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Faszination Pferdefotografie So machen Sie die Liebe zum Tier für andere Menschen sichtbar von Haas, Wiebke (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.01.2016
  • Verlag: Franzis
eBook (PDF)
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Faszination Pferdefotografie

Pferde verkörpern Schönheit, Stärke, Anmut und Poesie. Pferde sind sanftmütig, geduldig und loyal, zugleich sind sie Lehrmeister und Spiegelbilder unserer selbst. Die anerkannte und weltweit tätige Tierfotografin Wiebke Haas zeigt in diesem Buch, worauf es im Metier der professionellen Pferdefotografie ankommt. Dies ist ein Buch für Fotografen, die ihre eigenen Pferde fotografieren oder ihre Bilder Reitern und Züchtern zum Verkauf anbieten. Lernen Sie zunächst die rassetypischen Merkmale von Pferden kennen, um sie gekonnt für die fotografische Umsetzung - klassische Standbilder, Porträts und Bewegtbilder - zu nutzen. Das Buch beschreibt die klassische Fotografie für Züchter, die Abbildung gängiger Reitweisen und das Fotografieren der verschiedenen Gangarten. Auch die Turnierfotografie für Agenturen und Presse ist Thema des Buchs: Anspannung, Nervenkitzel, große Freude oder bittere Enttäuschung - Emotion pur, nicht nur für Pferd und Reiter, sondern auch für den Turnierfotografen. Im dritten Teil des Buchs geht es um die Verwirklichung eigener Ideen, um Bilder, die Geschichten erzählen, Stimmungen transportieren und den Betrachter emotional berühren. Ein in allen Belangen begeisterndes Buch für alle Fotografen und Pferdemenschen, das die Pferdefotografie von einer Seite zeigt, die so noch nicht zu sehen war. Während meines Abiturs beschloss ich kurzerhand, meine beiden Leidenschaften, die Kreativität und die Tierliebe, zu verbinden, und begann eine Ausbildung zur Fotografin. Ich spezialisierte mich auf Tierfotografie. Die Vorzüge eines Tiers hervorzuheben hatte ich von meiner Reitlehrerin gelernt. Fotografie ist neben der Kunst in erster Linie ein Handwerk. Man braucht für ein gutes Foto nicht nur einen intuitiven Blick, sondern auch künstlerisches und technisches Know-how.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 20.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783645204026
    Verlag: Franzis
    Größe: 10280 kBytes
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Faszination Pferdefotografie

1. Fotoauftrag beim Züchter

Der künstlerische Blick ist in der Pferdefotografie genauso wichtig wie in anderen Bereichen des kreativen Handwerks. Mindestens von gleicher Bedeutsamkeit ist es aber auch, einen Blick für die Models zu haben. Es ist nämlich nicht so einfach, vier Beine, einen langen Hals und wackelnde Ohrspitzen richtig zu sortieren.

Genauso wichtig wie der künstlerische Blick, ist der Blick für das Pferd selbst.

Canon 1Dx 125 mm 1/1250 s f/2.8 ISO 1600
Klassischer Einstieg

Als ich mit der Fotografie anfing, gab es für mich nur ein Motiv: Pferde. Ich muss keinem Leser dieses Buchs erst erklären, wie wunderschön und vollkommen diese Tiere für einen Pferdemenschen aussehen. Vor dem Reiten, während des Reitens und auch nach dem Reiten habe ich die Pferde mit einer kleinen digitalen Kompaktkamera fotografiert, mich ausprobiert und erste "rudimentär kreative" Bilder zustande gebracht. Ich platzte jedes Mal vor Stolz, wenn eines meiner Models im Galopp zu erkennen war (egal in welcher Phase) oder meine kleine Knipse beim Gegenlichtbild nicht komplett über- oder unterbelichtete.

Meine Lieblingsbilder teilte ich regelmäßig in sozialen Netzwerken mit gleichgesinnten Teenagern, die alle das Pferdefotografieren für sich entdeckt hatten. Es war eine lustige Zeit, als wir uns in der Community fast überschlugen beim Entdecken dieser neuen Welt und endlich eine Möglichkeit hatten, unsere Lieblinge (nach unserem damaligen Verständnis) eindrucksvoll in Szene zu setzen.

Ich durchforstete das Internet nach Pferdefotos und Pferdefotografen. Natürlich stolperte ich relativ schnell über die "verschwommenen" Hintergründe und messerscharfen Bilder von Pferden in Bewegung. Ich hatte überhaupt keine Ahnung von Kameratechniken und Optiken. Meine ersten eigenen "unscharfen" Hintergründe versuchte ich mit Gimp zu erstellen (Stichwort "Weichzeichnerwerkzeug"). Sie sahen grässlich aus. Aber eine andere erklärbare Lösung fiel mir nicht ein, bis eines Tages das Thema "digitale Spiegelreflexkamera" in unserer Pferdemädchen-Fotografen-Community aufkam. Da war er also, mein mühsam gesuchter Schlüssel, der mir eine Tür öffnete, die mein Leben grundlegend änderte und prägte. Okay, ganz so dramatisch war es nicht. Ich hatte aber einen Anfang gefunden, um meine Pferdebilder optisch hochwertiger zu gestalten.

Ich kann mir vorstellen, dass es vielen Pferdefotografen am Anfang so ging.
Blickschulung Pferd

Mit neuem Fotowissen und neuer Kameratechnik ausgestattet (ich startete mit einer Canon 450D sowie einem Tamron 55-200 mm f/4-5.6), begab ich mich wieder zu meinen Pferdemodels. Die Züchterin meiner Fotopferde unterstützte mich von Anfang an in meinen Vorhaben, platzierte die Pferde für mich an Ort und Stelle und diskutierte die Auswahl der Bilder am Ende des Shootings. Recht schnell merkte ich, dass es nicht reicht, Kameratechnik zu beherrschen, wenn man ein Pferd fotografieren möchte.

Mir wurde anhand eines jeden meiner Fotos verdeutlicht, warum das Model auf dem einen Bild besser und auf dem anderen Bild unvorteilhafter aussieht. Mein Blick für ein harmonisches Pferd wurde dadurch stark geschult, gerade was rassetypische Merkmale der einzelnen Pferdearten anbelangte. Zudem studierte ich Rassebücher, um einen Eindruck von den optimalen Exterieurbeschreibungen zu bekommen und zu lernen, auf welches Merkmal unterschiedliche Rasseverbände Wert legen. Ich glaube, dass dies eines der wichtigsten Dinge ist, die man als Pferdefotograf sehen muss.
Bilder für die Exterieurbeurteilung

Im Netz finde ich immer wieder toll belichtete oder inszenierte Bilder von Pferden, auf denen das Pferd selbst aber völlig unvorteilhaft und unharmonisch aussieht: Die Beine stehen kreuz und quer, der Kopf wirkt zu groß, der Hals hingegen zu kurz, oder die Bewegungsphase passt gar nicht zum Tier. Für Züchter sind korrekte Bilder

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