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Faszien - kompakt Training für das Bindegewebe von Slomka, Gunda (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.11.2015
  • Verlag: Meyer & Meyer
eBook (PDF)
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Faszien - kompakt

Ein Buch, welches anwenderfreundlich das Zusammenspiel von Faszien, Muskeln und Nerven erklärt. Es wird ein Verständnis für das umfangreiche Netzwerk von Bindegewebsstrukturen aufgebaut. Faszien, die alles umspannende, durchdringende, formgebende, mit Flüssigkeit durchtränkte, sowohl elastische, wie auch Festigkeit gebende Struktur fand in bisherigen Trainingskonzepten kaum Beachtung. Auf 5 Trainingssäulen basierend stellt das Buch vielzählige Praxisideen vor, die das aktuelle Wissen um die Faszien in den Kontext bestehender Trainingssysteme eingliedert. Bestehende Trainingssysteme zum Training der Muskeln, des Nervensystems oder der Versorgung durch die Flüssigkeitssysteme des Körpers (Herz-Kreislaufsystem) finden ihre Ergänzung und Verbindung durch das fasziale Netzwerk. Dieses Kompaktbuch zum Thema Faszien stellt einen großen Übungskatalog vor, der die Zellen des Bindegewebes zur Neubildung und Regeneration anregt. Faszientraining als Jungbrunnen für das Gewebe! Als Biologin, Sportwissenschaftlerin und Sporttherapeutin im Bereich Orthopädie und Rheumatologie (DVGS) ist Gunda Slomka heute als internationale Referentin, Ausbilderin und Presenterin aktiv. Ihr Wissen aus über 20 Jahren Unterrichtspraxis und den vielfältigen Aus- und Fortbildungen, im trainingswissenschaftlichen und therapeutischen Bereich, machen sie zur Expertin für die Bereiche Kraft- und Beweglichkeitstraining. Gunda entwickelt präventive Trainingskonzepte mit therapeutischem Anspruch. Immer der Idee folgend, den Körper belastbar und beschwerdefrei zu machen und mit einer entsprechend hohen körperlichen Lebensqualität durch das Leben zu gehen. Gunda schreibt Fachbücher, produziert Trainings DVDs und unterstützt als Expertin, Beraterin und freie Mitarbeiterin ROBINSON Events.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 02.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840311321
    Verlag: Meyer & Meyer
    Größe: 6976 kBytes
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Faszien - kompakt

IV.A Am Anfang steht die Haltung

Faszien formen, unterstützen, halten, ... passen sich an die Gewohnheitsmuster des Bewegungsalltags an. Sie können eine aufrechte Körperhaltung spannungsvoll unterstützen oder aber Fehlhaltungen fixieren und damit Bewegungen und Versorgung einschränken. Eine aufrechte Körperhaltung gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Die Wirbelsäule ist ein System aus 24 beweglichen Wirbelkörpern. In ihren drei Abschnitten, Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule, sind sie zu unterschiedlichen Anteilen beweglich.

Die Wirbelsäule kann sich beugen (Flexion), sich strecken und "über"-strecken (Extension), sie kann rotieren (vom Kopf zum Steiß in abnehmendem Ausmaß) und sie kann sich zur Seite neigen (Lateralflexion).

In der Gesamtheit aller Einzelsegmente bildet die Wirbelsäule den beweglichsten Teil des Körpers. Dieses axiale knöcherne Gerüst ist alles andere als eine starre Säule. Vielmehr ein mobiles Spannungsnetzwerk.

Immer wieder begibt man sich auf die Suche nach der "optimalen Form" der Wirbelsäule. Bekannt ist die doppelläufige S-Form, die sich aus mehr oder minder großen Kyphosen und Lordosen zusammensetzt. Ebenso ist bekannt, je näher der Körper an der idealen Senkrechten gehalten und bewegt wird, desto weniger Scherkräfte wirken auf die Gelenke.

Schon gewusst?

"Sobald der fast sieben Kilo schwere Kopf über einen chronisch nach vorn geneigten Nacken zu weit vorn auf den Füßen lastet, wird das Quergewölbe im Fuß zusammenbrechen" (Schwind, 2014).

Die Wirbelsäulenbelastung nimmt also bei Bewegungen, wie Rotationen, Flexionen, Extensionen und Lateralflexionen, die von der axialen Ausrichtung abweichen, zu. Studien zeigen, dass eine aufrechte Haltung mit neutraler Ausrichtung von Brustkorb, Lende und Becken mit weniger Rückenschmerzen korreliert.

Statische Haltung wirkt sich jedoch negativ auf die Stoffwechselsituation aus. Sowohl die Durchblutungssituation wie auch der gesamte Flüssigkeitsaustausch im Körper reduzieren sich.

Gerade für Personen mit sporadischen oder chronifizierten Rückenproblemen kann dieser verringerte Metabolismus Probleme machen. Versorgung, Austausch, An- und Abtransport von Nähr- und Schadstoffen ist die Basis eines gesunden, schmerzfreien Körpers. Es gilt, das "goldene" Mittelmaß zu finden.

Zurückführend auf Ida Rolf wird häufig Folgendes zitiert (Brecklinghaus, 2010):

It's about movement, not about posture.

(Es geht um Bewegung, nicht um Haltung.)
Die aufrechte Haltung
Die individuelle Schwingung der Wirbelsäule gibt immer wieder Anlass zur Diskussion. Aus vielerlei Gründen ist es gut, diese Schwingung als "Stoßdämpfer" zu besitzen. Warum ein Hohlkreuz häufig dennoch als schadhaft bezeichnet wird, ist kaum nachvollziehbar. In Wirklichkeit ist ein flacher Rücken des erwachsenen Menschen wesentlich stärker belastet, als eine Wirbelsäule mit physiologischen Schwingungen.

Schon gewusst?

In vielen Rückenschullehren werden kleine Kinder als positives Beispiel für "gesundes" Bückverhalten herangezogen. Ein gerader Rücken steht für haltungskonformes, belastungsminimierendes Bücken.

Kleine Kinder allerdings haben noch keine ausgeprägte doppel-S-förmige Wirbelsäule. Diese bildet sich erst im Laufe der Kindheit aus. Die zunächst noch recht steil gestellte Wirbelsäule zieht es nach sich, dass auch die Lumbodorsalfaszie (Lendenfaszie) noch nicht vollständig entwickelt ist. Die Schlussfolgerung ist, dass Kleinkinder ausschließlich in der Lage sind, die Wirbelsäule in aufrechter Position zu bewegen. Der Variantenreichtum der Wirbelsäulenbeweglichkeit muss sich zunächst entwickeln.

©Fotolia - K.Anisko

Eine aufrechte Haltung wird durch:

die Kraft der Muskulatur,

- Stabilisation und Bewegung

die Ansteuerung d

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