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Krafttraining Praxis und Wissenschaft von Zatsiorsky, Vladimir M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.02.2016
  • Verlag: Meyer & Meyer
eBook (ePUB)
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Krafttraining

Das Buch Krafttraining - Praxis und Wissenschaft wurde in der zweiten Auflage erheblich erweitert und verändert. Zusammen mit seinem neuen Koautor, Dr. William Kraemer, stellt Dr. Vladimir Zatsiorsky ausführlich die Prinzipien und Konzepte des Trainings von Sportlern vor. Die dargelegten Konzepte, die sowohl von der osteuropäischen als auch der amerikanischen Sichtweise beeinflusst sind, werden durch solide Prinzipien, praktische Einsichten, Coaching-Erfahrungen und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Richtlinien ergänzt. Da die vorliegende Auflage noch wesentlich praxis-orientierter als die vorangegangene Auflage ist, vermittelt das Buch dem Praktiker das für die Entwicklung individuell zugeschnittener Krafttrainingsprogramme erforderliche Verständnis. Dem Leser werden die aktuellsten Informationen zur Theorie und Praxis des Krafttrainings vermittelt. Drei komplett neue Kapitel helfen dabei, sichere und effektive Krafttrainingsprogramme für Frauen, junge Sportler und Senioren zu entwickeln. Darüber hinaus präsentieren die Autoren beispielhafte Krafttrainingsprogramme, an denen sie die in diesem Buch erklärten Prinzipien und Konzepte demonstrieren. Diese Ausgabe des Werkes vermittelt dem Leser ein grundlegendes Verständnis zur Entwicklung geeigneter Krafttrainingsprogramme für jeden einzelnen Sportler. Vladimir Zatsiorsky ist Professor für Kinesiologie an der Pennsylvania State University. Als Kraft- und Konditionsberater für Olympiamannschaften der ehemaligen Sowjetunion trainierte er 26 Jahre lang Hunderte von Weltklassesportlern. Zatsiorsky ist Autor bzw. Koautor von 15 Büchern und über 350 wissenschaftlichen Artikeln. Seine Bücher wurden in vielen Sprachen publiziert. Zatsiorsky ist Träger der Ehrendoktorwürde verschiedener polnischer und russischer Universitäten und ist Ehrenmitglied der International Association of Sport Kinetics ('Internationaler Verband für Sportkinetik'). William Kraemer ist Professor in der Fakultät für Kinesiologie an der University of Connecticut in Storrs, wo er im Human Performance Laboratory ('Institut zur Erforschung der menschlichen Leistungsfähigkeit') arbeitet. Kraemer war Mitglied des Sportmedizinischen Komitees des Amerikanischen Gewichthebe-Verbandes und des Komitees für Sportwissenschaft und Technologie des Olympischen Komitees der USA. Als Würdigung für die wissenschaftliche Fundierung der Entwicklung von Kraft- und Konditionstrainingsprogrammen erhielt er 2005 den Lifetime Achievement Award ('Preis für das Lebenswerk') der National Strength and Conditioning Association ('Nationaler Verband für Kraft- und Konditionstraining').

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 24.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840336218
    Verlag: Meyer & Meyer
    Größe: 3375 kBytes
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Krafttraining

2 Aufgabenspezifische Kraft

Wenn das Ziel darin besteht, herauszufinden, wie ein Sportler trainieren soll, um beste Ergebnisse zu erreichen, so ist als erster Schritt das Trainingsziel zu definieren. Weiterhin sollte verstanden werden, warum das Training in der beschriebenen Weise zu absolvieren ist. Um das Training richtig zu verstehen, muss man zuerst eine klare Vorstellung von der Bedeutung der Muskelkraft per se erlangen.

In diesem Kapitel wird eine Definition der Muskelkraft gegeben, und der Leser lernt die Hauptfaktoren für deren Entwicklung kennen. Wenn ein Sportler mit hohem Einsatz einen maximalen Versuch ausführt, hängt die aufgebrachte Kraft sowohl von der Bewegungsaufgabe als auch von den Fähigkeiten des Sportlers ab. Daher sollten die leistungsbestimmenden Faktoren betrachtet und die Bewegungsaufgaben verglichen werden. In Kapitel 3 werden dann die Leistungsfaktoren im Sportlervergleich untersucht. Die Übernahme der Übungen aus dem Kraftraum in die sportlichen Fähigkeiten spielt eine große Rolle im Konzept der aufgabenspezifischen Kraft.
2.1 Elemente der Kraft

Wenn von einem Sportler verlangt wird, eine große Kraft gegen eine Pennymünze zu entwickeln, wird der Erfolg ausbleiben. Ungeachtet des bestmöglichen Ergebnisses wird die Größe der Kraft eher gering ausfallen. Wir können schlussfolgern, dass die Größe der Muskelkraft vom anliegenden äußeren Widerstand abhängt. Der Widerstand ist einer der Faktoren, der Einfluss auf die vom Sportler aufgebrachte Kraft hat, aber nur einer. Andere Faktoren sind ebenfalls von Bedeutung. Sie werden im Folgenden detailliert erörtert.
Maximale muskuläre Leistung
Stellen wir uns einen Sportler vor, der gebeten wird, mehrmals eine Kugel mit unterschiedlichem Anstrengungsgrad zu stoßen. Entsprechend den Gesetzen der Mechanik wird die Stoßweite durch die Lage der Kugel beim Ausstoß und durch Größe und Richtung ihrer Geschwindigkeit zum Ausstoßzeitpunkt bestimmt. Es wird angenommen, dass sich Ausstoßhöhe und Ausstoßwinkel bei den verschiedenen Versuchen nicht verändern. Unter dieser Bedingung wird die Stoßweite (die sportliche Leistung) nur von der Anfangsgeschwindigkeit der Kugel bestimmt. Entsprechend der Aufgabe, die Kugel mehrfach mit unterschiedlichem Krafteinsatz zu stoßen, wird nur einmal eine maximale Weite erreicht werden. Das ist die individuelle maximale muskuläre Leistung (maximale Stoßweite, maximale Abfluggeschwindigkeit). Das Symbol Pm (oder Vm für maximale Geschwindigkeit, Fm für maximale Kraft) wird weiterhin in diesem Buch genutzt, um die maximale muskuläre Leistung zu kennzeichnen.

Parametrische Beziehungen

Im nächsten Stadium des Experiments stößt der Sportler die Kugel mit maximalem Krafteinsatz, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Allerdings nutzt er anstelle der Männerkugel (7,257 kg) das Frauengerät (4,000 kg). Die Kugelgeschwindigkeit ist beim Stoß des leichten Geräts deutlich höher. Im Ergebnis dieses Experiments werden zwei Werte für Vm registriert, einer beim Stoß mit der Männerkugel und einer beim Stoß mit der Frauenkugel.

In der Wissenschaft wird eine Variable, die das Ergebnis eines Experiments bestimmt (wie Masse oder Weite) oder eine spezifische Form eines mathematischen Ausdrucks als Parameter bezeichnet. Mit anderen Worten, ein Parameter ist eine abhängige Variable, die durch ein Experiment beeinflusst wird. Wir können sagen, dass im letztgenannten Beispiel der Experimentalparameter (Kugelmasse) variiert wurde. Wenn die Kugelmasse (Parameter) in systematischer Weise verändert wird, beispielsweise von 0,5 kg bis 20 kg, so wird auch die maximale muskuläre Leistung (Pm, Vm, Fm) für jede genutzte Kugel unterschiedlich sein.

Die abhängigen Variablen, in diesem Fall Vm und Fm, stehen untereinander in Beziehung

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