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Mehr Kraft zum Loslassen Tägliche Meditationen zur inneren Heilung von Beattie, Melody (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.05.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
10,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Mehr Kraft zum Loslassen

Mit Reflexionen und Meditationen für jeden Tag bringt die Bestsellerautorin Melody Beattie uns heilsam durch das Jahr. Ein neuer Klassiker der Selbsthilfe-Literatur, wärmend wie eine gute Tasse Tee, aber auch aufregend wie ein Fallschirmsprung, bei dem man ganz loslassen muss.

Melody Beattie hat einige Klassiker der Selbsthilfe-Literatur verfaßt. Nimm dich endlich, wie du bist schließt inhaltlich an ihren größten Erfolg 'Codependent no more' an, allerdings handelt es sich hier, wie schon bei dem Vorgängertitel 'Kraft zur Selbstfindung', um ein Reisetagebuch, das auch die Reise nach innen beschreibt. Beatties neues Buch entspricht der persönlichen Entwicklung und dem menschlichen Wachstum einer Frau, die erkannt hat, daß es meist keine einfachen Lösungen gibt im Leben.
'In mancherlei Beziehung ist 'Nimm dich endlich, wie du bist' der Folgeband oder auch eine Ergänzung zu Codependent No More. Es ist ein Guide für all diejenigen, die dem Geistigen auf der Spur sind, wenn man so will ein Handbuch der Jahrtausendwende.' (Melody Beattie)
Die Autorin, die vor acht Jahren ihren Sohn verlor,lebt in Malibu, Kalifornien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 12.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641146849
    Verlag: Heyne
    Größe: 806 kBytes
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Mehr Kraft zum Loslassen

Rufen Sie Juchhu!

1. FEBRUAR

Ich schlüpfte in meinen Fallschirmspringeranzug und ging zum Flugzeug. Erneut hatte ich mich zum Absprung gerüstet. Meine Hände waren bereits feucht, und ich spürte das Zittern in meinen Lippen. Warum nur tat ich mir das alles immer wieder an?

In der Maschine begann ich meine routinemäßigen Vorbereitungen. Ich brauche das nicht zu tun, sagte ich mir . Ich springe freiwillig ab, niemand zwingt mich dazu . Da ich mir vor den anderen, erfahreneren Fallschirmspringern keine Blöße geben wollte, überspielte ich meine Angst durch nervöse Bewegungen. Ich fummelte am Höhenmesser und am Riemen meines Helmes herum.

Ich wollte meinem Trainer mitteilen, dass ich wegen eines Herzanfalls nicht springen könne, wusste aber, dass er mir nicht glauben würde. Meine Angst steigerte sich zu einer Panik, die ich nicht mehr im Griff hatte.

Ein Freund, der mir gegenübersaß, beobachtete mich. "Wie fühlst du dich, Mel?", fragte er.

"Mir ist mulmig", antwortete ich.

"Rufst du Juchhu! ?", fragte er.

"Was meinst du?", fragte ich zurück.

"Wenn du zur Tür kommst und abspringst, rufst du Juchhu! , dann wirst du keinerlei Probleme haben."

Ich ging zur Tür, lehnte mich nach vorn und wartete auf das Nicken meines Trainers, das mir zu verstehen gab, dass er bereit war für das Startkommando.

"Auf die Plätze", sagte ich. "Fertig." Dann schrie ich aus Leibeskräften "JUCHHU!" – so laut, dass die Fallschirmspringer im hinteren Teil des Flugzeuges mich hörten.

Mein Trainer sprang mir nach und brachte sich mir gegenüber in Stellung. Ich schaute ihn an und grinste, grinste noch mehr. Deshalb also tue ich das, dachte ich . Weil es so viel Spaß macht.

Es war der beste Sprung meines Lebens.

Wir springen ins Unbekannte – zum Beispiel, wenn wir ein Kind bekommen oder eine neue Arbeit beginnen.

Manchmal jedoch entscheiden wir uns nicht für eine bestimmte Erfahrung. Ich erinnere mich, wie ich nach Shanes Tod auf der Bettkante im Krankenhaus saß und wusste, dass die Reise, auf die ich mich nun begab, keinesfalls berauschend sein würde. Gott, ich will das nicht durchmachen, dachte ich . Es wird nicht nur drei Monate oder ein Jahr dauern. Damit werde ich für den Rest meines Lebens zurechtkommen müssen. Und ich erinnere mich auch, wie ich nach der Scheidung vom Vater meiner Kinder auf dem Parkplatz vor dem Gerichtsgebäude stand. Ich holte tief Luft, fühlte mich erleichtert und frei. Der nächste Atemzug aber erfüllte mich mit Angst und Schrecken. Mein Gott, ich war jetzt eine schwache allein erziehende Mutter mit zwei Kindern.

Manchmal springen wir freiwillig aus der Tür, dann wieder werden wir hinausgestoßen.

Empfinden Sie Ihre Angst, und lassen Sie sie dann los. Sie bezeugt nur unsere Voreingenommenheit gegenüber der Zukunft. Nachdem wir alle Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten in Betracht gezogen haben, beschließen wir im Voraus, dass uns das Schlimmste widerfahren wird. Befreien Sie sich also von dieser panischen Angst.

Seien Sie unruhig, nervös, wenn Sie nicht anders können. Fragen Sie sich, was Sie hier eigentlich tun. Gehen Sie dann zur Tür und geben Sie das Startkommando. Entdecken Sie, wie vergnüglich es sein kann, ins Unbekannte zu springen und die Hochstimmung zu empfinden, die aus intensiver Lebendigkeit resultiert.

Hilf mir, Gott, tief durchzuatmen und Juchhu! zu schreien.

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