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Afghanistan seit 2001 Eine Beurteilung der Einsätze von Spezialkräften und konventionellen Truppen unter der Maßgabe der USA von Holz, Daniel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.01.2015
  • Verlag: vdf Hochschulverlag AG
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Afghanistan seit 2001

Die Publikation untersucht die militärische Situation in Afghanistan seit 2001 mit Fokus auf den Kampf gegen aufständische Gruppierungen und die Interessen der USA. Ein Kernpunkt ist der bewaffnete Widerstand, der sich aus der Talibanbewegung, Resten von Al Kaida und den mit beiden assoziierten unterschiedlich organisierten ausländischen Kämpfern zusammensetzt; hinzu kommt die Problematik mit den lokalen Machthabern. Folgende Fragen stehen im Vordergrund: Inwiefern war der Einsatz von Spezialkräften der USA und Verbu?ndeter hinsichtlich einer gesamtstrategischen Zielsetzung effektiv? Wäre die Lage weniger eskaliert, wenn von Anfang an mehr Bodentruppen eingesetzt worden wären? Welche strategischen Ziele verfolgen die USA am Hindukusch - und das nicht erst seit dem 11.9.2001?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 266
    Erscheinungsdatum: 30.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783728136602
    Verlag: vdf Hochschulverlag AG
    Größe: 10296 kBytes
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Afghanistan seit 2001

3 Methodische Vorgehensweise

Aktueller Forschungsstand:

Über den aktuellen Konflikt in Afghanistan wird zwar viel geschrieben, in einigen Beiträgen wird er auch als Krieg bezeichnet, der strategische Hintergrund aber, der nur aus einer Analyse im Gesamtzusammenhang des US-amerikanischen Interesses heraus zu verstehen ist, kommt deutlich zu kurz.

Will man sich dem Thema Afghanistan nähern, so kann man heutzutage nicht außer Acht lassen, dass dieses Land letztmalig von Alexander dem Großen wirklich erobert wurde und alle anderen Invasoren über kurz oder lang mehr oder weniger gescheitert sind.

Auch dem Einsatz der verschiedensten Waffensysteme und dem neuen Denkansatz für selbige seitens des US-Militärs wird nicht immer zur Gänze Rechnung getragen.

Gelegentlich wird, zumindest gemäß dem Autorenkollektiv Vick, Grissom u.a., in verschiedenen Publikationen, die eine gewisse Affinität zur US-Administration haben, nur ein Teilaspekt des Krieges und seiner Mittel beleuchtet. 24

Ein Schwerpunktthema waren und sind der Luftkrieg im Zusammenhang mit COIN und die Diskussion über die Sinnhaftigkeit dieses Mittels in diesem Zusammenhang (siehe Air Power in a COIN Era) .

Als nicht zielführend für die vorliegende Arbeit erweist sich die Herangehensweise an die Forschungsfrage mittels einer Kosten-Nutzen-Analyse oder einer reinen Netzwerkanalyse, der statistischen Auflistung und Auswertung von Anschlägen, Bombenangriffen, Operationen und Kosten der eingesetzten Truppen etc. Diese Methodik würde im vorliegenden Falle zu kurz greifen. Die Daten sind oft nicht belastbar, da es nicht möglich ist, Quantität und Qualität ausreichend zu validieren.

Die vorliegende Arbeit stellt eine Hypothesen generierende Fallanalyse der US-amerikanischen Gesamtstrategie dar sowie der militärischen Mittel, die bislang zum Einsatz kamen. Die qualitative Inhaltsanalyse wird mittels Zusammenfassung und Explikation als Auswertetechnik für die offiziellen Strategiepapiere und Militärdoktrinen durchgeführt.

Es geht auch nicht darum, Interdependenzen zwischen einzelnen Akteuren in den USA aufzuzeigen, sondern um eine Auswertung des politisch geforderten Handelns und der militärischen Umsetzung vor Ort in Afghanistan (immer aus Sicht der USA).

Am Rande finden normative Theorien aus verschiedenen Disziplinen Eingang in die Untersuchung, wie z.B. aus dem Bereich der politischen Philosophie oder der Rechtswissenschaft, immer unter dem besonderen Aspekt des Völkerrechts.

Um die Situation heute besser zu verstehen, kommt es darauf an, die militärstrategischen Erfahrungen der Vergangenheit (Erfahrungen der Briten in den Kolonialkriegen des 19. Jahrhunderts und der Sowjets in den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts) mit dem jetzigen Vorgehen der USA abzugleichen. Hierbei ist die Zielsetzung des Einsatzes von Militär, aufgegliedert nach Raum, Zeit und Kräften und der daraus resultierenden quantitativen wie qualitativen Umsetzung durch das US-Militär seit 2001, unter dem Gesichtspunkt der Aufstandsbekämpfung zu hinterfragen und mögliche Parallelen sind aufzuzeigen.

Eine Feststellung gilt es zu beachten, die großen Einfluss auf den Ablauf von Operationen vor Ort hat. Unter militärstrategischer US-Führung agieren mehr oder weniger auch die anderen an der Terror- und Aufstandsbekämpfung beteiligten Nationen. Von Beginn an waren OEF und in der Folge auch ISAF amerikanisch dominiert und zur Umsetzung von US-Doktrinen indirekt gezwungen. So kann kritisch angemerkt werden, dass die Anfangsoperation im Rahmen eines Antiterroreinsatzes OEF eine amerikanische Operation ist, bei der durch die Beistellung kleinerer Kontingente von u.a. Spezialkräften anderer Nationen der Eindruck der Multilateralität geweckt werden sollte. Dass diese kleineren Kontingente befreundeter Nationen schon im Vorfeld viel mit den US-Kräften zusammengearbeitet hatten, erleichterte es diesen, d

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