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Naher Osten und Nordafrika Sonderausgabe Transformation Index 2010

  • Erscheinungsdatum: 15.03.2011
  • Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
eBook (ePUB)
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Naher Osten und Nordafrika

Der friedliche Wandel autoritärer Staaten zu Demokratie und Marktwirtschaft stellt Bürger und Politiker vor gewaltige Herausforderungen. Überall auf der Welt ringen reformorientierte Gruppen um Demokratisierung und die Verbesserung der Wirtschaftskraft - unter verschiedenen Ausgangsbedingungen und mit unterschiedlichem Erfolg. Eine kluge politische Steuerung trägt maßgeblich zum Gelingen oder Scheitern solcher Prozesse bei. 2010 legte die Bertelsmann Stiftung zum vierten Mal ihren Transformation Index (BTI) vor. Das globale Ranking bewertet und vergleicht Transformationsprozesse weltweit auf der Grundlage von detaillierten Ländergutachten. Der BTI informiert über den Stand von Demokratie und Marktwirtschaft und bietet umfassende und systematische Vergleichsdaten über die Qualität der politischen Gestaltungsleistung in 128 Transformationsländern im Zeitraum von 2007 bis 2009. Aus aktuellem Anlass fasst diese Auskoppelung aus dem BTI die Daten für die Transformationsländer im Nahen Osten und Nordafrika zusammen. Neben einem Überblick über die gesamte Region sind auch alle Gutachten (in englischer Sprache) für die Länder Ägypten, Algerien, Bahrain, Irak, Iran, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Oman, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, Türkei, Tunesien und Vereinigte Arabische Emirate enthalten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 538
    Erscheinungsdatum: 15.03.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783867933285
    Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
    Größe: 2423 kBytes
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Naher Osten und Nordafrika

Naher Osten und Nordafrika Jan Völkel Überblick zu den Transformationsprozessen in Ägypten, Algerien, Bahrain, dem Irak, Iran, dem Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, dem Libanon, Libyen, Marokko, Oman, Saudi-Arabien, dem Sudan, Syrien, der Türkei, Tunesien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Nahen Osten sowie in Nordafrika haben sich die typischen Entwicklungen der vorangegangenen Jahre auch zwischen 2007 und 2009 weitgehend fortgesetzt. Die seit längerem wahrnehmbare Beobachtung, dass sich die Regierungen der Region zwar auf ökonomische, aber nur bedingt auf politische Reformen einlassen, finden in den Analysen des Transformation Index 2010 eine weitere Bestätigung. Im Bereich der politischen Transformation herrscht in vielen Ländern nach wie vor Stagnation oder gar Rückschritt. Einige Länder aber, wie insbesondere Irak und Sudan, erzielten teils deutliche Verbesserungen, sodass die Region als Gesamtes im Teilindex zur politischen Transformation moderat zulegen konnte. Noch stärker fiel die erneute Verbesserung im Teilindex zur Wirtschaftsentwicklung aus; hier waren es vor allem die Golfstaaten, die die Spitzenwerte für sich verbuchten, ebenso wie im Management-Index, in dem die Region ebenfalls zulegte. Drei Entwicklungen fallen bei einer detaillierten Analyse der Zahlen und Berichte ins Auge. Zunächst sind bei den beiden einzigen "nicht-arabischen" Ländern, Türkei und Iran, zwei ausgesprochen gegenläufige Tendenzen auszumachen. Während die Türkei nicht zuletzt aufgrund ihrer fortschreitenden Annäherung an die EU erneut beachtliche Verbesserungen sowohl im politischen als auch im wirtschaftlichen Bereich erzielte, verfehlte Iran seine bereits zuvor durchweg schlechten Werte und sackte in der Gesamtbewertung erneut ab. Mehr und mehr wird deutlich, wie schlecht die Regierung unter Präsident Mahmud Ahmadinedschad das Land geführt hat, nicht nur hinsichtlich des Verhaltens auf internationaler Ebene, sondern auch und gerade in vielen Bereichen der Innenpolitik. Insbesondere in der Wirtschaftsund Finanzpolitik sind die letzten Tendenzen wenig ermutigend. Überraschend deutlich fallen die konstatierten Fortschritte in den beiden wohl größten Sorgenkindern der Region, Irak und Sudan, aus. Im Irak zeitigte nicht nur die im Jahr 2007 beschlossene neue "Surge"-Strategie der US-Armee, mit verstärkter Präsenz gegen Aufständische vorzugehen, zunehmende Erfolge, sondern es wurde auch eine gewisse "Al-Qaida-Müdigkeit" in der Bevölkerung sichtbar. Im Status-Index sprang Irak im Vergleich zum Transformation Index 2008 von Rang 116 auf 107 (mit deutlich verbesserten Werten von 3,28 auf 3,95) und gilt im Teilindex zur politischen Transformation fortan nicht mehr als "failing state", sondern als stark defekte Demokratie. Irak hat damit den höchsten Sprung innerhalb der Region gemacht. Im Sudan sorgte unterdessen das umfassende Friedensabkommen zwischen dem Nord- und dem Südteil des Landes für Annäherung in diesem inzwischen mehr als 30 Jahre andauernden Konflikt. Zwar haben sich mit Blick auf Darfur bisher keine nennenswerten Verbesserungen ergeben, immerhin aber hat die gebildete "Regierung der Nationalen Einheit" den drängenderen der beiden Konflikte, den Nord-Süd-Konflikt also, deutlich entschärft. Schlussendlich wird immer deutlicher, dass sich nicht nur das wirtschaftliche, sondern auch das politische Zentrum der Region von den traditionell bedeutsamen Staaten wie Ägypten und Jordanien immer mehr in Richtung der Staaten am Persischen Golf verschiebt. Ein Vergleich der Staaten Nordafrikas (Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten) mit denen des Golfkooperationsrates GCC (Kuwait, Bahrain, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate) 1 fördert interessante Ergebnisse zu Tage: Während die nordafrikanischen Staaten zusammengenommen in allen Indizes schlechtere Werte erreichten als noch 2008 (Status-Index -0,05, untert

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