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Risiko Milch Wie ein Grundnahrungsmittel unsere Gesundheit ruiniert von Hamilton, Alissa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.01.2017
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Risiko Milch

Die Annahme, Kuhmilch sei für uns Menschen gesund und lebenswichtig, ist in unserer Gesellschaft tief verwurzelt. Mit Slogans wie 'Milch macht müde Männer munter' oder aufwendigen Kampagnen, in denen Promis mit Milchbart posieren, hat die Werbung alles Mögliche getan, um diesen Glauben zu stärken. Doch mittlerweile sind erhebliche Zweifel aufgekommen. Denn dass 75 Prozent aller Erwachsenen unter Laktoseintoleranz leiden, kann kein Zufall sein. Dieses Buch räumt auf mit dem Milch-Mythos. Eindringlich führt uns die Autorin vor Augen, wie das 'weiße Gold' unserer Gesundheit und Umwelt schadet und welche Rolle wirtschaftliche Interessen dabei spielen. Weg mit dem Milchbart - vegan ist das neue vegetarisch! Dieser Titel ist bereits unter dem Titel "Die Milch macht's!" im Riemann Verlag erschienen. Alissa Hamilton ist Ernährungswissenschaftlerin und Wissenschaftsjournalistin und forscht am Institute of Agriculture and Food Policy in Toronto.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 16.01.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641214036
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Got Milked: The Great Dairy Deception and Why You'll Thrive Without Milk
    Größe: 620 kBytes
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Risiko Milch

1 Die Milchlandschaft

Die Protagonisten der nordamerikanischen Milch-Lobby

Die Kuhmilch, die heutzutage in den Kühlregalen und -abteilungen der großen Supermärkte steht, ist nicht mehr die, die unsere Großmütter tranken.

Neulich hat mein Freund Don Orangensaft aus dem Supermarkt mit Milch verglichen. Er weiß, dass fast alles, was man heutzutage fertig abgepackt zu kaufen bekommt, so weit weg vom Baum ist, dass der vertraute Saftgeschmack eher von Geschmacksingenieuren als von frisch gepressten Orangen stammt. Aber um Himmels willen, "Milch ist Milch!", sagte er, bevor er mit einem naiven "oder?" einen kleinen Rückzieher machte. Don glaubte allen Ernstes, dass man, wo man auch ist und in welchen Supermarkt man auch geht, darauf vertrauen kann, dass Milch gleich Milch ist. Ich bat ihn um Verzeihung, aber ich konnte einfach nicht anders. Ich musste in diese Seifenblase hineinstechen. Milch ist keine klare, unverfälschte Sache mehr.

MODERNE MILCH AUS DER MASSENPRODUKTION

Die unermüdliche Vermarktung von Milch als Grundnahrungsmittel hat aus dem einstigen Produkt mit eindeutiger Identität eines mit vielen rätselhaften Erscheinungsformen werden lassen. Milch gibt es in vielen Variationen:

mager bzw. fettfrei: Fettgehalt zwischen 0 und 0,5 und im Durchschnitt 0,1 Prozent
fettarm: Fettgehalt von 1 Prozent
teilentrahmt oder halbfett: Fettgehalt von etwa 1,7 Prozent
fettreduziert: Fettgehalt von 2 Prozent
Standard-Vollmilch: Fettgehalt von 3,5 Prozent
natürliche Vollmilch: Fettgehalt von 4 Prozent
Außerdem gibt es Sorten mit Geschmack. Doch diese sind uns weniger vertraut, als sie es auf den ersten Blick erscheinen mögen. 1

Einer Sorte mit 3,5 Prozent Fett den Namen "Vollmilch" zu geben ist zum Beispiel falsch. Auch wenn das Produkt anfangs "Vollmilch" war, wurde im Verarbeitungsprozess Fett entfernt und wieder hinzugefügt, um sie auf den "vollen" Fettgehalt zu bringen.

Es gibt beinahe ebenso viele Verfahren zur Milchverarbeitung, wie es Sorten mit unterschiedlichem Fettgehalt und Geschmacksrichtungen gibt.

Um die Bezeichnung "Milch" tragen zu dürfen, muss sie nach den Vorgaben der amerikanischen Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln (Federal Food and Drug Administration , FDA) pasteurisiert sein. 2

Pasteurisierung ist in der Regel der erste Verarbeitungsschritt, dem die Milch nach Verlassen des landwirtschaftlichen Betriebs unterzogen wird. Doch sie erfolgt nicht mithilfe einer einzigen Methode. Die drei wichtigsten Verfahren sind: die Kurzzeiterhitzung (High Temperature/Short Time, HTST); die Dauererhitzung und die Ultrahocherhitzung (Ultra-high Temperature, UHT). Beim HTST-Verfahren wird die Milch mindestens 16 Sekunden lang auf 72 Grad Celsius erhitzt. Bei der Dauererhitzung wird mit einer niedrigeren Temperatur von 62 Grad Celsius gearbeitet, dafür dauert die Pasteurisierung mit dreißig Minuten deutlich länger. Und bei der Ultrahocherhitzung passiert, was der Name schon sagt: Die Milch wird ein paar Sekunden lang einer extrem hohen Temperatur von 138 bis 158 Grad Celsius ausgesetzt.

Wenn der Pasteurisierungsvorgang abgeschlossen ist, ist die Milch meistens zugleich auch homogenisiert, obwohl dies aus den Angaben auf der Packung nicht immer eindeutig hervorgeht. Das heißt, sie wird aufgerührt und dann unter hohem Druck durch winzige Düsen gespritzt, so dass es zu einer Zerkleinerung der Fetttröpfchen kommt. Den Milchverarbeitern gefällt diese Technologie aus verschiedenen Gründen: Es erleichtert ihnen, große Mengen Milch von verschiedenen Farmen zu mischen und doch ein im Hinblick auf die Beschaffenheit und den Fettgehalt einheitliches Produkt zu erhalten. Zudem wird die Haltbarkeit dadurch erhöht. Manche Forscher haben jedoch auf negative Begleiterscheinungen des Ve

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