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Krafttraining bei Kindern und Jugendlichen Hintergründe, Trainingspläne, Übungen von Fröhlich, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.12.2013
  • Verlag: Tectum Wissenschaftsverlag
eBook (ePUB)
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Krafttraining bei Kindern und Jugendlichen

Wie lässt sich ein altersgerechtes Krafttraining anleiten und ausüben? Welche positiven Effekte kann Krafttraining bei Therapie und Übergewicht haben? Und sollten Kinder und Jugendliche überhaupt schon Krafttraining durchführen? Während Befürworter positive Effekte wie körperliche Kräftigung, eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit und eine Steigerung des Wohlbefindens anführen, zweifeln Kritiker daran, dass Kinder den besonderen Anforderungen von Krafttraining überhaupt gewachsen sind. Das Problem: Die verschiedenen Aspekte des Krafttrainings werden oftmals nur pauschalisiert wiedergegeben. Michael Fröhlich, Jürgen Gießing und Andreas Strack wollen hier Abhilfe schaffen! Das Autorenteam geht differenziert auf Verletzungen und Schädigungen durch Trainingsfehler, wie beispielweise Überbeanspruchung, ein und fragt nach den Effekten von Krafttraining in der Therapie und bei Übergewicht. Pädagogische Hinweise, Trainingsempfehlungen und Übungspläne, sowie zahlreiche bebilderte Übungsbeispiele machen Krafttraining bei Kindern und Jugendlichen zu einem unverzichtbaren Fachbuch für an der Thematik interessierte Trainer, Sportstudenten und Eltern kraftsportbegeisterter Kinder. PD Dr. Michael Fröhlich ist seit 2009 als Privatdozent an der Universität des Saarlandes tätig. Prof. Dr. Dr. Jürgen Gießing ist seit 2007 Professor an der Universität Landau mit dem Schwerpunkt Trainingswissenschaft und Sportmedizin. Andreas Strack ist seit 2002 als Pädagogischer Leiter bei der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement beschäftigt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 06.12.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783828856165
    Verlag: Tectum Wissenschaftsverlag
    Größe: 6036 kBytes
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Krafttraining bei Kindern und Jugendlichen

K apitel 4

Frühe Publikationen negierten Krafttrainingseffekte vor der Pubertät sowie im höheren Lebensalter per se. Anhand der aktuellen Forschungslage, kann inzwischen dezidiert konstatiert werden, dass der menschliche Organismus und damit auch die Skelettmuskulatur über die gesamte Lebensspanne trainierbar ist. Zur Abschätzung aller Aspekte möglicher Adaptationsprozesse im Rahmen der allgemeinen Ontogenese und speziellen motorischen Entwicklung ist zunächst die abgrenzende Beschreibung unterschiedlicher Entwicklungsabschnitte bis hin zur Geschlechtsreife notwendig. Die einzelnen Entwicklungsabschnitte werden allgemein in das Vorschulalter, das frühe Schulkindalter, das späte Schulkindalter, die erste und zweite puberale Phase sowie in das frühe Erwachsenenalter unterschieden. In den einzelnen Phasen bzw. Lebensabschnitten reagiert der Organismus u. a. geschlechtsspezifisch unterschiedlich stark auf Krafttrainingsreize. Dies sollte unbedingt im Rahmen entsprechender Trainingsinterventionen hinreichend berücksichtigt werden.

Hinzu kommt, dass individuelle Entwicklungsverläufe zu beachten sind, wobei einerseits die Aspekte der Akzeleration ("Frühentwickler") und der Retardation ("Spätentwickler") und andererseits die Phänomene des biologischen, kalendarischen und trainingsbedingten Alters zu berücksichtigen sind.

Ontogenese und motorische Entwicklung

Während insbesondere ältere Publikationen die Trainierbarkeit der Kraft vor der Pubertät und nach dem 70. Lebensjahr hinsichtlich morphologischer Anpassungen per se negierten bzw. noch immer negieren, kann inzwischen konstatiert werden, dass der menschliche Organismus und somit auch die Skelettmuskulatur über die gesamte Lebensspanne trainierbar ist (Conzelmann, 1997, 2009; Perrig-Chiello et al., 1998; Schmidtbleicher, 1994; Whitehurst et al., 2005; Winter, 1998), auch wenn die Trainierbarkeit konditioneller sowie koordinativer Fähigkeiten und Fertigkeiten in Abhängigkeit von der jeweiligen individuellen Entwicklungsphase bisweilen starken Schwankungen unterliegt (Israel, 1992; Mellerowicz et al., 2000; Roth & Roth, 2009a, 2009b; Voeckler-Rehage & Willimczik, 2006).

Zur differenzierten Betrachtung und Abschätzung aller Aspekte möglicher Adaptationsprozesse im Rahmen der allgemeinen Ontogenese und speziellen motorischen Entwicklung ist zunächst die abgrenzende Beschreibung unterschiedlicher Entwicklungsabschnitte bis hin zur Maturation notwendig (Mellerowicz et al., 2000; Winter, 1998; Wollny, 2002; 2007). Während im "Handbuch Kinder- und Jugendtraining" die Kindheit formal von der Geburt bis hin zum 14. Lebensjahr übergreifend beschrieben wird (Martin et al., 1999, S. 13f.), differenziert Winter (1998) hier, angelehnt an entwicklungspsychologische Phasen- oder Stadienmodelle, das Vorschulalter (4-7 Jahre) sowie das frühe (7-10 Jahre) und das späte Schulkindalter (Mädchen: 10-12 Jahre; Jungen: 10-13 Jahre).

Phasen- und Stadienmodelle basieren jedoch i. d. R. auf statistischen Durchschnittswerten. Somit werden interindividuelle und intraindividuelle Entwicklungsunterschiede und Entwicklungsverläufe nur partiell berücksichtigt. Des Weiteren liefert das chronologische Alter nur allgemeine Informationen im Sinne einer numerischen Skala, welche die Zeitdauer nach der Geburt, in der psychologische und biologische Entwicklungsdeterminanten wirken, bedingt (Wollny, 2007, S. 216f.).

Weiterhin werden innerhalb der Phase der Pubertät zwei weitere Reifungsphasen unterschieden, wobei innerhalb der ersten Phase - Pubeszenz - sowie der zweiten Phase - Adoleszenz - verstärkt geschlechtsspezifische Differenzen zu berücksichtigen sind (vgl. Ehlenz et al., 1998, S. 76; Grosser et al., 2008, 189f.; Mellerowicz et al., 2000, S. 78f.; Weineck, 2003, S. 111). Gerade in der Pubeszenz (Mädchen: 11-13 Jahre; Jungen: 12-15 Jahre) und der Adoleszenz (Mädchen: 13-17 Jahre; Jungen: 14-19 Jahre) werden bis hin zum frühen E

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