text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

So verstehen sich Mensch und Hund! - artgerecht erzogen und gehalten - von Schröder, Wolfram (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.03.2017
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
9,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

So verstehen sich Mensch und Hund!

Es sind die typischen Missverständnisse zwischen Mensch und Hund, die eine artgerechte Erziehung und Haltung Ihres"Familienraubtiers" beeinträchtigen. - Als sein "Rudelchef", können Sie Ihrem Partner Gewohnheiten, Erfahrungen und Gehorsamsleistungen vermitteln, die ihn zu einem wohlerzogenen Hund machen.- Von Ihnen Gewolltes "positiv verstärken" bzw. Nichtgewolltes "negativ verleiden", das entspricht seinem Naturell und ist der Schlüssel zum Erfolg. - Aus der Sicht Ihres Hundes erfahren Sie das "Wie" und "Warum", dass ist das Anliegen dieses Ratgebers für künftige oder ratsuchende Hundehalter. - Die vornehmlich aus Sicht eines Familienhundes geschriebenen Hinweise sind auch für Kinder lesenswert, sie ermöglichen es ihnen, tatkräftig bei der Erziehung und Haltung ihres Lieblings mitzuwirken. Einen ersten Denkanstoß zum vorliegenden Thema erhielt der Autor durch den Wiener Verhaltensforscher Prof. Dr. Brunner: "Der unverstandene Hund". - Erfahrungen aus der "humanen Tierdressur", bei in Menschenhand aufgezogenen Raubtieren, ermunterten den Autor zur weiteren Beschäftigung mit diesem Thema. - Speziell das typische Verhaltensmuster des Wolfes, das sich mehr oder weniger bei allen Haaushunden wiederfindet, gab Anlass, die Erziehung und Haltung unseres domestizierten Wolfsabkömmlings unter dem Aspekt eines "Verstandenen Hundes" zu überdenken.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 232
    Erscheinungsdatum: 23.03.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783844877410
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 544kBytes
Weiterlesen weniger lesen

So verstehen sich Mensch und Hund!

Meine Welpen-Zeit

Bevor Sie einen Welpen in Ihre Familie aufnehmen, sollten Sie unbedingt wissen, was dieser bisher erlebte, ehe er in Ihre Hände gelangt. Es sind ausgerechnet die ersten Lebenswochen, die einen Hund für das ganze Leben prägen. Entwicklungen, für die ein Menschenkind Jahre braucht, durchläuft er in Wochen und Monaten. In seinem ersten Lebensjahr absolviert er immerhin den Reifeprozess eines 14jährigen Kindes.

Einen beachtlichen Teil dieser entscheidenden Zeit, nämlich die ersten acht Wochen seines Lebens, verbringt der Welpe im Zwinger, den Sie sich vor dem Kauf sorgfältig ansehen sollten. Dabei erfahren Sie, ob Ihr Welpe unter bestmöglichsten Bedingungen aufwächst und was Sie noch durch Erziehung und Haltung vervollkommnen können.
Beginn der körperlichen und geistigen Entwicklung

"Er erblickte das Licht der Welt!" - Diese menschliche Floskel trifft für die Geburt eines Hundes nicht zu. Vielmehr kommen wir blind, taub und nur zu unbeholfenen Bewegungen fähig, als hilfsbedürftige Wesen zur Welt. Ursächlich dafür ist das vom Wolf übernommene Trächtigkeitsverhalten unserer Mutter.

Ein solches Trächtigkeitsverhalten der Raubtiere steht ganz im Gegensatz zu dem der Fluchttiere, wie etwa Pferde, Schafe, Ziegen, Antilopen oder Zebras. Jene werden in der Regel als Einzelkinder geboren, wodurch sie im Körper der Mutter eine Reife erlangen, die es ihnen ermöglicht, nach der Geburt schnellstmöglich fluchtfähig zu sein.

Stattdessen kann es sich eine Raubtiermutter leisten, ihren Nachwuchs an einem verborgenen Ort auf die Welt zu bringen und dort relativ gefahrlos aufzuziehen. Das erlaubt beispielsweise einer Wölfin den zur Arterhaltung notwendigen Vorteil, mehrere Welpen in die Welt zu setzen und trotzdem bis kurz vor der Geburt noch ausreichend beweglich, daher zum Beutemachen fähig zu sein.

Als weitere im Laufe der Evolution entstandene Zweckmäßigkeit kommt ihr jetzt die Unbeholfenheit der Welpen zur Hilfe. Diese bleiben in ihrer Abwesenheit an das Wurfnest gebunden. Mehr noch, eng aneinander gekuschelt schlafen sie zumeist in aller Ruhe und selbst ein auffallender Körpergeruch, der sie an eventuelle Feinde verraten könnte, fehlt in diesem Lebensabschnitt.

Bisweilen wundern sich die Besitzer einer Hündin, die nicht zur Geburt weggesperrt wurde, über deren Verschwinden. Diese folgt einzig dem von ihrem Urahn übernommenen Verhalten, sich zur Geburt an einem ruhigen Ort zu verbergen. Erst von Hunger und Durst getrieben, verlässt sie nach Stunden bis Tagen völlig geschwächt ihren Unterschlupf.

Bei einem Züchter oder anderen mit der Zucht Vertrauten sollte das nicht passieren. Diese unterstützen die werdende Mutter, indem ihr ein Wurfnest in ruhiger Umgebung angeboten sowie Wasser und Futter bereitgestellt wird.

In den ersten zwei Lebenswochen hat es den Anschein, als seien wir die reinsten Faulpelze. Außer schlafen, saugen, ausscheiden und wachsen passiert offensichtlich gar nichts. Unser Verhalten scheint ausschließlich vom Instinkt gesteuert; wir hören und sehen nichts, sondern erspüren nur das zurzeit für uns Notwendige.

Doch der äußere Schein trügt, bereits von Geburt an lernen wir. Erblich bedingt steckt in uns eine Vielzahl art- und rassespezifischer Veranlagungen. Es sind dies genetische Vorgaben unserer Vorfahren, die trotz Jahrtausende dauernde Domestikation sowie Züchtung der unterschiedlichsten Rassen zu einem großen Teil auf den Wolf zurückgehen. Erst durch die Anforderungen des Lebens geweckt, offenbaren sich diese Veranlagungen als Verhaltensweisen und charakterliche Merkmale.

Unmittelbar nach der Geburt verfügen wir bereits über einen einigermaßen funktionstüchtigen Geruchssinn. Er hilft uns eine der Milchzitzen zu finden, die unsere Mutter uns anbietet, indem sie sich zum Säugen auf die Seite legt. Instinktiv, nämlich durch pendelnde Suchbewegungen mit dem Kopf, erspüren wir eine Milchzitze. D

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen