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Basketballtraining von Bauermann, Dirk (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.01.2016
  • Verlag: Meyer & Meyer
eBook (PDF)
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Basketballtraining

Dirk Bauermann gibt sein geballtes Fachwissen, das er mit der deutschen Basketball-Nationalmannschaft sowie internationalen und deutschen Spitzenmannschaften in 25 Jahren Trainertätigkeit gesammelt hat, an Trainer weiter. In seinem ersten Trainingsbuch stellt er Trainingspläne, Drills und Taktiken vor, die eine Mannschaft erfolgreich werden lassen. Unterstützt wird dies durch hochqualitative Fotos und Grafiken, die dem interessierten Trainer zusätzliche Hilfestellung geben sollen. Darüber hinaus gibt Bauermann wertvolle Tipps und Hinweise zum richtigen Auftreten als Trainer: Motivation, Führungsstil und der Umgang mit dem Umfeld des Vereins und den Spielern werden gekonnt dargereicht. Schwerpunkt des Buches sind die Themen Selbstverständnis, Motivation und Führung, die aggressive Mann-Mann-Verteidigung und die moderne 4-außen-1-innen-Angriffskonzeption, die nicht nur für den Spitzensport, sondern durchaus auch für den Amateur- und Jugendsport geeignet sind.

Dirk Bauermann ( 10. Dezember 1957 in Oberhausen) ist ein deutscher Basketballtrainer. Zurzeit ist er als Trainer bei der iranischen Nationalmannschaft, mit der er bei den Asienmeisterschaften Bronze gewinnen konnte, aktiv. In Deutschland ist er vor allem für seine Zeit bei Bayer Leverkusen (1989-1998), GHP Bamberg (2001-2008) und Bayern München (2010-2012) bekannt, in der er neun deutsche Meisterschaften feiern konnte. Mittlerweile hat er in sechs Ländern gearbeitet, acht Jahre lang in der Euroleague gecoacht und mit der deutschen Basketball-Nationalmannschaft Silber bei der EM 2005 gewonnen und an den Olympischen Spielen 2008 in Peking teilgenommen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 25.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840311352
    Verlag: Meyer & Meyer
    Größe: 8228kBytes
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Basketballtraining

1.4 Umgang mit dem Umfeld

Die Erfahrung lehrt, dass ein Trainer, gleichgültig, auf welchem Niveau er tätig ist, immer auf ein gut funktionierendes, im Idealfall unterstützendes Umfeld angewiesen ist.

Auch hier gilt: Respekt und Freundlichkeit im Umgang, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Konsequenz, wenn nötig, Härte in der Sache.

Es ist in diesem Zusammenhang nach meiner Überzeugung sowohl grundsätzlich richtig als auch möglicherweise irgendwann hilfreich, freundlich und zuvorkommend gegenüber jedem zu sein, der, wenn auch noch so weit entfernt, am Projekt beteiligt ist.

Reinigungskräfte, Hausmeister, Sekretärinnen, Kassenwart, jeder ist ein Mosaikstein, der für den Gesamterfolg eines Projekts eine Bedeutung hat. Ein "Dankeschön", ein "gute Arbeit" oder ein kleines Weihnachtsgeschenk, vielleicht eine Geburtstagskarte, können Wunder bewirken, wenn es darum geht, eine positive, motivierende Atmosphäre zu schaffen.

Assistenztrainer haben eine ganz entscheidende Rolle im System. Ihre wichtigste Qualität ist nach meiner sicheren Überzeugung immer die menschliche, die sich vor allem in großer Loyalität zum Cheftrainer abbildet.

Assistenten, die selbst Cheftrainer werden wollen, sind immer problematisch, auch wenn sie eigentlich gute, loyale Menschen sind. Spätestens wenn der Cheftrainer kaum noch zu halten ist, übernehmen die Instinkte von Selbsterhalt und Vorwärtskommen die Kontrolle über das Verhalten. Ideal ist es, wenn man als Team kommt und als Team geht, das verstärkt die Bindung und sorgt für bedingungslose Unterstützung, auch in der Krise.

Es gibt Situationen, in denen es unmöglich ist, einen eigenen Trainerstab mitzubringen. Ich empfehle, gerade zu den Assistenztrainern, die bereits unter Vertrag sind, auch wenn der eine oder andere den Präsidenten oder Sportdirektor mit internen Informationen versorgt oder beste Verbindungen zu den örtlichen Journalisten hat, ein möglichst enges Verhältnis aufzubauen. Möglicherweise schadet der Betreffende dann weniger, als wenn der Cheftrainer ihn ignoriert oder schlecht behandelt.

Assistenztrainer haben die Aufgabe, ihre idealerweise in Form einer Tätigkeitsbeschreibung konkret definierten Aufgaben optimal zu erfüllen. Daran werden sie, abgesehen von großer Loyalität und Professionalität, gemessen.

Wie viel an Verantwortung der Cheftrainer delegiert, hängt von vielen Faktoren ab: gegenseitiges Kennen und Verstehen, systemisches Know-how, Erfahrung, Dauer der gemeinsamen Arbeit an einem Projekt (am Anfang wenig delegieren, mit größer werdender Dauer stärkeres Delegieren) und Persönlichkeit des Cheftrainers und von seinem Führungsstil.

Als Assistenztrainer darf ich nicht denken wie ein Cheftrainer, vielmehr konzentriere ich mich auf meinen Verantwortungsbereich und versuche, meinen Radar dahin auszurichten, wo es der Cheftrainer nicht kann. Ich entwickle ein Gefühl für Strömungen in der Mannschaft und bin eine Art von Bindeglied. Ich vertrete die Meinung des Cheftrainers nach außen, als wäre es meine eigene, aber scheue mich nicht, intern klar Position zu beziehen. Naturgemäß muss ich das Gefühl dafür entwickeln, wann ich dies tun kann oder wann es besser ist, mich zurückzuhalten.

Auch sollten Assistenztrainer angemessen finanziell an Erfolgen beteiligt werden, ihre Arbeit, ihr Auftreten und ihr Verhalten sind von größter Bedeutung.

Der Cheftrainer sollte offen für den Input seiner Assistenten sein. Je größer die Teilhabe an Entscheidungsprozessen, je intensiver der Austausch über relevante Probleme, je umfangreicher der alleinige Verantwortungsbereich ist, umso größer ist die Identifikation mit der Sache und die Bindung an die Person.

Im Übrigen sehen vier oder sechs Augen immer mehr als zwei und auch wenn die finale Entscheidung immer beim Cheftrainer liegt, ist der Input der Assistenten doch von unersetzlichem Wert.

Folgende

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