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Treffen sich zwei Knochen Fit und gelenkig bis ins hohe Alter. Das Buch der gesunden Gelenke von Pfeifer, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2016
  • Verlag: Westend Verlag
eBook (ePUB)
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Treffen sich zwei Knochen

Arthrose trifft jeden - Bewegung ist alles Wie kostbar die Gabe ist, sich schmerzfrei zu bewegen, begreifen wir in der Regel erst, wenn es in den Gelenken zwickt und schmerzt, weil uns Arthrose oder Arthritis (also Rheuma) zu schaffen machen. Aber was genau schmerzt da eigentlich, und warum? Eine anschauliche und faszinierende Einführung in unseren Bewegungsapparat und seine Zipperlein - von der Diagnose über die Therapie bis zur Vorbeugung. Gehen, Sitzen, Liegen, Aufstehen, Bücken, Heben, Werfen, Knien, Kauen, Schreiben - nichts davon funktioniert ohne Gelenke. Und nur gesunde Gelenke machen unsere erstaunliche und vielfältige Beweglichkeit zu einer schmerzfreien Angelegenheit. Leider sind Gelenkbeschwerden jedoch die Volkskrankheit Nummer 1. Aber was genau schmerzt da eigentlich, und warum? Wie ist ein Gelenk aufgebaut und wie funktioniert das Zusammenspiel von Knochen, Knorpel, Bändern und Nerven, das unsere Gelenke zu wahren Wunderwerken der Evolution macht? Was nehmen unsere Gelenke übel? Wie kann die Medizin helfen? Und wie können wir selbst unseren Gelenken Gutes tun? Der erfahrene Orthopa?de Thomas Pfeifer nimmt uns mit auf eine faszinierende Entdeckungsreise durch unseren Bewegungsapparat. Thomas Pfeifer Studium der Medizin in Padua, Aachen, Münster und an der MLU München. Facharztausbildung an der LMU München und im Klinikum Großhadern. Gastarzt am Massachusetts General Hospital der Harvard Medical School in Boston. Stipendium der Deutschen Forschungsgesellschaft an der Schulthess Klinik Zürich. Seit 1992 in eigener Praxis in Frankfurt niedergelassen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 01.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864896293
    Verlag: Westend Verlag
    Größe: 4125 kBytes
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Treffen sich zwei Knochen

3 Die Gelenke

Welche Teile unseres Skeletts nennen wir eigentlich Gelenke und wie viele haben wir davon?

Im engeren Sinne sind es etwa 122:

2 Kiefergelenke (die übrigens in Deutschland nicht zum Tätigkeitsfeld der Orthopäden gehören, sondern zu dem der Zahnärzte. Wegen ihrer großen Kompliziertheit sind sie die einzigen, die man nicht ersetzen kann. Also die Kiefergelenke, nicht die Zahnärzte.)
Ca. 48 kleine Wirbelgelenke (Die Zahl dieser "unechten Gelenke" ist nicht bei allen Menschen gleich.)
2 Schultergelenke
2 Schultereckgelenke
2 Ellenbogengelenke
2 Handgelenke
2 Daumensattelgelenke
10 Fingergrundgelenke
8 Fingermittelgelenke (Die Daumen haben kein Mittelglied.)
10 Fingerendgelenke
2 Hüftgelenke
2 Kniegelenke
2 Sprunggelenke
10 Zehengrundgelenke
8 Zehenmittelgelenke (Die großen Zehen haben ebenfalls kein Mittelglied.)
10 Zehenendgelenke
Im Griechischen heißt das Gelenk arthros - unschwer zu erkennen also, woher die Wörter Arthrose und Arthritis stammen. Arthros - das hört sich ehrwürdig an. Ein bisschen wie Atlas , der Riese, der auf seinen Schultern die ganze Erde trug. Mit den beiden R und dem T klingt arthros ein wenig knarrend. Wenn wir zur Welt kommen, knarrt es aber überhaupt noch nicht, wie die unglaubliche Beweglichkeit von Kindern beweist.

Schauen wir uns also das gesunde Gelenk, mit dem wir zur Welt kommen, einmal genauer an.
Was soll das Ganze? Und wie sieht die Konstruktion aus?

Sie erinnern sich, die herausragenden Eigenschaften eines Gelenks sind:

Es verbindet zwei Knochen.
Es ist beweglich.
Die Bewegung soll schmerzfrei sein.
Unsere Knochen und Gelenke sowie die dazugehörigen Weichteile sorgen dafür, dass wir uns zielgerichtet bewegen können, ohne dabei unsere Form zu verlieren.

Für die mobile, also Beweglichkeit ermöglichende Verbindung der Knochen untereinander sorgen die Bänder, für die Verbindung zu den Muskeln die Sehnen. Und die Muskeln liefern die Kraft, die die Bewegung erst in Gang setzt.

Auf die Gelenke wirken dabei teilweise enorme Kräfte (siehe Kasten nächste Seite). Sie brauchen also Halt. Um die Gelenkteile herum schmiegt sich deshalb die Gelenkkapsel. Ohne sie würde alles auseinanderfallen. Die Kapsel sitzt manchmal straff, zum Beispiel beim Hüftgelenk, und manchmal lose - etwa bei den Schultern, und auch bei den Fingergelenken, deren etwas faltige "Bewegungsreserve" wir sogar sehen können.
Wie hoch ist der Druck in einem Gelenk?

Im Daumensattelgelenk: Beim Öffnen einer Flasche bis zu 1 Tonne.

In den Kniegelenken: Beim Gehen (auf flachem Terrain oder treppauf) das Dreifache des Körpergewichts.

Beim Treppab-Gehen das Dreieinhalbfache des Körpergewichts.

Beim Joggen bis zum Sechsfachen des Körpergewichts.

Schematische Darstellung eines gesunden Gelenks

Dass ein Gelenk weit mehr "stemmen" muss, als der Körper wiegt, hat mit der hocheffizienten Hebelwirkung zu tun, deren sich die Gelenke bedienen. Aber wie halten die Knochen und Gelenke eine solch ungeheure Belastung aus, und zwar tausendfach und über Jahrzehnte? Knochen sind zwar hart, aber alles hat seine Grenzen. (Außerdem sind sie nicht immer gleich hart, sondern manchmal ziemlich mürbe, wie etwas weiter unten erläutert wird.) Einer der Tricks: Die Knochen werden an den Enden etwas breiter. So wird die Last auf eine größere Fläche verteilt und dadurch für jeden einzelnen Punkt gemindert.

Aber wieso tut uns das nicht bei jeder Bewegung schrecklich weh? Auf den Beinen lastet schließlich fast das gesamte Körpergewicht. Bei jedem Schritt senkt sich der Oberschenkelknochen unter diesem Gewicht he

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