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25 Jahre danach: Untersuchung inhaltlicher Konvergenzvorgänge im deutschen und österreichischen Fernsehmarkt von Schopf, Josef (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2015
  • Verlag: Bachelor + Master Publishing
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25 Jahre danach: Untersuchung inhaltlicher Konvergenzvorgänge im deutschen und österreichischen Fernsehmarkt

Vor 25 Jahren, 1984 wurde das Privatfernsehen eingeführt. Damals konnte der durchschnittliche Haushalt drei Programme empfangen. Heute wählen fast 80 Prozent der Haushalte aus über 30 Programmen, mehrheitlich von privaten Anbietern, aus. Durch das Privatfernsehen hat sich der Markt verändert. Die Öffentlich-Rechtlichen mussten lernen, mit Konkurrenz umzugehen. Die Zahl der Medienorganisationen wurde höher und gerade in den letzten Jahren sind viele neue Anbieter dazu gekommen. Diese Vielzahl ist keine Garantie, aber eine Chance für inhaltliche Vielfalt. Seit Einführung des Privatfernsehens postulieren Wissenschaftler die Konvergenzhypothese die besagt, dass sich die Inhalte der öffentlich-rechtlichen und der privaten Anbieter angleichen und dies zu einer Nivellierung der medienpolitisch relevanten Unterschiede führt. Durch Vorgaben wie dem Rundfunkstaatsvertrag Deutschlands oder dem ORF-Gesetz in Österreich soll gewährleistet werden, dass die Qualität und die Vielfalt gerade im öffentlich-rechtlichen Bereich hoch gehalten wird. In dieser Studie wird geprüft, ob die vielen Medienorganisationen am deutschen und österreichischen Fernsehmarkt ihre Chance auf inhaltliche Vielfalt nutzen. Josef Schopf, Bakk. Komm. BA, wurde 1986 in Steyr geboren. Seine Faszination für Medien, Sport, Geschichte und neue Technologien führte ihn 2007 nach Salzburg, wo er das Bachelorstudium Kommunikationswissenschaft begann. Sein Zweitstudium Geschichte schlo

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 56
    Erscheinungsdatum: 01.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956846441
    Verlag: Bachelor + Master Publishing
    Größe: 1015kBytes
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25 Jahre danach: Untersuchung inhaltlicher Konvergenzvorgänge im deutschen und österreichischen Fernsehmarkt

Textprobe: 2.3, Konvergenzdebatte - Die Frage der Vielfalt: In der Kommunikationswissenschaft meint der Begriff Konvergenz den Versuch öffentlich-rechtlicher und privater Fernsehsender, erfolgreiche Programmschemata und -formate der konkurrierenden Veranstalter nachzuahmen. Im schlimmsten Fall führt dieser Prozess zur völligen Angleichung der Programmangebote und zu einer Nivellierung der medienpolitisch relevanten Unterschiede zwischen den beiden Veranstaltertypen (vgl. Maier 2002: 47). Mit der Vielfalt ist eines der zentralen Kriterien für die Beurteilung eines Mediensystems gemeint. Jedoch geht es bei der hier in Betracht genommenen Vielfalt nicht um die Meinungs-vielfalt, sondern um die Verschiedenartigkeit der angebotenen Programminhalte (vgl. Fahr/Rossmann/Brosius 2005: 93). Die inhaltliche Vielfalt ist in empirischen Studien schwer zu messen. Fahr, Rossmann und Brosius (2005:93) nehmen an, dass die Vielfältigkeit der Programmstruktur sowie der angebotenen Genres allerdings auf die inhaltliche Vielfalt rückschließen lässt. Daher begreifen sie strukturelle Vielfalt als Voraussetzung für inhaltliche Vielfalt. Gerade mit der Einführung des privaten Fernsehens blühten die Diskussionen über die Vielfalt auf, denn einer der Hauptgründe für die Einführung des Privatfernsehens war die Argumentation, dass eben diese Einführung von kommerziellen Anbietern zu einer größeren inhaltlichen Vielfalt führen würde. 'In Zusammenhang mit der Vielfaltsdiskussion steht die Konvergenzhypothese, mit der öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern unterstellt wird [...] Programmverpflichtungen zu vernachlässigen, in dem sie massenattraktiven Programmen einen immer größeren Anteil am Programmangebot einräumen.' (Fahr/Rossmann/Brosius 2005: 93). Im Jahr 1989 - fünf Jahre nach der Dualisierung des deutschen Fernsehens - prägten Heribert Schatz, Nikolaus Immer und Frank Marcinkowski in ihrem Artikel: 'Der Vielfalt eine Chance?' erstmals die bis heute viel diskutierte Konvergenzthese (vgl. Maier 2002: 19). Schatz selbst definiert die Konvergenz wie folgt: 'Konvergenz ist demnach ein Prozeß der Programmangleichung zwischen zwei konkurrierenden Anbietern im dualen Rundfunk in Richtung auf ein optimal an den aktuellen Zuschauerpräferenzen ausgerichtetes Programmprofil, wobei der Konvergenzdruck auf einen Anbieter um so höher ist, je weiter sein Programmprofil vom Median der (Häufigkeitskurve der) Zuschauerpräferenz entfernt ist.' (Schatz 1994: 199). Schatz selbst erklärt mit Hilfe einer Grafik den Verlauf des Konvergenzprozesses. Der neue Anbieter beginnt zuallererst damit, die bisher vom Monopolanbieter nicht befriedigten Zuschauerwünsche zu bedienen. Im Fall der BRD deckten RTLPlus und Sat1 das Fehlen an unterhaltungsorientierten Angeboten mittels Horror-, Sex- und Gewaltprogrammen ab. Weiter behauptet Schatz (1994: 200), dass sich der neue Anbieter von 'rechts' immer näher zur Mitte orientieren wird, um höhere Einschaltquoten zu erzielen. Dies geschieht laut Schatz auch deswegen, weil der bisherige Monopolist sein Programmprofil nach 'rechts' ausweiten wird, um seine Gesamtreichweite zu verteidigen. 'So kommt man sich näher, bis durch volle Konvergenz der Programmprofile ein Gleichgewichts-zustand eintritt, bei dem sich die beiden Anbieter die Zuschauer hälftig teilen.' (Schatz 1994: 200). Dass diese von Schatz, Immer und Marcinkowski formulierte These von medienpolitischer Brisanz ist, liegt natürlich auf der Hand. So würde die Angleichung der Programmprofile von öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsendern durchaus Zweifel an der Erfüllung eines besonderen Programmauftrags durch die Öffentlich-Rechtlichen aufkommen lassen. Weiters könnte die Bestätigung dieser These auch die Frage aufwerfen, ob nicht 'Grundversorgung' auch von den privaten Sendern geboten wird (vgl. Kliment/Brunner 1998: 57). Was Maier (2002: 87-90) an der Konvergenzthese von Schatz kritisiert, ist die Tatsache, dass es generell drei Ar

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