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German Champion Die Geschichte meiner NFL-Karriere von Vollmer, Sebastian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.09.2018
  • Verlag: riva Verlag
eBook (ePUB)
15,99 €
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German Champion

Wie schafft man es als deutscher American-Football-Spieler in die NFL? Die beeindruckende Geschichte von Sebastian Vollmer zeigt: Talent reicht nicht, genauso wichtig sind unbändiger Wille, Training und Liebe zum Sport. In diesem Buch gibt Vollmer bisher unbekannte Einblicke in sein Leben: Er erzählt, wie er mit zwei Koffern in den Händen und Sprachproblemen im Gepäck in Amerika ankam, dort die Liebe seines Lebens kennenlernte und feststellen musste, wie schwer das Privatleben mit dem extrem harten Job als Footballer vereinbar ist. Zu ständig neuen Verletzungen und unzähligen Operationen kommt noch der Druck durch die Öffentlichkeit, Trainer und Mitspieler. Doch der Ausnahmesportler biss sich durch, ergatterte 2003 ein Footballstipendium an einem US-College, schaffte 2009 den Sprung in die NFL und wurde schließlich als 'Bodyguard' Tom Bradys zur festen Größe - und zum German Champion. Dominik Hechler, am 8. September 1983 in Offenbach am Main geboren, ist seit seiner Jugend großer NFL-Fan. Für die ran.de-Sportredaktion berichtet der in München lebende Sportjournalist vor allem über die Sportarten Fußball, Tennis und American Football. Hechler war schon bei vielen sportlichen Großereignissen als Reporter vor Ort und lernte Sebastian Vollmer bei einem NFL-Spiel in London persönlich kennen. Für diese Autobiografie haben sich beide noch häufig für ausführliche Gespräche getroffen und Hechler ist sogar zu Sebastian Vollmer in die USA geflogen, um den 'German Champion' in seiner gewohnten Umgebung zu erleben. Sebastian Vollmer, 1984 in Düsseldorf geboren, war professioneller Footballspieler und zweimaliger Superbowl-Champion. Vollmer kam über die Düsseldorfer Panther, die deutsche Nationalmannschaft und das Collegeteam Houston Cougars in die US-amerikanische Profiliga NFL. Dort spielte er mit Superstars wie Tom Brady bei New England Patriots, wurde zum All Pro, einem der besten Spieler auf seiner Position, sicherte sich mit seinem Team 2014 und 2016 die Meisterschaft und ist damit der erfolgreichste deutsche Spieler in der Geschichte der NFL.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 10.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783745302806
    Verlag: riva Verlag
    Größe: 1133 kBytes
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German Champion

Einleitung: Super Bowl 2014 - A German Champion

Es war der 1. Februar 2015 und ich saß im Locker Room mitten in den Katakomben des University of Phoenix Stadium in Glendale, Arizona. Das große Ziel war nur noch ein Spiel entfernt. Ich versuchte mich auf den Super Bowl und auf unseren Gegner zu fokussieren: die Seattle Seahawks. Aber es fiel mir schwer, denn mein ganzer Körper schmerzte.

Ich saß auf einem Stuhl vor meinem Platz in der Kabine, den Blick auf meine Ausrüstung gerichtet und die Kopfhörer auf den Ohren. Ich hörte wie immer Hip Hop. Auf meiner Playlist waren Künstler wie Jay-Z oder Eminem. Im Hintergrund lief auf meinem Tablet noch ein Coaches-Film über die Seahawks und deren Stärken und Schwächen. Ich wollte in dieser Phase kurz vor dem Spiel mit meinen Gedanken alleine sein. Mir war es immer wichtig, in meiner Konzentrationsphase nicht mehr gestört zu werden. Ich dachte in diesem Moment auch an meine Schulter. Denn schon ein paar Tage nach dem Super Bowl würde ich operiert werden. Die Ärzte würden mir bei diesem Eingriff 50 kleine Knorpelstücke entfernen und den Knochen ein wenig abschleifen. Denn ich hatte trotz einer schweren Verletzung immer weitergespielt und schon die komplette Saison auf die Zähne gebissen. Ich hatte mich bereits im ersten Saisonspiel zu Hause gegen die Miami Dolphins so heftig an der rechten Schulter verletzt, dass unser Head Coach Bill Belichick sogar überlegt hatte, mich im darauffolgenden Spiel auf die Bank zu setzen. Er wollte mich schonen, damit ich mich nicht schon zu Beginn der Saison überlaste und vielleicht die komplette Spielzeit ausfalle. Doch auf der Bank sitzen wollte ich auf keinen Fall. Ich hatte Belichick nach dem Dolphins-Spiel gesagt: "Mach dir um mich mal keine Sorgen. Ich mach das schon."

Der Head Coach der Patriots und ich hatten über die Jahre ein sehr gutes Verhältnis, das vor allem von Ehrlichkeit geprägt war. Wir konnten immer offen reden und haben uns in meiner gesamten Karriere gegenseitig vertraut. Er wusste, dass er sich zu 100 Prozent auf mich verlassen konnte. So war es auch dieses Mal. Ich wollte ihn und vor allem mein Team nicht im Stich lassen. Aber durch all die Spiele und unzähligen Trainingseinheiten in dieser langen NFL-Saison und diverse andere Verletzungen an der gleichen Stelle in den Jahren zuvor hatte sich mein Schulterknochen verformt. Ich konnte meinen rechten Arm jetzt nicht einmal mehr genug anheben, um jemandem die Hand zu schütteln. Die Ärzte meinten sogar, dass ich bereits nicht mehr laufen könnte, wenn ich die gleiche Verletzung im Knie gehabt hätte. Aber jetzt versuchte ich, das alles mental auszublenden. Sogar die Manschette, mit der ich einen Großteil der Saison gespielt hatte, ließ ich beim Super Bowl in der Kabine. Wenn in der Schulter noch mehr reißen sollte, riss es eben. Das war mir in diesem Augenblick egal. Kaputt war ohnehin schon alles. Und operiert werden musste ich sowieso, der Termin stand bereits seit einiger Zeit fest. Für den Erfolg im Super Bowl gegen die Seahawks setzte ich alles auf eine Karte.

Bei Heimspielen fuhr ich normalerweise vier Stunden vor Spielbeginn ins Stadion. Beim Super Bowl waren es nur zwei Stunden. Das hatten die Patriots damals so vorgegeben. Beim Super Bowl und bei Auswärtsspielen fuhren wir gemeinsam mit dem Bus vom Hotel aus ins Stadion. In Foxborough durften wir Spieler einzeln mit dem Auto zum Gillette Stadium fahren. Ich habe die gemeinsamen Fahrten mit dem Teambus bei all unseren Auswärtsfahrten und natürlich auch damals in Arizona als sehr stressig empfunden, weil ich die Zeit eigentlich brauchte, um mich vernünftig vorzubereiten. Also stieg ich in Arizona aus dem Bus und ging noch im Anzug zu unserem Physiotherapeuten, um mir die Knöchel tapen zu lassen. Das sparte Zeit. Denn normalerweise bildete sich beim Tapen vor den Spielen eine ewig lange Schlange. Dieses Mal wollte ich möglichst der Erste sein, damit ich keine Zeit verschwenden würde. Da

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