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Der MPU-Ratgeber Hilfe bei Führerscheinentzug und MPU von Altmannsberger, Walter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.03.2012
  • Verlag: Hogrefe Verlag
eBook (ePUB)
14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Der MPU-Ratgeber

Pro Jahr müssen etwa über 100.000 "Verkehrssünder" wegen Alkohol-, Punkte- oder Drogendelikten zur Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung (MPU) - im Volksmund häufig irrigerweise als "Idiotentest" bezeichnet. Viele Betroffene wissen nicht, was sie bei einer MPU erwartet und wie sie ihren Führerschein wieder bekommen können. Der MPU-Ratgeber liefert zahlreiche Tipps, wie Betroffene sich selbst aktiv auf die MPU vorbereiten und damit ihre Chancen auf eine positive MPU schon im ersten Anlauf erhöhen können.

Sicher ist, man bekommt den Führerschein erst wieder, wenn man die Zweifel an der Fahreignung in einer MPU ausräumen kann. Der MPU-Ratgeber liefert wertvolle Anregungen und Tipps dazu, wie Betroffene sich auf die MPU gründlich vorbereiten können. Zahlreiche Beispiele aus der verkehrstherapeutischen Praxis helfen dabei, das Problembewusstsein zu schärfen und schädliche Gewohnheiten nachhaltig zu ändern. Mit diesem Ratgeber verbessern sich nicht nur die Chancen auf eine positive MPU, die ausführlichen Informationen helfen auch dabei, dauerhaft aus "alten Fehlern" zu lernen und sich so viel Zeit, Geld und Ärger zu ersparen.

Pressestimme : "Insgesamt hat das Werk erheblichen Wert für die Qualität der verkehrspsychologischen und -rechtlichen Praxis und gehört deshalb nicht nur in die Hand von Kraftfahrern nach Fahrerlaubnisentzug, sondern sollte für jeden spezialisierten Anwalt, Straf- und Verwaltungsrichter und Verkehrspsychologen jederzeit greifbar sein." Neue Zeitschrift für Verkehrsrecht, 9/2010

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 166
    Erscheinungsdatum: 19.03.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783844423617
    Verlag: Hogrefe Verlag
    Größe: 502kBytes
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Der MPU-Ratgeber

Das Spektrum reicht von leichten Verstößen (Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 bis 30 km/h: 1 bis 3 Punkte) bis hin zu schweren Vergehen (Geschwindigkeitsüberschreitung von 41 bis 50 km/h innerorts: 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot). Bei besonders gravierenden Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung kann auch sofort ein Fahrverbot von 1 bis 3 Monaten verhängt werden. Ordnungswidrigkeiten werden von den Führerscheinbehörden geahndet und in der Verkehrssünderdatei eingetragen. Eine Mitteilung an das Bundeszentralregister (Vorstrafenregister) erfolgt in diesen Fällen nicht. Die Behörden ahnden übrigens zunehmend auch massives Falschparken, selbst wenn es sich "nur" um Ordnungswidrigkeiten handeln sollte. Falls Sie die StVO konsequent missachten und auch Mahnungen ignorieren, kann Ihre Fahreignung in Zweifel gezogen werden. Das heißt dann: MPU.

Auch Verstöße gegen die geltenden Promillegrenzen (mehr als 0,5 Promille) führen zur Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens durch die Führerscheinbehörde und werden mit 4 Punkten, einer Geldstrafe (von 500 bis 1.500 Euro je nach Anzahl der Wiederholungstatbestände) sowie einem Fahrverbot von 1 bis 3 Monaten geahndet. Bei Verstößen gegen Drogengesetze gibt es ebenfalls 4 Punkte, Geldstrafe und ein Fahrverbot. Geht es dagegen um eine Gefährdung des Straßenverkehrs, erkenntlich z. B. durch Fahrfehler wie Schlangenlinien fahren, handelt es sich bereits um einen Straftatbestand (auch schon zwischen 0,3 und 1,09 Promille). Darauf stehen 7 Punkte, eine Freiheitsoder Geldstrafe und der Entzug der Fahrerlaubnis, dazu aber später mehr. 1.2 Absolute Fahruntauglichkeit (bei Alkoholund Drogenfahrten)

Wer mit 1,1 Promille (oder mehr) als Fahrer eines Kfz im öffentlichen Straßenverkehr angetroffen wird, gegen den wird ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dabei erhebt die Polizei Anzeige wegen absoluter Fahruntauglichkeit und Gefährdung des Straßenverkehrs, die dann an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet wird. Bei hinreichendem Tatverdacht wird entweder Anklage erhoben oder ein Strafbefehl ausgestellt. Dieser Sachverhalt gilt auch bei Fahrten unter dem Einfluss illegaler Drogen, wenn Fahrfehler festgestellt werden.

Zu einer öffentlichen Verhandlung kommt es nur, wenn entweder aufgrund der Schwere der Tat Anklage erhoben wird, oder aber wenn Sie gegen den Strafbefehl Einspruch erheben (z.B. wegen der Ihrer Meinung nach zu hohen Geldstrafe oder einer zu langen Sperrfrist). Darüber hinaus wird die Fahrerlaubnis entzogen und die Führerscheinbehörde angewiesen, vor der festgelegten Sperrfrist keine neue Fahrerlaubnis zu erteilen.

1.3 Zum Begriff der Fahreignung

Der Entzug der Fahrerlaubnis ist (anders als beim zeitlich begrenzten Fahrverbot) nicht als Strafe, sondern als Schutz der Allgemeinheit und als Maßnahme der Besserung gedacht. Nach Ablauf der Sperrfrist, die zwischen 6 Monaten und 5 Jahren liegen kann (in Einzelfällen sogar lebenslang), muss die Fahrerlaubnis bei der Führerscheinstelle neu beantragt werden. Diese muss (!) dann in eigener Zuständigkeit prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Neuerteilung vorliegen. Hier kommt der Begriff der Fahreignung zum Tragen:

Im Straßenverkehrsgesetz
2 Absatz 4 ist festgelegt:
Geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen ist, wer die notwendigen körperlichen und geistigen Anforderungen erfüllt und nicht erheblich oder nicht wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder gegen Strafgesetze verstoßen hat (Quelle: StVG).

Bei massiver Gefährdung anderer, wie z. B. bei 1,6 Promille, 18 Punkten in Flensburg, wiederholten Straftaten (auch, aber nicht nur in Zusammenhang mit dem Straßenverkehr wie z.B. Nötigung, Körperverletzung oder Diebstahl) oder bei Beeinträchtigung durch Drogen sowie Medikamenten wird die Fahreignung in Zweifel gezogen. Daher darf die Führerscheinbehörde einem Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis nur stattgeben, wenn diese Zw

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