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Jäger des versteckten Schatzes Alles über Geocaching von Oschmann, Ingo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.06.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
9,99 €
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Jäger des versteckten Schatzes

Die neue Massenbewegung Geocaching beweist, dass draußen sein nicht nur gesund ist, sondern auch richtig Spaß machen kann: Allein hierzulande liegen etwa 300.000 ungehobene Schätze, sogenannte Caches, die es mithilfe von GPS-Gerät und Online-Hinweisen zu fi nden gilt. Egal, ob allein, mit der ganzen Familie oder dem Kegelclub, der passionierte Outdoor- Schatzsucher Ingo Oschmann zeigt auf verständliche und unterhaltsame Weise, wie noch aus dem letzten Couch-Potato ein echter Indiana Jones wird. Ingo Oschmann ist als Comedian, Zauberkünstler, Autor, Moderator und Schauspieler durch TV-Auftritte in zahlreichen Comedy-Sendungen und durch seine Bücher einem breiten Publikum bekannt. Er tourt aktuell mit drei Live-Programmen durch den deutschsprachigen Raum und wann immer er zwischendurch Zeit findet, geht er los und entdeckt durch Geocaching die Welt neu.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 13.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641134198
    Verlag: Heyne
    Größe: 6512 kBytes
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Jäger des versteckten Schatzes

II. Wie alles begann: Vom Couch-Potato zum Jäger des versteckten Schatzes!

Geocaching, so meine Erfahrung, erschließt sich erst, wenn man selbst einen Geocache gefunden hat. Passiv an einer Geocaching-Suche teilzunehmen macht zwar ungeheuer viel Spaß, ist ungemein lehrreich und sicher auch unfassbar spannend, aber einfangen wird dich das Geocaching erst in dem Moment, in dem du selbst einen Schatz gefunden hast und den Behälter in deinen eigenen Händen hältst. Dann hüpft dein Herz vor Aufregung, und deine Begeisterung wird gegen unendlich gehen. So erging es mir und allen meinen Freunden.

Ich hatte viel vom Geocaching gehört und gelesen, aber der Sinn dieses Hobbys war mir völlig unverständlich. Warum sollte ich im Wald durchs Unterholz streifen, nur um später eine verschmierte Filmdose in den Händen zu halten? Das machte für mich definitiv keinen Sinn. Auch wenn Geocachen ein Megatrend ist, ich will und muss nicht bei jeder Modeerscheinung mitmischen! Ich lackiere mir ja auch nicht die Fingernägel schwarz, nur weil David Beckham und Ozzy Osbourne das schick finden.

Tja, aber dann ... dann ist alles ganz anders gekommen. (Also, das mit dem Geocachen, nicht mit den Fingernägeln ...) Der folgende Erlebnisbericht hat sich im Wesentlichen so zugetragen. Die Namen der Beteiligten aller Berichte in diesem Buch habe ich zu ihrem Schutz geändert. Auch die Cachenamen und die Koordinaten sind frei erfunden, da ich den jeweiligen Cache nicht verraten möchte.

Winni und der Wikingergeist - meine erste Schatzsuche

Mein alter Kumpel Winni aus Flensburg machte mit seiner Belegschaft einen Mitarbeiterausflug und lud mich ein, bei diesem Event dabei zu sein. Da ich am Abend einen Auftritt in der Gegend hatte und der Ausflug tagsüber stattfinden sollte, sagte ich zu.

Am Treffpunkt angekommen, rief Winni freudig und mit leuchtenden Augen in die Runde: "Heute wird gecacht! Superduper, oder?" Er blickte erwartungsvoll in die Runde.

Doch statt mit Begeisterungstürmen wurde er mit fassungslosem Schweigen bedacht. Stell dir einen Jongleur auf der Bühne vor, der vier Elefanten, drei Giraffen, zwei Löwen und einen Klopömpel in der Luft jongliert und nach dieser Wahnsinnsnummer mit einem "Hepp!" Applaus einfordert. Und dann kommt: nichts. Nur Stille. Und zwar eine Stille, die so tief und so brutal leise ist, dass jede noch so schnelle Bewegung wie in Zeitlupe an dir vorbeiwabert. So stand Winni jetzt vor uns, und das Schweigen dehnte sich ins Unendliche.

Leonie (20), eine von zwei Praktikanten der Firma und normalerweise in der Buchhaltung anzutreffen, es sei denn, sie raucht eine Zigarette auf dem Balkon - und sie raucht eigentlich immer -, durchbrach als Erste die Lethargie der Gruppe, indem sie ein beherztes "Hä?" in die Runde warf. Freies Reden, das wurde mir schnell klar, zählte nicht zu ihren Stärken. Dafür engagierte sie sich bei den Themen Facebook, Party und Promiklatsch und konnte alle Teilnehmer des Dschungelcamps alphabetisch und in der Reihenfolge ihres Ein- und Auszuges aufsagen. Mit verbundenen Augen! Ihr nächstes Ziel: alle Sendungen des TV-Formates Frauentausch zu verinnerlichen. Sollte sie es schaffen, anhand eines zweisekündigen Ausschnittes Vor- und Nachnamen aller Familien samt einer kurzen Inhaltsangabe ihrer Probleme abzurufen, dann wollte sie sich bei Wetten dass ...? anmelden. Gut für alle Beteiligten, dass es Wetten dass ...? nicht mehr gibt!

Gunnar (50), leicht untersetzt und überzeugter Bewegungslegastheniker, ergriff als Nächster das Wort. Dieses wunderbare Klischee von einem Hausmeister, dessen liebste berufliche Handlung darin bestand, in seinem Kabuff zu sitzen, Kaffee zu trinken und das Werksgelände zu beobachten, galt innerhalb der Firma als ehrliche, aber schroffe Ruhrpottschnauze. Er übersetzte den Kommentar der Praktikantin in einen vollständigen Satz: "Watt

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