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Fußball und Athletiktraining im wettkampforientierten Behindertensport Konzeption, Durchführung und Evaluation von Boldt, Johannes (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.11.2015
  • Verlag: GRIN Verlag
eBook (ePUB)
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Fußball und Athletiktraining im wettkampforientierten Behindertensport

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Sport - Bewegungs- und Trainingslehre, Note: 2,3, Hochschule für Gesundheit und Sport, Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit behandelt die Thematik eines Athletiktrainings im Zusammenhang mit der Problematik der geistigen Behinderung. Es wird die Frage geklärt, ob ein isoliertes Training der konditionellen und koordinativen Fähigkeiten mit dieser besonderen Zielgruppe grundsätzlich zielführend ist und inwiefern es nachweislich wirksam ist in Bezug auf tatsächliche Verbesserungen konditioneller Fähigkeiten und sporttechnischer Fertigkeiten. Es wird der aktuelle Wissensstand der Sportwissenschaft zu Trainingsmethoden und -inhalten eines Athletiktrainings dargestellt, der später die Grundlage für die Durchführung eines Trainingsprogramms mit einer Fußballmannschaft einer Behindertenwerkstatt mit geistig behinderten Spielern bietet. Zudem wird die geistige Behinderung im Zusammenhang mit sportlichem Training thematisiert, sodass der Leser einen Einblick erhält, welche konkreten Problematiken und Herausforderungen sich daraus ergeben. Während des praktischen Teils der Arbeit wird beschrieben wie Elemente eines Athletiktrainings sinnvoll in den Trainingsablauf integriert werden können und welche Trainingsmethoden und -inhalte dabei zielgruppengerecht vermittelt werden. Nach Konzeption, Durchführung und Evaluation des Trainingsprogramms wird erläutert, welche körperlichen, geistigen und sozialen Kompetenzen durch ein Athletiktraining geschult werden und inwiefern sich dieses auf die Mannschaft und die Spieler auswirkt. Übertragen auf den allgemeinen Kontext von Athletiktraining mit geistig behinderten Spielern wird schlussendlich geklärt, unter welchen Voraussetzungen ein solches Training zielgruppengerecht und wirksam ist und welcher Ausblick für die Zukunft vorliegt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 19.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783668089907
    Verlag: GRIN Verlag
    Serie: Akademische Schriftenreihe Bd.V310240
    Größe: 565kBytes
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Fußball und Athletiktraining im wettkampforientierten Behindertensport

2. Aktueller Wissensstand zum Athletiktraining

Dieser Teil der Arbeit soll dem Leser einen Überblick über verschiedene Inhalte und Methoden eines Athletiktrainings geben. Die speziellen Übungen ergeben sich aus der spezifischen Leistungs- und Bewegungsstruktur der Sportart Fußball. Die Zusammenfassung sportwissenschaftlicher Erkenntnisse eines Athletiktrainings im Fußball stellt die Grundlage für die spätere Darstellung der Konzeption und Durchführung des Trainingsprogramms dar. In den letzten Jahren wurden dabei das Konditionstraining und dessen klassische Elemente zur Schulung von konditionellen Leistungsfaktoren um Begriffe wie "Core-Training" (Verstegen& Williams, 2006) oder "funktionelles Training" (Boyle, 2010) erweitert. Zudem rückte das Koordinationstraining in den Vordergrund, was zur Folge hatte, dass der Begriff "Konditionstraining" in vielen neueren Beiträgen abgelöst wurde. Zu Anfang werden deshalb zunächst einmal die Begriffe "Konditionstraining" und "Athletiktraining" erklärt. Nach der Zusammenfassung von Trainingsinhalten und -methoden wird die Behinderung der Spieler in Bezug zum Fußball thematisiert.

2.1. Zum Begriff Athletiktraining

Das Athletiktraining baut auf dem Begriff des "Konditionstrainings" auf, der nach wie vor in der Mehrzahl der Literatur verwendet wird. In einer engeren Begriffsfassung werden laut Weineck (2004a, S. 15) "die Eigenschaften von konditionellen Eigenschaften auf die motorischen Beanspruchungsformen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit beschränkt". Geese (2009, S. 11) sieht die Kondition als Bedingung zur Realisierung motorischer Fähigkeiten und nennt dabei dieselben physischen Faktoren wie Weineck. Neben diesen Faktoren spielen dabei allerdings auch die koordinativen Fähigkeiten eine entscheidende Rolle, da diese bereits Voraussetzung für die Entwicklung konditioneller Fähigkeiten sind (Grosser, Starischka & Zimmermann, 2004). So verwenden auch Bisanz und Vieht (2000) nach wie vor den Begriff "Kondition", meinen damit aber die Elemente Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und eben die Koordination, bestehend aus einem speziellen Training von verschiedenen Lauf- und Sprungformen. Ein Training koordinativer Fähigkeiten beziehungsweise Übungen mit koordinativ anspruchsvollen Bewegungsabläufen finden im Trainingsprogramm "Core Performance" (2011) von Mark Verstegen Anwendung.

Der Begriff "Athletiktraining" umfasst neben den konditionellen Fähigkeiten genau diese Aspekte und wird von Steinhöfer (2008) auch so verwendet. Ziel ist also die optimale Ausprägung sportmotorischer Fähigkeiten, welche Kondition und Koordination gleichermaßen umfasst. Das Training sporttechnischer Fertigkeiten mit Ball fällt allerdings nicht mehr in das Aufgabenfeld eines Athletiktrainers, da sich dieses Ziel zu sehr mit dem des klassisch komplexen Fußballtrainings überschneidet. Schnabel und Thiess (1993, S. 72) definieren das Athletiktraining im Lexikon der Sportwissenschaft folgendermaßen:

"Aus trainingsstruktureller Sicht bestimmter Trainingsbestandteil, wobei konditionelle und koordinative Leistungsvoraussetzungen mit allgemeinen und speziellen Trainingsmitteln trainiert werden."

2.2. Die Leistungsstruktur der Sportart Fußball

In der Struktur der Leistungsfähigkeit eines Fußballers liegen verschiedene Fertigkeiten, Fähigkeiten und Eigenschaften vor, die sich gegenseitig beeinflussen und leistungslimitierend auswirken. In der folgenden Abbildung sind die mit einem Athletiktraining zu beeinflussenden Faktoren - die koordinativen Fähigkeiten sowie die Teilkomponenten der Kondition - farblich hervorgehoben. Die konditionellen Fähigkeiten "stellen eine Vorbedingung für stabile technische, taktische und psychische Leistungen im Wettkampf dar" (Weineck, 2004, S.15). Nicht nur in Bezug auf die Leistung im

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