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Katzen haben sieben Leben Vorurteile und Irrtümer auf dem Prüfstand von Schroll, Sabine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.06.2015
  • Verlag: Cadmos Verlag
eBook (ePUB)
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Katzen haben sieben Leben

Dass schwarze Katzen, die von links auf die Straße laufen, Unglück bringen, gehört ohne Zweifel ins Reich der Legendenbildung. Andere Vorurteile halten sich hingegen hartnäckig - und hier setzt die erfolgreiche Katzenbuchautorin und Tierärztin Sabine Schroll an: Das vorliegende Buch räumt auf mit verbreiteten Vorurteilen über Katzen. Der Leser erfährt, was es mit den sprichwörtlichen 'sieben Leben' einer Katze auf sich hat, dass Katzen alles andere als Einzelgänger sind, dass es so etwas wie 'Protestpinkeln' nicht gibt und dass die Fellfarbe einer Katze rein gar nichts über ihren Charakter aussagt. Rund 40 Irrtümer über Katzen werden aufgeklärt und richtiggestellt - mit dem Ziel, zum Wohle der Katze noch ein bisschen mehr Wissen in die Katzenhaushalte zu bringen. Das Buch ist liebevoll illustriert und auch zum Verschenken an Katzenliebhaber bestens geeignet. Sabine Schroll hat in Wien Tiermedizin studiert und betreibt seit 1991 eine Kleintierpraxis in Krems an der Donau mit den Schwerpunkten Allgemeinmedizin und Verhaltensmedizin. In Büchern, Vorträgen, Seminaren und Zeitschriftenbeiträgen gibt sie ihr Wissen weiter. Sabine Schroll hat über Verhaltensmedizin bei Hund und Katze bereits Fachbücher verfasst, für den Cadmos Verlag hat sie das 'Handbuch Katzenkrankheiten' und 'Wenn Katzen Kummer machen' geschrieben

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 80
    Erscheinungsdatum: 04.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840462252
    Verlag: Cadmos Verlag
    Größe: 3122 kBytes
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Katzen haben sieben Leben

Katzengesundheit

Mehr Wissen schafft mehr Wohlbefinden

G erade die manchmal etwas schrägen Ansichten zu gesundheitlichen Fragen rund um die Katze sind ein alltägliches Thema in der tierärztlichen Praxis. Auch nach mehr als 20 Jahren Praxistätigkeit und Beratung mache ich regelmäßig die Erfahrung, dass es nach wie vor einen unerschöpflichen Fundus an Vorurteilen zur Gesundheit der Katze zu geben scheint. Die meisten dieser Irrtümer können schnell mit vorhandenen wissenschaftlichen Daten aufgeklärt werden; bei anderen, zum Beispiel der Frage, wie Katzen Schmerzen äußern, hilft es, ein wenig die Sinne zu schärfen und feiner zu beobachten. Da Liebe ja durch den Magen geht, hat alles, was mit der Fütterung der Katze zusammenhängt, einen hohen emotionalen Wert für den Besitzer - und eines kann hier schon endgültig gesagt werden: Mehr Futter ist nicht mit mehr Liebe gleichzusetzen!

Katzen müssen Kitten haben, bevor sie kastriert werden

Falsch. Es wäre auch geradezu eine katastrophale Katzenvermehrung zu erwarten, wenn diese Aussage korrekt wäre! Und dann stellte sich überdies die Frage, ob das nur für die weibliche Katze gilt oder ob auch ein Kater vor der Kastration einmal Nachwuchs gezeugt haben muss - und vor allem, wer das wie überprüfen wollte.

Biologisch und medizinisch oder auch psychisch gesehen gibt es gar keinen Grund, warum eine Kätzin vor einer Kastration einmal Kitten auf die Welt bringen müsste. Es sind auch nicht alle Katzen körperlich und psychisch fit genug, um dieser Aufgabe wirklich gewachsen zu sein. Auch als Katze braucht es neben körperlicher Gesundheit soziale und erzieherische Kompetenz, um einen Wurf Kitten richtig großzuziehen - selbst mit menschlicher Unterstützung ist das anstrengend. Einmal ganz davon abgesehen, dass es bei immer noch steigender Lebenserwartung der Katze unglaublich viele neue und gute Plätze für den Katzennachwuchs geben müsste.

Inzwischen ist sogar durch Studien an vielen Tausend Katzen, die zum Teil über mehr als ein Jahrzehnt andauerten, erwiesen, dass selbst die Kastration vor der Pubertät bei ganz jungen Katzen keinerlei nachteilige Auswirkungen hat, und zwar weder auf die körperliche noch auf die psychische Entwicklung. Ganz im Gegenteil: Umfassende Untersuchungen zeigen, dass eine sehr frühe Kastration schon ab dem Absetzalter von den Jungkatzen viel besser und leichter weggesteckt wird als zu einem späteren Zeitpunkt. Weder Kater noch Kätzin bleiben kleiner oder im Wachstum stecken und sie werden auch nicht häufiger übergewichtig als später kastrierte Katzen. Die für Kater oft erwähnte Problematik einer zu engen Harnröhre mit der späteren Folge häufigerer Blasenentzündungen hängt nicht damit zusammen, ob die Kastration vor oder nach der Pubertät durchgeführt wurde. Im Sinne einer besseren Kontrolle unerwünschter Vermehrung von freilaufenden Katzen ist eine möglichst frühe Kastration sogar ausgesprochen sinnvoll.

Es sind also tatsächlich keinerlei Fakten, die gegen eine frühe Kastration sprechen, sondern einzig und allein eine Tradition aus dem subjektiven Gefühl heraus, dass die Jungkatzen noch zu klein für den Eingriff sind. Natürlich spricht nichts dagegen, seine Katze erst mit der Pubertät - aber auf jeden Fall noch bevor sie Nachwuchs heimbringt oder zeugt - kastrieren zu lassen, aber es ist eben eine Glaubensfrage und keine der Gesundheit.

Kitten zu erziehen ist für eine Katzenmutter eine anstrengende Aufgabe.

Katzen werden nierenkrank von Trockenfutter

Falsch. Zumindest in dieser pauschalen Aussage ist die Gleichung "Trockenfutter macht nierenkrank" allzu sehr vereinfacht. Die chronische Nierenerkrankung gehört unabhängig von der Fütterung ohnehin zu den häufigsten Erkrankungen der mittelalten bis alten Katze. Jede zweite bis dritte Katze hat früher oder später ein Problem mit der Nierenfunktion. Im Übrigen gilt das ebenso für Hunde und sogar f

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