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Netzwerke und Organisationsentwicklung in der Weiterbildung von Feld, Timm C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.04.2011
  • Verlag: W. Bertelsmann Verlag
eBook (PDF)
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Netzwerke und Organisationsentwicklung in der Weiterbildung

Die Bedeutung von Netzwerken und Kooperationen in der Weiterbildung nimmt immer weiter zu. Doch wie verändern sich dadurch die Organisationsstrukturen von Einrichtungen der Weiterbildung? Die erste qualitativ-empirische Studie zu diesem Thema analysiert die Auswirkungen von Netzwerktätigkeit auf die strategische, strukturelle und kulturelle Ausgestaltung von Weiterbildungsorganisationen und gibt wichtige Impulse für eine zukünftige netzwerkorientierte Organisationsentwicklung.

Timm C. Feld ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Marburg und beim Deutschen Institut für Erwachsenenbildung in Bonn.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 168
    Erscheinungsdatum: 05.04.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783763948611
    Verlag: W. Bertelsmann Verlag
    Größe: 3485 kBytes
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Netzwerke und Organisationsentwicklung in der Weiterbildung

" 3. Methodisches Vorgehen (S. 40-41)

Im Folgenden finden sich Erläuterung und Diskussion der verwendeten Forschungsmethode. Damit sollen sowohl das Verfahren als auch die in Kapitel 4 zu präsentierenden, empirischen Ergebnisse nachvollziehbar gemacht werden. Hierzu wird auf den methodischen Zugang, die Beschreibung der Auswahlkriterien, den Untersuchungsablauf sowie auf die gewählte Analyse strategie eingegangen.

3.1 Forschungszugang

Gesellschaftliche Wirklichkeit unterliegt sozialer Konstruktion. Daher lassen sich Organisationen nicht als ein objektives Faktum betrachten, sondern eher als sozial konstruierte, subjektiv differierende Realitäten, die nur "in den Köpfen" der Organisationsmitglieder existieren (vgl. Berger/ Luckmann 1972). Es ist folglich angemessen, die jeweilig durch die Forschung fokussierten Organisationsrealitäten aus Sicht der handelnden Subjekte bzw. spezieller Akteure in der Organisation wissenschaftlich zu rekonstruieren.

Der methodische Zugang orientiert sich so an zentralen Argumenten der phänomenologischen Forschungstradition, bei der soziale Wirklichkeit nicht unabhängig von Zeit und Raum als objektive Wahrheit zu begreifen ist, sondern vielmehr als Ergebnis kollektiver und individueller Wahrnehmungen und Interpretationen (vgl. Glaser/Strauss 1993, S. 92f., zit. nach Kühl/Strodtholz/Taffertshofer 2009, S. 18). Um solche Realitätsrekonstruktionen zu ermöglichen, wird eine Methode notwendig, die zum einen nah am in der Organisationsumwelt agierenden Subjekt arbeitet (vgl. Weik 2005, S. 97f.) und der es zum anderen gelingt, die Komplexität und Mehrdimensionalität der Einflussfaktoren eines Netzwerks auf die kooperierenden Weiterbildungseinrichtungen zu erfassen.

Da es sich zudem bei den für die Untersuchung benötigten Wissensbeständen nicht um allgemein zugängliches bzw. für jedes Organisa tionsmitglied verfügbares Wissen handelt, sondern vielmehr um exklusives, aus der speziellen Tätigkeit einzelner Organisationsmitglieder entstandenes Sonderwissen, fiel die Wahl der Forschungsmethodik auf qualitative, leitfadengestützte Experteninterviews. Befragt wurden für die vorliegende Studie Personen, die das benötigte, erfahrungsbasierte Spezialwissen aufweisen, also Aussagen darüber machen können, inwieweit die Teilnahme von Weiterbildungseinrichtungen an interorganisationalen Netzwerken die organisationale Ausprägung einer Einrichtung beeinflussen bzw. verändern, und wie die Einrichtungen entsprechend reagieren bzw. welche Strategien zur produktiven Integration der Netzwerkteilnahme angewendet werden.

So ist die Methode des Experten interviews insbesondere geeignet, um das den Expert/inn/en zugeschriebene Spezialwissen über die zu erforschenden sozialen Sachverhalte zu erschließen (vgl. Gläser/Laudel 2009, S. 12) bzw. im Rahmen von Prozessen der qualitativen Organisationsforschung sozia le Phänomene zu rekonstruieren und zu erklären sowie daraus fallübergreifende und überindividuelle Verallgemeinerungen zu ermöglichen (vgl. Froschauer/Lueger 2009)."

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