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Leinen los! Freilauftraining für den Hund von Böhm-Reithmeier, Inga (eBook)

  • Erschienen: 07.12.2015
  • Verlag: Gräfe & Unzer
eBook (ePUB)
15,99 €
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Leinen los! Freilauftraining für den Hund

Wir alle träumen davon, mit unserem Hund ohne Leine spazieren zu gehen, im Vertrauen, dass er bei uns bleibt und immer abrufbar ist. Die Wirklichkeit sieht oft anders aus - der Hundespaziergang raubt uns den letzten Nerv, bunte Schleppleinen wickeln sich um Beine, Bäume und Pfoten, während der Hund sich in einen kleinen schwarzen Punkt am Horizont verwandelt... Dieses Buch bietet dem Halter einfache Rezepte für eine einzigartige Beziehung zum Hund. Während man in vielen Hundeschulen lernt, der Hund müsse die Kommandos so gut befolgen, dass man ihn in allen Situationen kontrollieren kann, verfolgen die Autorinnen einen umfassenden Ansatz: Der Hund soll so gut erzogen und geführt werden, dass man kaum noch Kommandos braucht, um ihn zu kontrollieren. Erziehung, Training und Führung greifen ineinander: Katharina von der Leyen und Inga Böhm-Reithmeier zeigen Wege, wie der Hund durch das sinnvolle Setzen von Grenzen und Souveränität sicher geführt werden kann und sich richtig verhält.

Produktinformationen

    Größe: 42336kBytes
    Reihe (Teil): GU Tier - Spezial
    Herausgeber: Gräfe & Unzer
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 240
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783833849831
    Erschienen: 07.12.2015
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Leinen los! Freilauftraining für den Hund

VON DER WILDSICHT ZUR EINSICHT

Grundlagen für den Freilauf
WHO LET THE DOGS OUT?

Was der Mensch zum Freilauf seines Hundes braucht: Respekt, Gelassenheit und Verständnis vom Hund

Zum Freilauf gehört ein bisschen mehr, als einfach nur die Leine vom Hund loszumachen. Kaum ist die Leine nämlich ab, macht der Hund uns klar, was wir ihm alles noch nicht beigebracht haben: auf uns zu achten oder zu kommen, wenn wir ihn rufen, in unserer Nähe zu bleiben, nicht grölend auf andere Hunde zuzurennen, nicht im Freiheitsrausch über weite Felder oder durch fremde Gärten zu galoppieren ...

Unser Problem ist dabei meistens, dass wir nicht wissen, wie wir unseren Hunden einen "angemessenen", sicheren Freilauf beibringen können. Wir haben keinen Plan, was eigentlich passieren soll, nachdem wir den Hund von der Leine gelassen haben: Wie weit darf er sich eigentlich entfernen? Darf er ins Gebüsch oder nicht? Bis zu welchem Abstand bleibt er abrufbar? Haut er uns nicht gleich ab? Und wenn er außer Sichtweite ist - ab wann ist lange weg zu lange weg?

Bevor Sie irgendetwas von Ihrem Hund verlangen, müssen Sie sich zuerst darüber klar werden, was Sie eigentlich von Ihrem Hund erwarten. Hundehalter ticken da in der Regel ganz ähnlich. Die meisten von uns wünschen sich einen sicheren, frei laufenden Hund, der strahlend und mit einem Lächeln im Gesicht zurückkommt, wenn wir ihn rufen, der uns so vertraut, wie wir ihm, und der gerne auf das achtet, was wir tun und was wir von ihm erwarten.

Klingt eigentlich gar nicht so schlimm - trotzdem sieht die Wirklichkeit meistens ganz anders aus.

Tatsache ist: Ein Hund kann nur so gut mitarbeiten, wie sein Mensch es ihm vorgibt. Wenn uns jemand einen Formel-1-Wagen schenkt, dazu die erfahrensten Mechaniker und die besten Reifen, dann können wir den Großen Preis von Italien trotzdem nicht gewinnen, weil wir gar keine Ahnung davon haben, wie dieser Wagen tickt, wie er sich in der Kurvenlage verhält und wann wir die Reifen wechseln müssen. So ist es auch mit Hunden. Wir können den besten Hund mit den großartigsten Anlagen haben: Wenn wir nicht verstehen, wie er tickt, was ihn antreibt, wie man ihn richtig anspricht und führt und wie er, der Hund, uns Menschen wahrnimmt - dann kann er nicht zeigen, was in ihm steckt, und eine Zusammenarbeit wird sehr schwer.

Denn wir müssen mit dem Hund arbeiten, nicht gegen ihn. Ein Jagdhund zeigt nun mal Jagdverhalten, so, wie ein Hütehund manchmal eben auch fremde Kinder oder Radfahrer hütet. Es sind die normalen Verhaltensweisen für diese Arten von Hunden - auch wenn sie in unserem normalen familiären Umfeld häufig nicht angemessen sind und wir sie "in den Griff" bekommen müssen, um mit ihm friedlicher leben zu können.

"Um unseren Hund vernünftig zu erziehen, müssen wir mit ihm zusammenarbeiten - und nicht gegen ihn und seine Instinkte."

Wenn wir innerlich allerdings grundsätzlich davon ausgehen, dieses oder jenes Verhalten sei "schlecht" und müsse "abgestellt" werden, dann arbeiten wir gegen das natürliche Verhalten unseres Hundes - und damit auch gleichzeitig gegen ihn.

Um ihn vernünftig und nachdrücklich erziehen zu können, müssen wir mit dem Hund zusammenarbeiten und darauf eingehen, was die Gründe sind, wenn er sich zu weit von uns entfernt oder sich gar davonmacht. Wir müssen ihm für jedes Verhalten, das uns nicht gefällt, eine neue Option anbieten, wie er sich stattdessen verhalten soll. Diese Option wird so lange wiederholt - also "ritualisiert" -, bis er sie übernimmt und sie für ihn selbstverständlich wird.

Erziehung ist rituelles Fördern von erwünschten Verhaltensweisen. Nur so können wir sein Verhalten anpassen und modifizieren, den Hund erziehen -

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