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Oertel-Bauers Heilpflanzenbuch von Oertel, Adolf (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2013
  • Verlag: Reprint-Verlag-Leipzig
eBook (ePUB)
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Oertel-Bauers Heilpflanzenbuch

Adolf Oertel, kgl. preußischer Garteninspektor aus Halle (Saale), und Eduard Bauer, Privat-Verleger aus Unkel am Rhein, schufen mit ihrem Heilpflanzen-Taschenbuch eines der erfolgreichsten Nachschlagewerke der Naturheilkunde. Nach seinem ersten Erscheinen im Jahr 1908 erreichte es bald eine sechsstellige Auflage. Adolf Oertel trat außerdem noch mit einem kleinen Buch über die Tabakpflanze in Erscheinung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 01.06.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783826240041
    Verlag: Reprint-Verlag-Leipzig
    Größe: 4810 kBytes
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Oertel-Bauers Heilpflanzenbuch

DIE ANWENDUNG

I n Bezug auf die Anwendung der Heilkräuter hat man auf Alter, Geschlecht, Körperbeschaffenheit, Gewohnheit und Lebensweise Rücksicht zu nehmen; ebenso spielt Klima und Jahreszeit eine Rolle beim Teetrinken. Ein Mensch mit schwacher Körperbeschaffenheit darf nicht dieselbe Menge Tee trinken, wie ein kräftiger Mensch. Ebenso darf man einem Kinde nicht soviel reichen, als einem Erwachsenen. Daher erhalten kräftige und abgehärtete Leute selbstredend mehr als schwächliche und verweichlichte. Die Teekuren haben ganz besonders im Frühjahre und im Herbste eine sehr heilsame Wirkung.

Tagesportion (allgemein) 1-2 kleine Tassen

- 24-60 Jahre

volle Tagesportion,

- 14-23 Jahre

zwei Drittel der vollen Tagesportion,

- 7-13 Jahre

die Hälfte der vollen Tagesportion,

- 4- 6 Jahre

ein Drittel der vollen Tagesportion,

- 1- 3 Jahre

noch geringere Tagesportion.

Frauen trinken während der Periode keinen Tee, wenn er nicht als förderndes oder stillendes Mittel der Blutung dienen soll. Fieberkranke sollen den Tee stets kalt trinken, aber auch im allgemeinen wirkt der Tee, kalt getrunken, ebenso gut als warm. Tee muß jedoch warm getrunken werden bei krampfhaften Zuständen oder wenn Erwärmung oder Schweißerzeugung, z.B. bei Erkältungen, damit hervorgerufen werden soll.

Der Bitterstoff, der in den verschiedenen Teearten enthalten ist, verbessert und unterstützt die Magensäfte und erzeugt gutes Blut. Wer bittern Tee nicht oder nur schlecht zu trinken vermag, der denke an das Sprichwort:

"Was bitter dem Mund - ist dem Herzen gesund!"

"Trinkst du das Süße mit Lust - trinke das Bittere mit Mut!"

Man beachte, daß Tee ohne Zuckerzusatz eine weit größere Wirkung erzeugt als mit demselben, ausgenommen in den Fällen, wo ein Zusatz von Honig besonders empfohlen ist, z.B. bei Hals- und Brustkrankheiten zur besseren Schleimlösung, wo er heilbringend und kräftigend wirkt. Dem Frühstück oder Abendtee kann man nach Geschmack Zucker oder Milch zusetzen.

Bei der Verwendung von Heilkräutern benutzt man am vorteilhaftesten Kräuter des letzten Jahrganges, weil die älteren Kräuter an würzigem Geruch und auch an Heilkraft verlieren. Am besten verwende man mehrere Teesorten zusammen. Hierdurch wird eine weit bessere und kräftigere Heilwirkung hervorgerufen als bei dem Gebrauch von nur einer Sorte. Außerdem übt der gemischte Tee einen weit wohltuenderen Einfluß auf den ganzen Körper aus, sodaß der Erfolg um so größer ist. Ist man genötigt, längere Zeit Tee zu trinken, so ist es ratsam, von 8 zu 8 Tagen eine andere Mischung zu nehmen. Sollte sich in der ersten Zeit der Kur oder des regelmäßigen Teegenusses eine Verschlimmerung der bestehenden Krankheitserscheinungen und Beschwerden zeigen, so ist dies ein untrügliches Zeichen, daß die Kur einschlägt und die Krankheitsstoffe im Körper bekämpft und aufrüttelt; deshalb ist um so treuer auszuhalten und die Kur fortzusetzen. Vorzugsweise gut wirkt der Tee, wenn er morgs. nüchtern getrunken wird, sonst gilt als Regel ca. 1-2 Std. vor oder nach dem Essen.

Am wirksamsten aber ist der Tee, wenn er tagsüber schluckweise - alle 1-2 Stunden 1 Eßl. - genommen wird. Mit diesem stdl. schluckweisen Einnehmen wird dem Magen nur eine kleine Menge zugeführt. Die Wirkung ist eine gleichmäßigere und anhaltendere; während größere Mengen, in längeren Zwischenräumen genommen, nicht genügend verarbeitet werden und deren Wirkung zum Teil verloren geht. Bei chronischen Leiden, z.B. Diarrhoe, wo alle möglichen Mittel oft jahrelang ohne Erfolg angewandt wurden, hat der T

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