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Der Weg des Schamanen Das praktische Grundlagenwerk zum Schamanismus von Harner, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.10.2011
  • Verlag: Ansata
eBook (ePUB)
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Der Weg des Schamanen

Dieses berühmte, zeitlose Grundlagenwerk von Michael Harner enthält alle wichtigen Informationen über den Schamanismus und seine praktische Anwendung. Der Autor versteht es dabei meisterhaft, dem westlichen Leser die jahrtausendealten Heiltechniken verschiedener schamanischer Kulturen ebenso spannend wie verständlich nahe zu bringen. Er erklärt, was Schamanismus bedeutet und beschreibt ausführlich die Methoden, mit denen jeder in einen Bewusstseinszustand gelangen kann, der in eine andere Wirklichkeit führt. Ein praktischer Weg, gerade für den modernen Menschen, um die eigene Schamanenkraft zu entdecken und diese für ein bewusstes, gesundes und glückliches Leben zu nutzen. Michael Harner (geb.1929, gest. 2018), promovierter Anthropologe, lehrte u.a. in Yale und Berkeley und gilt als einer der weltweit renommiertesten Experten zum Thema Schamanismus. Über 50 Jahre lang betrieb er ausgiebige Feldforschungen in Nord- und Südamerika, in der Kanadischen Arktis, in Lappland sowie in Zentralasien. Die Essenz seiner vergleichenden Studien wird als 'Core-Schamanismus' bezeichnet und bietet einen eigenen Ansatz im Umgang mit Schamanismus, der den Bedürfnissen westlicher Menschen entspricht. Dr. Harner ist Gründer der Foundation for Shamanic Studies, die sich vor allem der weltweiten Bewahrung, der weiteren Erforschung und der Lehre des schamanischen Wissens widmet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 31.10.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641071936
    Verlag: Ansata
    Originaltitel: The Way of the Shaman
    Größe: 1390 kBytes
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Der Weg des Schamanen

Einleitung zur amerikanischen Ausgabe 1999

Seit dem ersten Erscheinen dieses Buches sind fast zwanzig Jahre vergangen, und diese Jahre waren für das Wiedererstehen des Schamanismus höchst bedeutsam.

Zuvor war der Schamanismus überall unaufhaltsam auf dem Rückzug gewesen, denn Missionare, Kolonialherren, Regierungen und kommerzielle Interessen hatten die indigenen Völker und Stämme zurückgedrängt und viele alte Kulturen ausgelöscht. Mit überraschender Kraft ist jedoch in die letzte Dekade der Schamanismus ins menschliche Bewusstsein zurückgekehrt, auch in solchen Hochburgen westlicher Zivilisation wie New York, Wien oder München. Diese Renaissance ging allerdings so subtil vor sich, dass die Öffentlichkeit die Existenz des Schamanismus meist überhaupt nicht bemerkte. Freilich gibt es in den Vereinigten Staaten von Amerika und auch anderswo eine zweite, rasch wachsende Öffentlichkeit. Sie hat die Methoden des Schamanismus aufgegriffen und zu einem Bestandteil ihres täglichen Lebens gemacht. Sie zählt inzwischen viele Tausende von Anhängern.

Diese unerwartete Wiederkehr des Schamanismus hat auch außerhalb der schamanischen Bewegung für Erstaunen gesorgt. So verwunderlich ist das allerdings nicht, denn die Ursachen sind klar erkennbar: Ein Grund für das zunehmende Interesse am Schamanismus ist, dass viele gebildete, denkende Menschen die Epoche blinden Gehorsams ein für alle Mal hinter sich gelassen haben. Sie glauben nicht länger an kirchliche Dogmen und vertrauen, wenn es um spirituelle Angelegenheiten geht, nicht länger irgendeiner Autorität, sondern der einzig wahren - nämlich der spirituellen. Anekdotische, kulturspezifische Berichte aus zweiter oder dritter Hand in Sachen vergleichender Religionswissenschaft befriedigen nicht länger; vor allem bieten sie keine überzeugende persönliche Hilfe. Heutzutage ist Klarheit, sind Beweise gefragt.

Das sogenannte New Age ist ein Produkt des wissenschaftlichen Zeitalters: Die Paradigmen, Vorstellungen und Lösungsansätze zweier Jahrhunderte seriöser wissenschaftlicher Arbeit dringen ungehindert ins persönliche Leben ein. Die Kinder des Wissenschaftszeitalters, zu denen auch ich gehöre, ziehen Ergebnisse aus erster Hand, eigene Beobachtungen und Schlussfolgerungen über die Natur und die Grenzen der Wirklichkeit vor.

Schamanismus ist solch eine Methode für persönliche Experimente, denn bei ihm handelt es sich um eine Technik und nicht um eine Religion.

Ein Produkt dieses Zeitalters der Wissenschaft ist das LSD. Viele, die für sich den Schamanismus entdeckten, haben diesbezügliche Experimente hinter sich, Trips mit psychedelischen Drogen. Sie fanden in den Büchern Carlos Castanedas und anderer ein System, in das sie ihre Erfahrungen einordnen können. Seither wissen sie: Hilfe kommt vom Schamanismus.

Auch die nunmehr weithin bekannten Nahtodeserfahrungen sind Kinder des Wissenschaftszeitalters. Grundlage hierfür ist eine neue Art medizinischer Technologie, die Millionen Amerikaner aus dem klar definierten klinischen Tod ins Leben zurückgeholt hat. Obwohl sie nicht geplant ist, stellt jede Nahtodeserfahrung doch eine Art Experiment dar: in dem Sinne, dass die Weltsicht genauso wie die Vorurteile der "Testperson" geprüft, infrage gestellt und durch die Erfahrung meist nachhaltig beeinflusst werden - vor allem das Wirklichkeitsverständnis und die Einstellung zur Spiritualität.

Die Methoden des Schamanismus erfordern sozusagen "entspannte Disziplin", dazu Konzentration und Ausrichtung auf ein Ziel. Der Schamanismus der Gegenwart verwendet, so wie in den Traditionen der meisten Stammeskulturen, den monotonen Klang von Schlaginstrumenten, um einen veränderten Bewusstseinszustand zu erreichen.

Der große Vorteil dieser klassischen drogenfreien Methode: Sie ist erstaunlich sicher. Wenn den Ausübenden Aufmerksamkeit und Disziplin fehlen, fallen sie einfach in den Zustand des Norma

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