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Ernährung im Sport von Neumann, Georg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.01.2014
  • Verlag: Meyer & Meyer
eBook (PDF)
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Ernährung im Sport

Leistungssportliches Training erfordert eine sinnvolle Ernährung, unter anderem zur Sicherung der Belastbarkeit und Regeneration. Dieses Buch stellt daher neue Ergebnisse in der Ernährungs- und Flüssigkeitsaufnahme vor. Dabei werden auch besondere Bedingungen, wie das Training bei Hitze, Kälte und in der Höhe, berücksichtigt. Konkrete Hinweise zu erlaubten Wirkstoffen, die die Leistungsfähigkeit steigern oder die Regeneration beschleunigen, werden ebenfalls angeboten. Da es für die Ernährung Sporttreibender keine Patentrezepte gibt, finden sich hier nicht die üblichen Ernährungsrezepte, sondern gesicherte Erkenntnisse aus der Ernährungsphysiologie, die helfen sollen, individuelle Pläne selbst zu gestalten. Tipps zur Gewichtsregulation, zu einer vegetarischen Ernährungsweise und zur Sportausübung bei Diabetes runden das Buch ab. Prof. Dr. med. habil. Georg Neumann ist Sportmediziner. Er war Leiter der FG?Sportmedizin am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT), Leipzig. Seit 1990 ist er ebenfalls als Verbandsarzt der Deutschen Triathlon Union tätig. Der Autor verfasste bereits zahlreiche Bücher und Monografien auf dem Gebiet des Sports und der Sportmedizin. Auch ist er selbst aktiver Ausdauersportler.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 424
    Erscheinungsdatum: 27.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840310409
    Verlag: Meyer & Meyer
    Größe: 14329 kBytes
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Ernährung im Sport

Kapitel 2
Energiestoffwechsel

Die muskuläre Leistungsfähigkeit hängt bei längeren körperlichen oder sportlichen Belastungen von einer ständigen Energieversorgung ab. Um im Bedarfsfall sofort reagieren zu können, hat jede Muskulatur eigene Energiereserven, die Energiespeicher ( Tab. 1/2 ) .

ENERGIESPEICHER

Der Energiegewinn aus Adenosintriphosphat ( ATP ) und Kreatinphosphat ( CP ) ist für Kurzzeitbelastungen unerheblich. Die ATP -Speicher sind so klein, dass sie nur für wenige Muskelkontraktionen oder 1-2 s Belastung alleine reichen. Mit dem CP -Speicher sind maximale Schnelligkeitsleistungen bis etwa 6-8 s Dauer möglich. Der Abruf der Energiespeicher erfolgt bei Belastungsbeginn übergreifend parallel, in einer bestimmten zeitlichen Folge.

Tab. 1/2: Verfügbare Energiesubstrate und Energieproduktionsrate (70 kg Körpergewicht und 28 kg Muskelmasse). Nach HULTMAN& GRENHAFF (2000)

Energiespeicher und Abbau

Verfügbare Energiemenge (mol)

Energiebildungsrate (mol/min)

ATP, PCr ADP, Cr

0,67

4,40

Muskelglykogen Laktat

6,70 (~ 1,6)

2,35

Muskelglykogen CO2

84

0,85-1,14

Leberglykogen CO2

19

0,37

Fettsäuren CO2

4.000

0,40

Diese Stoffwechselwege sind während sportlicher Belastung nicht voll nutzbar.

Tab. 2/2: Nutzbare Energiespeicher bei Dauerbelastungen

Energiespeicher

Speichergröße (g)

Theoretischer Energiegewinn (kcal)

Glykogen (Muskel)

400

1.620

Glykogen (Leber)

120

492

Triglyzeride (TG) im Muskel

200-300

1.860-2.790

TG im Unterhaut- und Organfett

8.000

74.400

Zuerst wird der Abbau der energiereichen Phosphatspeicher ( ATP, CP ) gestartet und dann beginnt sofort der Glykogenabbau. Ist die Belastung intensiv, dann muss das Glykogen anaerob, d. h. mit Laktatbildung verbunden, abgebaut werden. Bei moderaten Dauerbelastungen kommt keine Laktatbildung zu Stande, d. h. keine Glykolyse. Das Glykogen wird hierbei aerob abgebaut.

Da die muskulären Energiespeicher begrenzt sind, wird die Energiezufuhr bei längeren Belastungen von Substraten gestützt, die außerhalb der Muskulatur liegen und über das Blut antransportiert werden ( Tab. 2/2 ) . Dazu zählen das Glykogen in der Leber und dann die freien Fettsäuren aus dem Unterhautfettgewebe oder den Fettspeichern in den Körperorganen. Zudem hat die Muskulatur ihren eigenen Fettspeicher, die Triglyzeride (Neutralfette). Die Aufgabe des Leberglykogens besteht darin, den Blutzuckerspiegel (Blutglukose) ständig auf einem Niveau von 4-5 mmol/l (72-90 mg/dl) zu halten. Ist das bei längeren Belastungen nicht möglich, weil die Reserven aufgebraucht sind, dann kann es zur Unterzuckerung (Hypoglykämie) kommen. Die direkt im Blut umlaufende Menge an Glukose ist mit 5-7 g gering. Umgangssprachlich wird eine Hypoglykämie als

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