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Lieben und Loslassen Durch Meditation das Herz öffnen von Mannschatz, Marie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.11.2015
  • Verlag: Theseus
eBook (ePUB)
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Lieben und Loslassen

Der Wunsch, geliebt zu werden, ist uns allen vertraut. Oft erleben wir die Liebe aber als ein Gefühl, das über uns hereinbricht, uns widerfährt - sofern wir Glück haben. Selten erkennen wir, dass Liebe eine entschiedene Absicht, ein aktives Tun erfordert. Die erfahrene Meditationslehrerin Marie Mannschatz beschreibt, wie wir zu einem neuen Verständnis von Liebe, Mitgefühl und Herzenswärme finden und die Kraft entwickeln können, auch wieder loszulassen. Ihr Buch ist ein sehr persönliches Plädoyer für eine neue Kultur der Liebe.

Marie Mannschatz hat mehr als zwei Jahrzehnte in freier Praxis als Gestalt- und Körpertherapeutin gearbeitet. Seit 1978 widmet sie sich buddhistischer Meditation und wurde in den neunziger Jahren von Jack Kornfield zur Meditationslehrerin ausgebildet. Sie lebt in Ahrensburg und lehrt in Europa und den USA.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 04.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783899011852
    Verlag: Theseus
    Größe: 625 kBytes
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Lieben und Loslassen

Lieben

Gefühle sind die Antwort auf erlebte Handlung.
Liebe zeigt sich im konkreten Handeln. Mord aus
Liebe gibt es nicht, und Liebe ohne Gerechtigkeit
gibt es auch nicht.

Jedes Leben braucht Liebe. Wer keine Liebe hat, wird sie suchen. Liebe ist die Wurzel unseres Daseins, die treibende Kraft im Universum. Das Streben nach Liebe prägt unseren Lebensweg.

Obwohl es in unserer Gesellschaft den meisten Menschen in materieller Hinsicht gut geht, erscheint uns das Leben nicht leicht. Der äußere Schein trügt. Viele leiden an körperlichen und psychischen Schmerzen. Die Einsamkeit ist immens. Jedes offene Ohr, jede Zuwendung zu einem anderen Menschen hin ist wichtig, doch liebevolles, mitfühlendes Handeln wird immer seltener. Vor den Bildschirmen der Informationsgesellschaft veröden Menschen in Vereinzelung und Gefühllosigkeit. Der große Hunger nach Liebe wird im Habenwollen von materiellen Gütern ausgelebt, ohne dass er je gestillt werden könnte. Und obwohl jeder Liebe für wunderbar hält, glauben wir letztlich wohl doch an die Unerfüllbarkeit der Liebe. Wir verstehen Liebe meist als ein romantisches Gefühl, das uns überfällt und wieder verlässt wie Stimmungen, auf die wir keinen Einfluss haben.

Die amerikanische Kulturkritikerin Bell Hooks erzählt in ihrem im Jahr 2000 erschienenen Buch All About Love , 2 dass sich ihre Freundinnen und Freunde nervös von ihr abwendeten, wenn sie ein Gespräch über die Liebe beginnen wollte. "Du solltest vielleicht mal zu einem Therapeuten gehen", wurde ihr geraten; alle nahmen an, dass sie heimlich auf Partnersuche sei, weil sie über das Thema Liebe schreiben wollte. Es scheint nicht normal zu sein, öffentlich über die Liebe nachzudenken, aber es ist völlig üblich, sich mit alltäglicher Lieblosigkeit, mit Zynismus und Gewalttätigkeit abzufinden, empört sich Bell Hooks und geht der Frage nach, wo Liebe die Entscheidungen, die gefällt werden, bestimmt - in unseren Freundschaften, in Kultur und Politik, in der religiösen Welt? Die transformative Kraft der Liebe, von der große soziale Bewegungen immer gesprochen haben, scheint heute völlig in Vergessenheit zu geraten. Wir brauchen Klarheit darüber, dass Liebe für unsere Gesellschaft ebenso wichtig ist wie erfolgreiche Arbeit.

In einer Kultur der Liebe würden Werte nicht nur proklamiert, sondern auch umgesetzt werden. Wenn wir verstehen könnten, dass Liebe liebevolles Handeln ist, würden wir uns gegen Entfremdung, Korruption und Trennung wenden, gegen eine Konsumkultur, die vom grenzenlosen Habenwollen bestimmt ist. Würde Liebe bei uns die ethische Grundlage sein, dann hätte jeder das Recht auf Freiheit, Gleichheit und Erfüllung. Die Lust, Dinge zu besitzen würde ersetzt werden durch die Lust, Verbindung aufzunehmen, wir würden einfacher und genügsamer leben und dabei zufriedener sein. Die Frage "Wie finde ich jemanden, der oder die mich liebt?" würden wir verwandeln in "Wie kann ich eine Liebende, ein Liebender werden?"

Gefühle sind die Antwort auf erlebte Handlung. Liebe zeigt sich im konkreten Handeln. Mord aus Liebe gibt es nicht, und Liebe ohne Gerechtigkeit gibt es auch nicht.

Doch unsere Unwissenheit über die Liebe ist groß. Es besteht wenig Bewusstsein von der Notwendigkeit, Liebe zu üben und eine Kultur der Liebe zu entwickeln. In unserer Kultur wird alles diskutiert, es gibt Selbsthilfegruppen und Internet-Chat-Groups zu jedem erdenklichen Thema, aber im öffentlichen Gespräch der Gegenwart taucht nur ein sehr begrenzter Aspekt der Liebe auf. In Schlagern, in Hollywood-Filmen und Hochglanzmagazinen wird vor allem die Sehnsucht nach Intimität vermarktet und allzu gern wird Sexualität mit Liebe gleichgesetzt. Wie die Sehnsucht erfüllt wird, wie Liebe sich im Alltag verwirklichen kann, erfahren wir nur selten.

Bell Hooks hat beobachtet, dass die meisten Menschen erwarten, durch Liebe in ein dauerhaftes Hochgefühl versetzt zu

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