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Kompost für alle Zwecke Was Sie schon immer über nachhaltiges Bio-Recycling in der Stadt und auf dem Land wissen wollten von Modery, Andreas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.08.2016
  • Verlag: av Buch
eBook (ePUB)
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Kompost für alle Zwecke

Nachhaltig lebende Menschen haben die Kreisläufe der Natur im Blick: Bioreste sind dazu da, dem Kreislauf in neuer Form zurückgegeben zu werden. Bio? Logisch! Nach Art von Mutter Natur, erklären die beiden versierten Fachmänner Andreas Modery und Engelbert Kötter die Herstellung des 'Schwarzen Goldes der Gärtner' - die Gewinnung von duftigem Kompost. Wer mit Herz und Verstand gärtnert, der kompostiert und leistet dabei gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Entlastung der Umwelt von Bioabfällen! Kompost ist wertvoll - Kompostieren heißt verWERTen!

Andreas Modery ist diplomierter Forstwirt und versierter Fachjournalist. Er lebt und liebt Natur und Garten und hat sich als umsichtiger Naturwissenschaftler dem Fachjournalismus verschrieben. Er zählt zu Deutschlands und Südtirols bekanntesten Fernseh- und Rundfunkgärtnern und verzeichnete auch als Film- und Buchautor viel beachtete Erfolge. Engelbert Kötter ist Gartenbau-Marketingtechniker und als Fachjournalist und Buchautor bekannt. Der Gartenbesitzer ist GARDENA Gartenexperte für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Er blickt auf rund 30 erfolgreiche Garten- und Heimtierratgeber zurück.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 29.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840463822
    Verlag: av Buch
    Größe: 19469 kBytes
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Kompost für alle Zwecke

Kompost:

Ein gutes Gefühl

Vorbild Natur

Natur, sie kennt keinen Abfall! Nachweislich ist die Kompostierung der älteste Recyclingprozess der Welt. Deshalb müssen an dieser Stelle die alten Griechen und Römer ins Spiel gebracht werden: Homer (circa 800 v. Chr.) beschreibt in seiner Odyssee den Stallmist als Dünger. Aristoteles stellte um 350 v. Chr. seine berühmte Humustheorie ("Pflanzen ernähren sich vom Humus") auf, und natürlich darf auch Plinius der Ältere (circa 28 n. Chr.) nicht unerwähnt bleiben ... Kurzum: Kompostierung ist keine Erfindung der Neuzeit.

Um Kompostierung zu verstehen, hilft ein Blick in die Natur: Wie eigentlich recycelt die Natur? Schieben Sie bei Ihrem nächsten Waldspaziergang einmal mit dem Fuß ein wenig Laub zur Seite - immer tiefer buddelnd, bis Sie nach rund 30 Zentimetern auf den Erdboden stoßen. Liegt obenauf welkes Laub, bestehen die darunter liegenden Laubschichten aus immer kleiner werdenden Laubbröseln. An der Übergangsschicht zum Erdboden beginnen sich die kleinsten organischen Laubbrösel mit der mineralischen Erdstruktur zu vermischen, und noch weiter in den Boden hineinverfolgt, bleibt von alldem nichts weiter als schwarzbraune Farbe. Da die obersten Schichten des Bodens die jüngsten und die zu unteren die ältesten sind, muss es offenbar einen Umwandlungsprozess geben, der aus Laub zunächst Laubbrösel und später "dunkle Farbe" macht. Und genau diesen Prozess lassen Sie uns nun einmal gemeinsam am Beispiel eines Laubblatts betrachten.

Wie alles zusammenhängt

Der Baustoff Zellulose gewährleistet, dass ein Laubblatt stabil bleibt. Die Zellulose besteht aus einer langen Verkettung von Zucker, und diesen Zucker bastelt sich die Pflanze aus Wasser und Sauerstoff, mithilfe des Sonnenlichts als Energieträger. Zucker ist leicht abbaubar, seine Verkettung ist es nicht. Noch stabiler als Zellulose ist Lignin, der wesentliche Baustoff von Holz. Beim Biorecycling eines Blattes, aber auch von Holz, schaltet die Natur gleichsam den Rückwärtsgang ein: Die Zellulose wird wieder zersetzt und die einzelnen Zuckerstoffe nutzen vor allem Bakterien und Pilze - die wichtigsten Zerkleinerer beim Biorecycling - zur Energiegewinnung, aber auch als Baustoff. Zwar passiert hier und dort auch mechanische Zerkleinerung durch Zerbeißen, etwa von Nagern oder Käfern, das Gros aber erledigen die Kleinen. Bakterien lagern sich an und fressen an allem leicht Verdaulichen, wie Zuckern, Eiweißen (etwa aus den Samen von Hülsenfrüchten) und Fetten (etwa die Wachsschicht eines Blattes).

Den Bakterien folgen die Pilze. Immer weiter zerfällt das Gewebe, das nun, zerkleinert und vorverdaut sowie mit nahrhaften, eiweißhaltigen Bakterien und Pilzen vermengt, zur Nahrung von Würmern und Kerbtieren wird: Kompost-, Mist- und Regenwurm, Nematoden, dazu Asseln, Springschwänze, Milben, Schnur- und Tausendfüßer und Käferlarven. Deren Ausscheidungen werden dann als Nährstoffe, über das Bodenwasser gelöst, von den Pflanzenwurzeln aufgenommen und gelangen von dort in die Pflanze zurück. Was wird dann aus ihnen? Vielleicht ein Blatt? Vielleicht Holz?

Vorgänge beim Kompostieren

Nichts anderes als in der Natur läuft auch im Komposthaufen ab, wobei der Kompostierungsprozess im Fachjargon auch als Rotte bezeichnet wird. Mikroorganismen und Kleinlebewesen fressen und verdauen abgestorbenes, organisches Material wie Halme, Blätter, Zweige. Bei dem Abbau werden verschiedene Mineralien freigesetzt, die wiederum den Pflanzen als Nahrung dienen. Aus dem organischen Material entsteht Humus - des Gärtners Gold! Komposterde hat alles, was Pflanzen wünschen (siehe Seite 10 ), allerdings in Menge und Qualität abhängig von dem, was da zuvor kompostiert wurde.

Natur kennt keinen Abfall. Am Beispiel Wald wird das Prinzip von "Werden und Vergehen und Werden", der ökologische Kreislauf, deutlich. (Foto: David Alary/fotolia.com) /

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