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Nachsuchen wie die Profis Erfolgreich auf der Schweißfährte von Numßen, Julia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.09.2016
  • Verlag: BLV Buchverlag
eBook (ePUB)
16,99 €
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Nachsuchen wie die Profis

Es passiert jedem Jäger - trotz guter Ausbildung, bestmöglicher Ausrüstung und regelmäßigem Üben im Schießkino: Der Schuss geht daneben - das angeschossene Wild flüchtet. Dann folgt der Einsatz der Nachsuche-Profis. Ihre Arbeit zu beobachten zeigt, wie viele Fehler der ungeübte Jäger machen kann, etwa wenn er zu rasch nachsetzt oder ungeeignete Hunde arbeiten lässt. Waidgerechtigkeit und Tierschutz haben oberste Priorität. Deshalb heißt es: von den Profis lernen. Dieser Ratgeber 'Nachsuchen wie die Profis' (BLV Buchverlag) behandelt alle Aspekte der Nachsuche - kompetent und leicht nachvollziehbar. Zunächst wird die Einarbeitung des Welpen behandelt - von den ersten gemeinsamen Ausflügen über kleine Übungseinheiten bis zum Erstkontakt mit dem Wild. Die Spezialisierung des Hundes auf die Nachsuchearbeit erfolgt zum Beispiel durch die Arbeit mit Fährtenschuh und Kunstfährte. Er muss Übungen mit der Reizangel absolvieren und lernen, Beute zu hetzen und abzugeben. Danach beginnt die Arbeit auf der Wundfährte - die Nachsuche rund ums Jahr unter verschiedenen Witterungsbedingungen und landschaftlichen Gegebenheiten. Schwerpunkte sind die Nachsuche auf Rehwild und auf Schwarzwild sowie die Themen Abfangen und Fangschuss im Detail. Etwas medizinisches Know-how ist wichtig, um mögliche Verletzungen beim Hund versorgen zu können. Hier werden auch die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen gezeigt. Weitere Kapitel sind die optimale Ausrüstung für den Nachsorgeführer und seinen vierbeinigen Jagdhelfer und alles, was bei der Verwertung des nachgesuchten Wilds zu beachten ist. Komplettiert wird der Praxis-Ratgeber durch Gesetze, Vorschriften und Vereinbarungen zur Haftung bei Zwischenfällen im Gelände, zu Waffentransport und Wildfolge. Autorin Julia Numßen ist passionierte Jägerin und Hundeführerin. Die gelernte Fotografin und Redakteurin hat viele Jahre für die Jagdzeitschrift 'Wild und Hund' gearbeitet. Chris Balke ist der einzige hauptberufliche Schweißhundführer Deutschlands. Der Berufsjäger leitet seit 1996 eine Schweißhundstation. Er absolviert über 400 Nachsuchen auf Schalenwild im Jahr und ist der Experte zum Thema.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 06.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783835462069
    Verlag: BLV Buchverlag
    Größe: 12335 kBytes
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Nachsuchen wie die Profis

Setzen Sie den Welpen dann zügig so an, dass er nicht gleich Wind von der Sache bekommt, sondern sich Schritt für Schritt auf der Duftspur vorwärtsarbeiten muss, der Wind ihm die Beutewittrung also nicht in die Nase weht.

Weiß er nicht genau, was zu tun ist, unterstützen Sie ihn und helfen ihm, zeigen auf die Futterschleppe. Neigt Ihr Welpe dazu, sich von dem Riemen noch zu stark ablenken zu lassen und damit beispielsweise zu spielen, können Sie ihn gern bei seinen ersten Schleppen frei arbeiten lassen - bis er verknüpft hat, worauf es bei dieser Arbeit tatsächlich ankommt und er sich später nicht mehr an der Leine stört. Hat der Hund keine Probleme mit Halsung und Riemen, umso besser, schließlich wird er als zukünftiger Nachsuchenarbeiter eh 90 Prozent seiner Arbeit am Riemen absolvieren, denn Schweißarbeit ist nun einmal Riemenarbeit. Am Pansen angekommen, darf er ihn zur Belohnung fressen oder man gibt ihm ein paar Leckerchen aus der Hosentasche.

Der Welpe wird auf die Ladefläche gehoben. Das schont die noch empfindlichen Knochen und Gelenke.
Belohnung für die beendete Arbeit ist das A & O

Es wird in der Fachliteratur häufig empfohlen, den Hund am Ende der Schleppe zum Apport aufzufordern und mit der Beute zum Ausgangspunkt zurückzukehren und dort die gefundene Beute gegen ein paar Leckerchen zu tauschen. In der Praxis ist das für mich und den Nachsuchenhund nicht umzusetzen, ich kann schließlich nach einer kilometerlangen Suche schlecht den Hund einen Überläufer apportieren lassen oder die Sau zurück zum Anschuss ziehen. Und da ich hier keinen Bringselverweiser ausbilde und in den meisten Fällen bis zum Ende der Suche den Hund sowieso am Riemen habe, ist das in meinen Augen für den Nachsuchenhund kein unbedingtes "Muss". Sobald die Suche beendet ist, ob nun erfolgreich oder erfolglos, geht man gemeinsam einen anderen, meist kürzeren Weg direkt zum Auto zurück, als man gekommen ist.

REHWILD IST TABU

Ihr Welpe sollte in dieser Phase keinesfalls mit Rehwild in Kontakt kommen. Möchten Sie Ihren Hund später auf der Schweißprüfung führen, ist dann die Gefahr groß, dass er eine Rehwildverleitung annimmt. Falls Sie also beispielsweise einen Rehbock erlegt haben, verzichten Sie besser darauf, ihn für ein paar Fotoaufnahmen im Garten zu positionieren.

Doch zurück zur Schleppenarbeit: Wichtig ist, dass der Nachsuchenhund am Ende der Schleppe fündig wird und dafür an Ort und Stelle belohnt wird, entweder durch Worte oder durch Futter. Dieses Procedere kann dann auch in der Nachsuchenpraxis fortgesetzt werden, wenn der Hund am gefundenen Stück entweder ausführlich gelobt und/oder genossen gemacht und ihm ein kleines Stückchen Wildbret aus der Keule geschärft wird. Bei Sauen verzichten wir allerdings wegen der Aujeszkyschen Krankheit, auch Pseudowut genannt, gänzlich auf diese Geste.
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Ich ziehe maximal rund zehn Futterschleppen über ein paar Wochen verteilt, die in Stehzeit, Länge und Haken unterschiedlich sind, je nach Leistungsstand des Welpen. Sie sollten übrigens für die Schleppenarbeit immer wieder zu anderen Wildteilen greifen, damit die Arbeit für Ihren Schützling nicht langweilig wird. Natürlich sollten diese Wildteile auch frisch sein und nach einmaligem Einsatz sogleich wieder fachmännisch entsorgt werden. Das kann dann auch mal ein abgetrennter Rot- oder Damwildlauf, ein Teller vom Frischling etc. sein. Da der Hund diese Beutestücke nicht fressen kann und soll, geben Sie ihm einfach ein paar Leckerchen für die erfolgreiche Suche und stecken die gefundene Beute ein.

Erst wenn der Welpe begriffen hat, was bei der Arbeit auf der Schleppe von ihm erwartet wird, steige ich um auf die Arbeit mit dem Fährtenschuh. Hier darf man den Jungspund aber nich

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