text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Team Dog Hundeerziehung nach der SEAL-Methode von Ritland, Mike (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.11.2015
  • Verlag: riva Verlag
eBook (ePUB)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Team Dog

Mike Ritland ist Hundetrainer und ehemaliger Navy SEAL. In diesem Buch beschreibt er die Grundlagen einer erfolgreichen Hundeausbildung. Mit vielen Anekdoten und Beispielen aus der praktischen Arbeit mit Hunden beim Training und während ihrer Einsätze illustriert er seine Methode. Der Leser erfährt, wie man den passenden Hund für den eigenen Haushalt auswählt, sich selbst als Rudelführer etabliert, Befehle durchsetzt und die Stellung des Hundes als bester Freund der Familie festigt. Team Dog führt Hundehalter auf eine neue Stufe der Autorität und zeigt ihnen, wie man seinen Hund trainiert auf die unverwechselbare Art und Weise eines SEAL. Mike Ritland ging 1996 zur Navy und begann zwölf Jahre später damit, Hunde für die SEAL-Teams zu trainieren. Seine Klienten sind unter anderem das amerikanische Ministerium für Innere Sicherheit, der Zoll, die Transportsicherheitsbehörde und das Verteidigungsministerium. Gary Brozek war Koautor von fast zwanzig Büchern, darunter fünf New York Times-Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 09.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864138607
    Verlag: riva Verlag
    Größe: 12077 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Team Dog

Als ich im Frachtterminal des Flughafens eintraf, wurde ich mit einem zornigen Blick und einem Knurren begrüßt.

"Höchste Zeit, dass Sie kommen."

Und dabei hatte ich vorher noch gedacht, ich wäre derjenige, dessen Nerven bereits blank lagen. Ich hatte stundenlang am Flughafen auf den Anruf gewartet, um das, was mir zugeschickt worden war, in Empfang zu nehmen. Als der Anruf endlich kam, sagte eine aufgebrachte Stimme zu mir: "Würden Sie bitte rüberkommen und diesen verfluchten Köter abholen?"

Als ich eintraf, trat der Mann, der mir die nicht allzu freundliche Begrüßung hatte zuteilwerden lassen, beiseite und wedelte wie ein Stierkämpfer mit den Armen. Dabei wehrte er keineswegs einen angreifenden Bullen ab, sondern zeigte auf eine große Transportbox. Aus deren durchgebissenem Deckel ragte der sehr wütende, knurrende und schnappende Kopf eines Malinois, eines belgischen Schäferhunds, heraus. Die Heftigkeit seiner Bewegungen ließ die ganze Box hin und her wackeln.

Verdammt! Das ist ja ein echtes Energiebündel!

Ich straffte die Schultern, ging zielstrebig auf die Box zu und bot dem Hund ein Stück Fleisch an, das ich als Köder für meinen neuen Hausgast mitgebracht hatte. Toby war ein ausgemusterter Militärdiensthund und offensichtlich nicht besonders glücklich darüber, dass man ihn in eine Box gesperrt und zu mir nach Texas geflogen hatte. Seine Nasenflügel blähten sich beim Duft des angebotenen Fleisches, doch er schien größeres Interesse daran zu haben, in ein anderes Stück Fleisch zu beißen.

Zeit für Plan B.

Ohne mit Toby Blickkontakt aufzunehmen und mit ausreichender Distanz zu seinem schnappenden Maul packte ich die Transportbox und schleifte sie über den Boden der Lagerhalle. Im Grunde ignorierte ich den Hund und ließ ihn lautstark toben. Über die Gesichtsausdrücke des Flugpersonals musste ich nicht spekulieren: Ich sah, wie einige von ihnen die einer Episode von "Expeditionen ins Tierreiche" gleichende Dokumentation animalischer Urgewalt, die sich vor ihnen abspielte, mit weit aufgerissenen Augen verfolgten. Andere schüttelte nur den Kopf und grinsten, während die Mann-Hund-Parade an ihnen vorbeizog.

Ich verfrachtete Toby und seine Transportbox auf die Ladefläche meines Trucks. Nachdem wir zu Hause angekommen waren, brachte ich ihn in einen Zwinger. Toby wanderte ein wenig umher und wirkte abwechselnd achtsam und wütend. Während der nächsten zweiundsiebzig Stunden verlangte ich nichts von Toby. Abgesehen davon, dass ich ihn mit Futter, Wasser, Leckerlis und einer gesunden Portion aufmunternder Worte versorgte, ließ ich Toby einfach für ein paar Tage Toby sein. Jedes Mal, wenn ich mich ihm näherte oder einer meiner Angestellten auf ihn zukam, starrte er uns feindselig an oder ging in Verteidigungshaltung- die Ohren nach vorn, die Schnauze gestreckt, Zähne gebleckt, der Schwanz steil nach oben und angespannt, das Gewicht leicht auf die Vorderbeine gelegt.

Toby war eindeutig ein Hund, mit dem man sich besser nicht anlegte. Er vertraute Menschen nicht und neigte angesichts seiner Rasse und des Temperaments, das oft bei Militärdiensthunden verlangt wird, zum Beißen.

Die berüchtigte Transportbox, die Toby auf seinem Flug zur Warrior Dog Foundation zerbissen hat.

Menschlicher Irrtum

Toby war erst achtzehn Monate alt und damit viel zu jung, um beim Militär ausgemustert zu werden. Sein Alter war Teil des Problems. Er war zu früh in die Ausbildung gebracht worden, er war in seiner Ausbildung zu früh zu vielen Anforderungen ausgesetzt gewesen und er war viel zu früh aufgegeben worden. Wer ihn auch ausgewählt und ausgebildet hatte, hatte nicht die Fähigkeit besessen abzuwarten, bis der Hund die nötige Reife erreicht hatte. Besser ausgedrückt: Dem Trainer hatte es entweder an Zeit oder an der Einsicht gemangelt, warten zu müssen, bis das Vertrauen zwischen Hund und Mensch gereift war, bevor dem Tier etwas abverlangt wurde. Außerdem war es w

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen