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Alpenvereinsjahrbuch BERG 2018

  • Erscheinungsdatum: 24.11.2017
  • Verlag: Tyrolia
eBook (ePUB)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Alpenvereinsjahrbuch BERG 2018

Der König der Hohen Tauern steht als Gebiet im Mittelpunkt der neuen Jahrbuchausgabe. Im Dreiländereck Tirol - Salzburg - Kärnten kulminiert nicht nur die Alpenrepublik, am Großglockner verdichten sich auch Geschichte, Mythos und Wissenschaft auf besondere Weise: Sensationelle Funde von jahrtausendealten Bäumen im Bereich der Pasterze erzählen von der Klimageschichte des Holozäns; in der Glocknerwand wurde erst vor wenigen Jahren einer der größten und schönsten Kristallschätze der Ostalpen geborgen; am Großglockner fiel vor bereits 100 Jahren eine visionäre Entscheidung - zugunsten der damals noch jungen Naturschutzidee, entgegen massiver privater und wirtschaftlicher Interessen. Ein spannender Prozess! Höchste Zeit also sich selbst ein Bild von dieser Bergwelt zu machen: Warum nicht auf dem siebentägigen Hüttentrekk der Glocknerrunde oder einer der klassischen Gipfelrouten? Alpine Erlebnisse der Extraklasse sind garantiert. Das Jahrbuch BERG bildet mit seiner überzeugenden Themenvielfalt, der herausragenden inhaltlichen und optischen Qualität sowie dem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis seit Jahren ein Must-have im Bergbuchbereich. Erstklassige Beiträge namhafter Autoren und Fotografen bringen einen einzigartigen Überblick über die wichtigsten Themen und Trends aus der Welt der Berge und des Bergsports. Der BergWelten-Schwerpunkt gilt diesmal dem Großglockner, die Rubrik BergFokus widmet sich dem Thema Bergsport und Gesundheit. Die Herausgeber: DAV, ÖAV, AVS Deutscher Alpenverein, München, Österreichischer Alpenverein, Innsbruck, Alpenverein Südtirol, Bozen unter der Redaktion von Anette Köhler, Tyrolia-Verlag Innsbruck

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 24.11.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783702236489
    Verlag: Tyrolia
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Alpenvereinsjahrbuch BERG 2018

Von wegen Erholung

Zur 142. Ausgabe des Alpenvereinsjahrbuches

Anette Köhler

So, wie wir unsere Museen, Konzerthallen und Orchester schätzen, so schätzen wir auch unsere Naturräume. Nicht nur wegen der "Erholung" - niemand geht ins Museum, nur um sich zu erholen.

Und ebenso ist es im Gebirge: Es geht nicht nur um Erholung, es geht darum, den Alltag zu transzendieren, zu überschreiten , ihm ein Licht aufzusetzen. Insofern ist der Erholungsraum Alpen des Alpenplans auch ein "Bereicherungsraum" - ganz ohne Heller und Pfennig.

Rudi Erlacher

Gesundheit gilt den meisten Menschen als ihr höchstes Gut. "Hauptsache gesund", heißt es, "dann kommt alles andere von allein". Gerade für uns Bergsportler ist das Thema zentral und es steht außer Frage, dass ein aktiver Lebensstil ganz wesentlich zu Fitness und Wohlbefinden beiträgt. Bewegung ist die beste "Firewall" gegen die Zumutungen und Übergriffe des digitalen Lebensstils, der uns grenzenlose Freiheit verspricht und dabei zum Stillsitzen und immer schnellerem Funktionieren und Konsumieren zwingt. Wer sich hingegen regelmäßig bewegt, hat beachtliche Chancen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Zivilisationskrankheiten davonzulaufen. Aber mal ehrlich: Pflegen nicht gerade wir Bergsportler oft einen kompromisslosen, narzisstischen Lebensstil, der die Konzepte von Wachstum (schneller, höher, schwieriger) und Endloskonsum längst verinnerlicht hat? Der Fokus Bergsport und Gesundheit dieser Jahrbuchausgabe widmet sich diesem komplexen Themenfeld, das die vielfältigen Tätigkeitsbereiche des Alpenvereins wie eine Klammer umfasst und uns alle betrifft. Genau deshalb hatte der Österreichische Alpenverein in den letzten drei Jahren hier seinen Arbeitsschwerpunkt gesetzt, der mit dem Fachsymposium "Bergsport & Gesundheit" im November 2016 seinen Abschluss fand.

Doch was ist eigentlich Gesundheit? Und wie wird und bleibt man gesund? Fest steht, dass Gesundheit mehr ist als die bloße Abwesenheit von Krankheit. Nach dem Konzept der Salutogenese (das - im Gegensatz zur Pathogenese - Gesundheits- und nicht Krankheitsprozesse beschreibt) ist Gesundheit ein lebenslanger dynamischer Prozess, der zwischen den Polen Krankheit und Gebrechen einerseits sowie dem erstrebenswerten Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens verläuft. Für Aaron Antonovsky, der den Begriff der Salutogenese prägte, ist dabei der "Sense of Coherence" ein wesentlicher Aspekt: das "Sinnesorgan" für Stimmigkeit, Verbundenheit, ja Sinnhaftigkeit, das jeder Mensch von Geburt an hat.

Neben allen positiven Auswirkungen auf unsere Physis ist es wohl gerade das Stärken dieses "Sense of Coherence", das Aktivitäten in der Natur so besonders macht: Wenn wir während eines fordernden Tages in den Bergen uns selbst in einer anderen Weise spüren, als es uns die modernen Arbeits- und Lebenswelten oft auferlegen; spüren, dass wir die Herausforderungen, die der Weg mit sich bringt, aus eigenen Kräften meistern können, uns auf ein Ziel hin anstrengen und es erreichen können und uns angesichts der Größe der Natur gleichzeitig in unserer Bedeutung relativiert und als Teil von etwas Größerem empfinden dürfen.

Bergsport in all seinen Spielarten fördert Selbstwahrnehmung, Selbstwirksamkeit und Resilienz entscheidend und kann uns ein Gefühl der Verbundenheit schenken (siehe Beitrag Seite 72 ): Aspekte eines gesunden, gelingenden Lebens, die kein Fitnessstudio bieten und die man nirgendwo sonst kaufen kann - und welche die Funktion der "Erholung" weit überschreiten. Deswegen ist es von entscheidender Bedeutung, gerade Kindern von Anfang an die Möglichkeit zu geben, sich selbst in der Natur erf

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