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Medienarbeit 2.0 Cross-Media-Lösungen. Das Praxisbuch für PR und Journalismus von morgen von Schulz-Bruhdoel, Norbert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2009
  • Verlag: Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH
eBook (ePUB)
22,10 €
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Medienarbeit 2.0

Der offene Dialog im Web 2.0 bringt einschneidende Veränderungen mit sich - sowohl für die Journalisten als auch für die PR-Zunft. Denn jeder Bürger kann mit den Funktionen der 'Social Media' selbst publizieren, was er für mitteilenswert hält. Der Internetnutzer stellt die Themen- und Meinungshoheit von Zeitung, Fernsehen und Radio in Frage. Er misstraut dem Medienangebot und schafft neben den etablierten Medien neue Foren für den Informations- und Meinungsaustausch in Weblogs und Wikis, Communities und virtuellen Welten. Dieser epochale mediale, ja kulturelle Paradigmenwechsel, in dessen Folge die klassischen Medien stetig an Bedeutung verlieren, zwingt die Branche zum Umdenken. Crossmediales Arbeiten wird zur Pflicht, will man die Chancen des Web 2.0 nutzen und aktiv an der rasanten Entwicklung teilnehmen. Doch viele Unternehmen zögern und verkennen noch das Potential, das Web 2.0 bietet. Es ist ohne Alternative, sich auf die neue Kommunikationskultur des Netzes einzulassen, aber dazu müssen sich Organisationsstrukturen, Denk- und Handlungsweisen verändern. Nur der rückhaltlos offene und ehrliche Dialog auf allen Kanälen verspricht Erfolg. Auf die Kommunikationsmanager kommen spannende Zeiten zu: Sie müssen sich neu erfinden. 'Medienarbeit 2.0' macht die Möglichkeiten des Web 2.0 transparent und vermittelt die strategischen Ansätze für Berater und Unternehmen, die den Chancen und Herausforderungen einer sich rasant ändernden Kommunikationskultur durch Denken in neuen Strukturen gewachsen sein wollen. Ein Buch für die Kommunikationsbranche, das richtungsweisend ist. Jetzt in der 2., aktualisierten Auflage! Norbert Schulz-Bruhdoel, Inhaber der Agentur Punktum PR + Dialog, arbeitet als PR-Berater und Journalist. Der studierte Jurist und Historiker arbeitete als Wissenschaftsjournalist u.a. in London und später als Pressesprecher von Hochschulen und Verbänden. Er ist Autor des Standardwerks 'Die PR- und Pressefibel'. Michael Bechtel war bis 1998 Mitglied der Bundespressekonferenz in Bonn. Heute hat sich der Freie Journalist auf Themenfelder der Wirtschaft verlagert und arbeitet für aktuelle Medien und im Auftrag von Unternehmen, Verbänden und Institutionen. Seit zwanzig Jahren engagiert er sich auch in der Weiterbildung von Journalisten und PR-Verantwortlichen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 262
    Erscheinungsdatum: 01.10.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783899814859
    Verlag: Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH
    Größe: 845 kBytes
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Medienarbeit 2.0

II MEDIENKONSUM UND GESELLSCHAFT

"Alle, die nach Abwechslung rufen, langweilen sich."

SØREN A. KIERKEGAARD

Überblick

- Warum alle ins Internet drängen.

- Warum die Gesellschaft immer neue Medien akzeptiert.

- Warum sich immer mehr Menschen dem Internet zuwenden.

- Warum sich das soziale Leben zum Teil im Internet abspielt.

- Warum viele Medienprodukte nicht überleben werden.

Als Gossip Girl im Herbst 2007 in Serie ging, waren die Einschaltquoten katastrophal; das änderte sich auch in den folgenden Monaten nicht. Der New Yorker Sender "The CW" , ein Joint-Venture von CBS und Warner , hätte die frivolen Geschichtchen rund um ein paar junge Leute aus besseren Kreisen längst von den Bildschirmen verbannt, wenn er nicht eine paradox scheinende Beobachtung gemacht hätte: Überall in den USA sprossen die Fanclubs von Serena, Blair, Chuck und den anderen Teenagern wie Pilze nach einem warmen Regen; die Fernsehserie genoss ein enormes Maß an Popularität. Des Rätsels Lösung: Schon nach den ersten Folgen belegte die Serie regelmäßig den ersten Platz unter den meistgesehenen Sendungen auf iTunes Store ( www.apple.com/itunes ), einem kommerziellen Internetportal, das pro Serienfolge immerhin zwei Dollar kassiert. Hinzu kommen Hunderttausende, die sich die Abenteuer mit einer Woche Verspätung auf der CW- Webseite anschauen. Millionen junge Menschen versammeln sich nicht vor den TV-Geräten, sondern genießen ihre Lieblings-Telenovela irgendwo - am PC, am Notebook oder per iPod. Im September 2010 startete die vierte Staffel, die vorangegangen Folgen von Gossip Girl wurden in mehr als 40 Länder verkauft (in Deutschland lief die Serie auf ProSieben ) und sammelten 14 TV-Auszeichnungen ein.

Ob das Beispiel die multimediale Zukunft vorwegnimmt, in der Inhalte "on demand" angesehen werden, und nicht dann, wenn das Fernsehprogramm sie ausstrahlt, wird sich zeigen. Daran glauben offensichtlich die Fernsehmacher ganz fest, denn überall drängen sie mit beispielloser Energie in die digitale Welt. In Großbritannien scheiterte im November 2008 die BBC mit ihrem Plan, landesweit 65 regionale Online-Portale aufzubauen. Das, so befand die Medienaufsichtsbehörde "Ofcom", hätte den Wettbewerb mit den Verlegern regionaler Zeitungen über die Maße verzerrt. In Deutschland aber haben die Ministerpräsidenten der Länder am 23. Oktober 2008 dem "12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag" zugestimmt, nach dem ARD und ZDF künftig mit einer Fülle von Angeboten im Internet vertreten sein dürfen. Die Landesfürsten hatten sich vom wütenden Protest der Zeitungsverleger wenig beeindruckt gezeigt; zumal die Rundfunkräte der Sender, in denen gesellschaftliche Gruppen von Gewerkschaften über Parteien bis zu Kirchen vertreten sind, die Pläne von ARD und ZDF unterstützt haben.
1 Das Fernsehen geht ins Netz

"Die fetten Jahre kommen" titelte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zu den Geschehnissen. Denn die Aufwendungen für den Gang ins Web-TV können die öffentlich-rechtlichen Sendehäuser aus Gebühren finanzieren, 2009 geschätzte 7,7 Milliarden Euro.

Ganz frei in der Gestaltung ihrer Web-Angebote sind die Sender freilich nicht: Sämtliche Online-Formate und neue Angebote müssen in einem Drei-Stufen-Test dahingehend überprüft werden, ob sie mit dem öffentlich-rechtlichen Auftrag der Sender übereinstimmen. Die Testverfahren und die notwendigen Gremien entwickeln ARD und ZDF selbst; bis Ende August 2010 wurden die bereits bestehenden Angebote dem Test unterworfen. Zudem müssen "presseähnliche Angebote" im Netz einen eindeutigen Sendungsbezug haben, das heißt, sie sollen "der Aufbereitung von Inhalten einer konkreten Sendung einschließlich Hintergrundinf

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