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Fett! Unterhaltsames und Informatives ber fette L gen und mehrfach unges"ttigte Versprechungen von Gonder, Ulrike (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.05.2010
  • Verlag: S.Hirzel Verlag
eBook (ePUB)
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Fett!

Fett ist der Feind! So lautet das Dogma von Gesundheitsaposteln und Ern"hrungspropheten. Nur Fett macht fett, verk nden sie unverdrossen. Was aber, wenn dies alles bloá eine dicke L ge ist und fettarme Kost das Leben zwar Geschmackloser, aber nicht ges nder macht? Ulrike Gonder r"umt auf mit hartn"ckigen Irrt mern. Ihr Credo: Unser K"rper braucht Fett. Und: Vor Lustverzicht muss gewarnt werden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 232
    Erscheinungsdatum: 28.05.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783777617879
    Verlag: S.Hirzel Verlag
    Größe: 1961 kBytes
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Fett!

2 Fette
Gegenwart

Immer mehr Dicke beunruhigen die Gesundheitsexperten - Macht Fett fett? - Macht fettarm schlank? - Fettarm in die Kohlenhydratfalle: wozu die Angst vor dem Fett führen kann - Abnehmen ist gesund, oder? - Abnehmen mit Fett
Fette Geschäfte

Im Jahr 2002 haben in Europa 230 Millionen Menschen versucht, abzunehmen. Zu diesem Zweck gaben sie rund 100 Milliarden Euro für fettarme Wurst, mageren Käse, kalorienreduzierte Fertiggerichte, Pulverdiäten oder Diät-Schokoriegel aus. Besonders beflissen waren wir Deutschen, uns war der Kampf um den Hüftspeck alleine 20 Milliarden Euro wert, gefolgt von den Engländern mit umgerechnet gut 15 Milliarden Euro. Sogar in den Gourmetländern Europas, Italien und Frankreich, klingelten je 14 Milliarden Euro in den Kassen der Diätprodukte-Hersteller. 1

Meist bleibt die Kundschaft treu, denn der Erfolg all dieser Bemühungen und Investitionen ist äußerst bescheiden: Nur einer von 50, die erfolgreich abnehmen, hält sein Gewicht mindestens ein Jahr. 5 Gesamtgesellschaftlich geht der Trend genau in die andere Richtung: Wir werden immer fetter. Nicht nur in den Industrienationen, auch in China und vielen Schwellenländern werden Hüften und Bäuche immer umfangreicher. Selbst in den Städten der Entwicklungsländer nimmt mit dem Wohlstand auch der Umfang der Leibesmitte zu. In den USA sind die Zahlen in relativ kurzer Zeit explodiert: Nur noch einer von drei erwachsenen Amerikanern ist schlank oder normalgewichtig. Die beiden anderen sind entweder übergewichtig oder sogar fettsüchtig (adipös). Damit hat sich die Rate der Dicken binnen 20 Jahren verdoppelt. 2

Besonders beunruhigt sind die Gesundheitsexperten auch hierzulande darüber, dass immer mehr Kinder zu dick sind: 15 % der 3- bis 17-Jährigen, darunter gut 6% adipöse. 108 Und weil Dicksein nicht nur ein kosmetisches und psychisches Problem darstellt, sondern auch ein wichtiger Risikofaktor für eine ganze Reihe von Zivilisationskrankheiten ist, werden wir in Zukunft wohl auch immer mehr Depressive, Diabetiker, Herz- und Krebskranke zu versorgen haben. Tatsächlich leiden heute bereits Schulkinder - dicke Schulkinder wohlgemerkt - am so genannten Alterdiabetes. 90 Wie der Name sagt, trat diese Form der Zuckerkrankheit früher nur bei älteren Übergewichtigen auf. Lässt sich die befürchtete "Epidemie des Übergewichts" aufhalten?

Hintergrundwissen

Normalgewicht, Übergewicht, Adipositas

Die Beurteilung des Körpergewichts erfolgt heute anhand des so genannten Body-Mass-Index (BMI = Körpermasse-Index). Der BMI wird folgendermaßen errechnet:

Im Kopf lässt sich das kaum bewerkstelligen. Entweder benutzt man einen Taschenrechner oder eine Tabelle, die anzeigt, welche Größe und welches Gewicht zu welchem BMI gehört. Nun muss man noch wissen, welcher BMI für Normal-, Unter- oder Übergewicht steht. Gängig ist folgende Einteilung:

BMI unter 20 Untergewicht
(Models; weniger als 5 % der Über-45-Jährigen) BMI 20 bis unter 25 Normalgewicht
(ca. ein Viertel der Über-45-Jährigen) BMI 25 bis unter 30 leichtes Übergewicht
(ca. die Hälfte der Über-45-Jährigen) BMI ab 30 Adipositas/Fettsucht
(ca. ein Viertel der Über-45-Jährigen) 35

Manchmal werden die Grenzen auch altersabhängig definiert, sodass bei älteren Menschen ein BMI bis zu 29 als normal gilt. Für Kinder gibt es Spezialtabellen.
Fettauge sei wachsam

Für Professor Volker Pudel von der Uni Göttingen war die Sache klar. Sein Credo: Fett macht fett - Kohlenhydrate machen fit. 3 Und so beglückte er seit 1989 die

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