit draußen im Meer, die wie die sagenumwobene keltische Insel Avalon von Nebeln umhüllt sind. Wem es gelingt, dorthin zu gelangen, der wird in die Reihen der "Unsterblichen", der Heiligen, aufgenommen. Um 140 v. Chr. sandte Kaiser Wu mehrere Expeditionen aus, um die Inseln der Unsterblichen zu finden. Doch keines dieser kostspieligen Unternehmen war von Erfolg gekrönt. So beschloß Wu, die Unsterblichen zu überlisten und sie auf das Festland zu locken, indem er in seinen Gärten die mythischen Inseln nachgestaltete: Er ließ künstliche Seen schaffen, in denen ferne Inseln zu erahnen waren. Seine Gärten sollen mehr als achtzig Quadratkilometer groß gewesen sein und waren mit allerlei Tieren bevölkert.

Noch heute besteht der ideale chinesische Garten zu zwei Dritteln aus Wasserflächen. Denn das Wasser gilt als Speicher der Lebenskraft Qi, jenes "göttlichen Odems", der die Natur und den Menschen gleichermaßen durchdringt und ewiges Leben gibt. Das Land der Unsterblichen mußte wahrlich stark von Qi durchdrungen sein! Aus dem Bestreben, in Harmonie mit sich selbst und der Natur zu leben, wurde in China die geomantische Lehre des Feng Shui ("Wind und Wasser") geboren, die in der Zeit der Han-Dynastie unter dem Namen Kan Yu ("aufsteigendes Land") erstmals zu einer professionellen Kunst zusammengefaßt wurde und im 4. Jahrhundert n. Chr. unter dem Begriff Xiang Di ("die Erde interpretieren") zur eigenständigen Wissenschaft avancierte.

Noch heute ist die chinesische Gartenkunst durchdrungen von den Gesetzen des Feng Shui, und viele Elemente dieser geomantisch orientierten Gestaltungslehre kamen - wie wir noch sehen werden - zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert durch die Übernahme von Teilen der chinesischen Gartenkunst indirekt auch in unsere Gärten.

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