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Journalismus Was man wissen und können muss. Ein Lese- und Lernbuch von Noske, Henning (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.11.2015
  • Verlag: Klartext Verlag
eBook (ePUB)
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Journalismus

2. überarbeitete und ergänzte Auflage! Journalismus. Das ist: recherchieren, schreiben, präsentieren. Doch wie geht das? Wie macht man es richtig? Dieses Buch führt in das journalistische Handwerk ein. Seine hohe Praxisorientierung mit vielen Tipps und Arbeitsbeispielen macht es auch für etablierte Journalisten interessant - zum Durchblättern, Nachschlagen, als Arbeitshilfe. Hier wird alles erklärt, was ein guter Journalist können und wissen muss: - So schreibt man gut - So recherchiert man - So formuliert man Überschriften - So führt man Interviews - So präsentiert man sich und seine journalistischen Arbeiten - So funktionieren Print- und Online-Journalismus Henning Noskes 'Lese- und Lernbuch' ist ein anderes Journalismus-Buch, das aus dem Alltag und im Alltag einer Redaktion entstanden ist. Noskes journalistische Alltags-Erfahrungen prägen das Buch: Sie geben dem erfahrenen Redakteur Stoff, seine Routinen zu überprüfen, und dem Anfänger die Hilfe, die er für seine Entscheidung braucht, den Beruf zu erlernen. Viele Medien-Karrieren beginnen im Lokalen. Daher ist die neue Auflage des Buches um ein Kapitel zum Lokaljournalismus erweitert worden. Henning Noske, Jahrgang 1959, ist Wissenschaftsredakteur der Braunschweiger Zeitung und Leiter der Stadtredaktion. Er hat einen Lehrauftrag für Printjournalismus an der TU Braunschweig und wurde mit mehreren Journalistenpreisen ausgezeichnet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 24.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783837515251
    Verlag: Klartext Verlag
    Größe: 1028 kBytes
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Journalismus

2.Motive, Typen, Rollenbilder: Journalisten

Journalisten kennen sich aus, sind bekannt, schreiben interessante Artikel. Sie sind irgendwie engagiert, wollen ständig etwas bewegen, graben immer etwas aus. Vermutlich haben sie kaum Privatleben, und wenn, dann ist es eine Art Prominentenparty. Sie würden auch ihre Großmutter für eine gute Story verkaufen.

Klischees, nicht selten durch journalistische Star-Rollen in Filmen geprägt. So lässt Jack Lemmon in Billy Wilders Film "Extrablatt" sogar seine Braut am Tag vor der Hochzeit für einen Scoop sitzen. Im Grunde genommen ist er mit seinem Chefredakteur glücklich verheiratet, sie lieben und sie schlagen sich. In "Reporter des Satans", ebenfalls von Billy Wilder, nimmt Kirk Douglas als abgehalfterter Reporter das im Berg verschüttete Opfer buchstäblich als Geisel - und organisiert draußen exklusiv die Sensationsstory.
Dicht dran am spektakulären Geschehen

Die Wirklichkeit ist aber manchmal gar nicht so weit davon entfernt. Im so genannten Gladbecker Geiseldrama nahm der frühere Chefredakteur einer deutschen Boulevardzeitung neben dem schwer bewaffneten Geiselnehmer Platz und lotste den Wagen aus der Kölner Fußgängerzone. Journalisten sind dicht dran am spektakulären Geschehen, manchmal zu dicht - und manchmal werden sie sogar zu Akteuren. Dabei sind solche spektakulären Ereignisse nicht die Regel, häufig ist von Routine-Dienst, Frust, viel Alkohol, Zigaretten und zerrütteten Beziehungen die Rede.

Irgendwie ist Journalismus also spannend, aber irgendwie auch nicht gesund. Und er ist paradoxerweise ungemein attraktiv: Die Journalistenschulen können sich über einen Mangel an Kandidaten nicht beklagen, für ein Volontariat geht in der Regel ein Vielfaches an Bewerbungen ein, die medienwissenschaftlichen Studiengänge der Hochschulen sind überlaufen. "Irgendwas mit Zeitung" und "Irgendwas mit Journalismus" ist offenbar hochgradig attraktiv. Bloß, was das ist, Journalismus, darüber herrschen klischeehafte, bisweilen abenteuerliche Vorstellungen - falls überhaupt welche bestehen.
Viele Fragen: Warum soll ich mir das antun?

Das ist die große Frage. Warum soll ich mich mit etwas beschäftigen, das mich nicht mehr loslässt, rund um die Uhr in Beschlag nimmt, das mich mehr fordert, als ich vielleicht verkraften kann? Bin ich dazu überhaupt bereit?

- Warum soll ich es mir schwer machen, wenn ich es doch viel einfacher haben kann?

- Warum soll ich mich eigentlich mit Gott und der Welt anlegen, warum soll ich mir Feinde machen?

Warum muss ich mich eigentlich laufend mit Dingen beschäftigen, die ich nicht verstehe, weil ich sie nicht gelernt oder studiert habe? Warum muss ich so lange recherchieren und grübeln, bis ich sie verstehe? Ja, und warum treibe ich dann diesen ganzen aberwitzigen Aufwand schließlich noch mal, um es anderen zu erklären?

Ja, warum eigentlich? Was ist es, was Journalisten antreibt? Warum will man schreiben, berichten , kommentieren? Warum will man nicht nur wissen, wie die Welt tickt und was sie schmiert und zusammenhält, sondern sie in Dreiteufelsnamen auch noch den Leuten da draußen erklären? Sind wir noch ganz bei Verstand?

Diese Fragen sind allesamt rhetorischer Natur. Sie dienen einzig und allein dem Ziel, jetzt noch ein paar unentschlossene Leser hinauszukegeln. Damit wir von jetzt an unter uns sind. Nur noch wir paar Verrückte, die gemeint sind und die ich meine. Leute, die wirklich wissen wollen, wie es geht. Und die sich nicht abschrecken lassen wollen vom härtesten und gemeinsten Beruf der Welt. Es ist der Job, mit dem du dir keine Freunde machst. Es ist der Job, mit dem du dir höchstens Läuse in den Pelz setzt und ständig gegen die eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten kämpfst, die auch noch jeden Tag brühwarm in der Zeitung stehen.

Es ist der Job, der dir wie ein Fallbeil mit

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