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Hubertus-Cocktails von Harling, Gert G. von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.06.2015
  • Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
eBook (ePUB)
14,99 €
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Hubertus-Cocktails

Mit seinen Büchern 'Hubertuscocktail' und 'Hubertuscocktail - nachgeschenkt' strapazierte Gert G. von Harling, der meistgelesene deutschsprachige Jagdbuchautor, die Lachmuskeln vieler begeisterter Leser über Jahre. Nun liegen beide Werke als Doppelband in einer attraktiven Halbleinenausgabe vor. Mit den Zeichnungen des unvergessenen Heinz Geilfus und weiteren Skizzen der Extra-Klasse illustriert, ist dieses Buch ein tolles Geschenk für alle Jäger.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 11.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783440149058
    Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
    Größe: 3742 kBytes
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Hubertus-Cocktails

Nachgeschenkt ...

Lob ist Lob

Nachdem vor vielen Jahren mein drittes Buch, "Eines Jägers Fahrten und Fährten", veröffentlicht worden war, hatte ich für meine nächste geplante Publikation große Schwierigkeiten, einen deutschen Verleger zu finden. Als ich das Manuskript das zweite Mal mit der höflichen Absage eines Verlegers zurückbekommen hatte, schickte ich es an ein bekanntes Verlagshaus in Österreich. Drei Tage, nachdem ich es zur Post gebracht hatte, rief ich ungeduldig den Lektor an, um ihm mitzuteilen, was ihn erwarte.

"Ihre Arbeit gefällt uns ausgezeichnet, Ihr Stil ist einmalig. Ihre Schilderungen sind äußerst interessant. Gewiss können die Leser von Ihrem reichen Erfahrungsschatz profitieren usw., usw. ... Am Ende des Gespräches beglückwünschte mich der Herr am anderen Ende der Leitung noch einmal ausdrücklich zu meinem Buch. Leider sähe er aber zurzeit leider keine Möglichkeit für eine verlege-rische Betreuung. Er habe in den letzten Monaten viele Buchmanuskripte bekommen - nicht im Entferntesten mit so viel Einfühlungsvermögen geschrieben wie meins, betonte er noch - und anderen Autoren bereits voreilig Zusagen gegeben, sodass er mir das Material daher zu seinem allertiefsten Bedauern unveröffentlicht zurücksenden müsse. Auch sei sein Etat erschöpft, das Verlagsprogramm und die finanziellen Mittel erlaubten ihm höchstens zwei größere jagdliche Publikationen im Jahr und ich möge bitte Verständnis dafür haben.

Trotz meiner Enttäuschung tat mir das Lob aus berufenem Munde gut.

Am nächsten Tag händigte mir der Postbote meine Sendung ungeöffnet wieder aus. Auf dem Umschlag klebte ein offizieller Notizzettel der österreichischen Post mit dem Vermerk: "Wegen ungenügender Frankierung Annahme vom Adressaten verweigert."

Der Herr der Bücher hatte mein Manuskript gar nicht gelesen.

Die Sollbruchstelle

Als wir noch jünger waren, zogen mein Bruder und ich oft und gern mit unseren Hunden hinaus, um in den kleinen Feldgehölzen des elterlichen Reviers Kaninchen oder Hasen zu buschieren. Mitunter begleitete uns dabei der Freund meines Bruders, Herr von L., ein frühzeitig in den Ruhestand gegangener Offizier. Er hatte großes Interesse und viel Verständnis für Jagd und Natur, war sportlich und "noch sehr läufig", wie er es ausdrückte.

In Dreierreihe gingen wir durch das Jagen 30, eine damals frisch angelegte Kultur, in der die Kiefern gerade einmal knöchelhoch standen. Zwischendurch gab es natürliche Freistellen, auf denen die kleinen Bäumchen nicht angewachsen waren und der helle, armselige Heidesand hindurchschimmerte. Die Kaninchen schätzten diesen Revierteil sehr.

Als wir so in einer Front aufmerksam dahinzogen und unsere beiden Hunde gehorsam unter der Flinte suchten, ging direkt vor meinem Bruder plötzlich ein Kanin hoch. Bevor einer von uns reagieren konnte, sprang sein Weimaraner Rüde Caesar ein und erwischte gerade noch das Hinterteil des Karnickels. Der Lapuz konnte sich aber aus dem Fang des Hundes befreien und weiterflüchten. Caesar verhielt kurz und schüttelte sich verblüfft und angewidert die Blume aus dem Fang. Im gleichen Moment schoss mein Bruder. Das Kanin zuckte im Schuss zusammen und ging schwer krank ab, Caesar folgte sofort.

Der alte Herr von L. hatte zwar gesehen, wie der Lapin schwer angeschossen flüchtete, aber nicht beobachtet, was vorher geschehen war. Daher winkte mein Bruder ihn heran, und gemeinsam gingen wir zu der Sasse, wo Caesar das Kanin beinahe gegriffen hatte.

"Ich dachte es mir fast", murmelte mein Bruder leise vor sich hin und fuhr gedankenverloren fort: "Das ist jetzt das dritte Mal, dass ich so etwas erlebe."

Verständnislos schaut v. L. ihn an.

"Hier, die Blume", meinte mein Bruder, hob die am Boden liegenden Überreste auf und zeigte sie unserem Freund. "Sie ist dem Rammler vor Schreck abgebrochen. Man liest darüber öfter in den Jagdzeitschriften, aber wie gesagt, ich erlebe es

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