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Holzwurm Rudi Politiksatire seit 1940 - Sagen-, Tier- und Märchengedichte, Haushaltskalkulation Excel von Schubert, Rudolf (eBook)

  • Verlag: Verlag Wohlbold
eBook (PDF)
12,70 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Holzwurm Rudi

Vorwort Am Anfang stand das Tagebuch eines Vaters, der von seiner Liebe zu seinen Söhnen erzählt, von seinen Gedanken zum letzten Weltkrieg und von seiner Zukunftsvision. Durch eigene Erlebnisse geprägt, wird im Anhang mit Auszügen aus diesem Tagebuch kurz über diesen Krieg berichtet, und über das Leben in den Nachkriegsjahren. Dies war der Anlass, eine Darstellung über die Ereignisse im Leben des Verfassers zu geben. Zusätzlich wird das Ganze von ihm gewürzt mit kleinen Geschichten und Gedichten, mit ernstem, aber auch mit lustigem Hintergrund, teilweise in Gedichtform, jedoch auch in Prosa. Diese sind im Lauf seines Lebens bei vielen Gelegenheiten entstanden. Zur Entstehung dieses Buches: Aus der Sicht des Holzwurms Rudi wird der Lauf der Weltgeschichte einer Tierrepublik im Lauf seines Lebens geschildert. Mit einem augenzwinkernden Holzwurmblick wird zunächst das 3.Reich und anschließend die Rivalität von BRD und DDR seit dem letzten Weltkrieg beleuchtet durch die Erkenntnisse bei verschiedenen Besuchen im Osten und durch Beispiele bis zur Gegenwart. Reime selber zu schreiben macht zwar etwas Mühe, jedoch auch viel Freude - und diese möchte ich mit Ihnen teilen. Auch Un-Sinn hat manchmal einen gewissen Sinn, auch wenn dieser oft verschleiert ist. "Der kleine Vogel" ist ein Märchen für große und kleine Kinder. "Gesponsort" haben mich Wilhelm Busch, Eugen Roth, und natürlich auch Heinz Ehrhardt - obwohl ich mir natürlich nicht anmaßen kann, diesen das Wasser reichen zu können. Vielleicht bereitet Ihnen trotzdem das eine oder andere etwas Vergnügen, dann freue ich mich darüber, und falls Sie in diesem Stil ein Gedicht für einen Geburtstag, für ein Jubiläum oder für irgendetwas sonst haben möchten, bitte mailen Sie mir Ihre Wünsche, möglichst mit besonderen Episoden aus dem Leben des "Delinquenten", ich antworte umgehend (Verlag-Wohlbold@gmx.de). Beispiele finden Sie genügend in diesem Buch. Schließlich ist auf der beiliegenden CD noch eine ausführliche Excel-Tabellenkalkulation eingefügt. Damit können Sie einen Jahresüberblick über Ihr Girokonto erhalten und genau sehen, wo der Rotstift nötig ist.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 192
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783940167521
    Verlag: Verlag Wohlbold
    Größe: 8030 kBytes
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Holzwurm Rudi

HOLZWURM RUDI (S. 6-7)

Dumme Frage. Natürlich bin ich auf die Welt gekommen. Sonst wäre ich ja kein kleiner Holzwurm geworden. Mein Vater war natürlich ein großer Holzwurm vom Stamm der Arier. Und auch mein Bruder war schon sooo groß, daher bezeichnete mein Vater mich manchmal als Nachgeburt.

Als ich erst 2 Jahre in die Schule für die kleinen Tiere gegangen war, gab es einen großen Krieg.

Die Feinde waren die bösen Tiere aus der nichtswürdigen Unterwelt, alles waren angeblich NUR Untertiere. Zunächst die Russis, später dann die Brittis, die Franzis und schließlich auch noch die Amis.

Damals glühten nur Macht- und Mordlust in den Augen aller damals braunen Obertiere, wenn sie ihre dienstbaren, befehlsgewohnten Herdentiere zum Schlachten der anderen schickten.

Zunächst konnte immer nur von Erfolgen berichtet werden, jedoch wurden die Obertiere vermutlich langsam größenwahnsinnig.

Darum zettelten sie Krieg mit fast der halben Welt an.

Unsere Soldatentiere standen in Norwegen und Frankreich, sogar in Spanien und in Griechenland. Sogar Nordafrika wurde nicht verschont - und natürlich Polen und Russland bis nach Stalingrad.

Auf allen Meeren der Welt waren unsere Untersee-Haie im Einsatz und machten Jagd auf alle Schiffe der Feinde.

Kurz vor Ende dieses Krieges kam noch eine Geheimwaffe zum Einsatz, automatische Raketen-Knallerbsen zerstörten viele Behausungen der Brittis, doch die Anzahl der Feindtiere war einfach zu groß.

Über fünfzig Millionen kleine und große Tiere starben im Verlauf dieser schrecklichen Jahre auf der ganzen Welt. Unzählige Menschen wurden schwer verletzt. Sie wurden von anderen erschossen, vergiftet, erschlagen oder verloren eine Hand, einen Arm oder auch ein Bein.

Nur sich gegenseitig auffressen, wie das die meisten Tiere tun, das machten wohl diese eigenartigen Streittiere nicht, obwohl sie alle Hunger litten. Also waren ihre vielen toten Artgenossen eigentlich für die Katz gestorben - doch nicht mal die richtigen Katzen hatten etwas davon.

Die braunen Obertiere sprachen pausenlos vom "Endsieg" - aber der wollte einfach nicht kommen.

Einige Mal sollte der österreichische Autor von "Mein Kampf" durch ein Attentat beseitigt werden, aber die von ihm selbst so genannte "göttliche Fügung" hat ihn überleben lassen. Die Attentäter wurden hingerichtet, er überlebte leider, deshalb ging diese Schizophrenie immer weiter. Und das Volk unserer Tiere und viele, viele andere starben weiter.

Schließlich brachten sogar riesige Schwärme von gefährlich brummenden feindlichen Geiern besonders große Knallerbsen, die brennend vom Himmel fielen und alles in Schutt und Asche legten und unsere Behausungen verbrannten und viele Tiere mit ihnen. Es war alles so grausig. Immer wieder hörten wir im Tierfunk nach dem TICK - TACK - TICK - TACK auf einer geheimen Welle die Anflugsnachrichten "Großer Geierschwarm von Südwesten her über die Berge im Anflug ". So wurden wir fast jede Nacht ein bis zwei Mal vom Heulen der Dachgrillen geweckt und mussten in die Keller gehen mit ein paar Decken. Wir hatten alle Angst. Tag und Nacht.

Unsere größeren Tiere versuchten immer wieder, die hundsgemeinen Geier mit voluminösen Trommeln zu vertreiben. Die Stinktiere schossen sogar mit Giftpfeilen auf sie, aber das war meistens vergeblich. Nur hin und wieder fiel mal einer vom Himmel, wohl weil er schon zu alt oder zu lange geflogen war.

Direkte Angriffe habe ich nicht erlebt, aber die Luftangriffe auf DRESDEN am 14./15.Februar 1945 sind besonders grauenvoll gewesen. Wir wohnten nur

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