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Vom Land der Dichter und Denker zum Land der Heuchler und Blender Eine Bestandsaufnahme mit Grundsätzen und Leitlinien für ein neues Bürgertum, Stand 2015/16. von Schmoltner, Jürgen B. (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
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Vom Land der Dichter und Denker zum Land der Heuchler und Blender

"Heucheln und Blenden betiteln jene Charaktereigenschaften, die sich heute wie ein roter Faden durch Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ziehen." Dieses Werk greift aktuelle Diskussionen der Politik auf und möchte die Grundlage für eine neue Auseinandersetzung mit den derzeitigen Problemen schaffen. In diesem Zusammenhang werden insbesondere die Politik, Gesellschaft und Wirtschaft beleuchtet, wobei nicht nur die jeweilige Problematik erörtert wird, sondern auch Lösungsvorschläge ausgearbeitet werden. Jürgen B.Schmoltner, 1966 geboren, gelernter Großhandelskaufmann, seit seinem 15. Lebensjahr politisch interessiert, bürgerlich, konservativ, da über 10 Jahre Betriebsrat und Gewerkschaftsmitglied, eben auch sozial ausgerichtet. Ab 2011 Vorbereitung und Erstellung der ersten Druckauflage 'Vom Land der Dichter und Denker zum Land der Heuchler und Blender', welches Anfang 2015 bei Literareon erschienen ist.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 153
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738047141
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 660 kBytes
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Vom Land der Dichter und Denker zum Land der Heuchler und Blender

III. Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten! Und wer schaut zu? Die CSU(CDU)!

Warum für mich und für viele Andere die etablierten Parteien nicht mehr wählbar sind.

Mit diesen abgewandelten KPD-Zitat aus der frühen Weimarer Zeit, das zwar historisch einen anderen Kontext hatte, aber heute einen griffigen Satz darstellt, möchte ich auf die Gründe eingehen, warum die beiden sogenannten Volksparteien sich längst vom Volk verabschiedet haben und deshalb von diesem auch nicht mehr wählbar sind.

Die SPD hatte bei mir zwar schon von Jugendzeiten her einen schlechten Stand, da ich in einer, kann man sagen, "tiefschwarzen" Familie aufgewachsen bin, und soziale Themen für uns zum Glück in den 70er und 80er Jahren eine eher geringe Rolle spielten. Man war fleißig, hatte Arbeit, hatte einen im Vergleich zur Nachkriegszeit beachtlichen Wohlstand. Wohnung mit Zentralheizung, ein Mittelklasse-Auto, und mindestens eine, meistens sogar zwei Urlaubsreisen waren auch drin. Erst in den späten 80er Jahren, als es zum ersten Mal eine spürbar gestiegene Arbeitslosigkeit gab, und spätestens nachdem der Freude über die Deutsche Einheit, Mitte der 90er Jahre die Folgen von Maastricht-EU und die Globalisierung folgten und ihre ersten negativen Auswirkungen hatte, sind bei Diskussionen in der Familie unionskritische und auch wirtschaftskritische Meinungen vertreten worden. Der in Nürnberg/Fürth zu beobachtenden Niedergang der Traditionsfirmen Triumph-Adler, AEG, Grundig und vorher der Zipp-Werke trug sicherlich dazu bei.

Waren damals Gewerkschaften und SPD noch nahezu gleiche Brüder, ist dies spätestens seit dem Rücktritt Lafontaines,

6 Monate nach der rot-grünen Regierungsübernahme 1998 und den Schröderschen Agenda 2010 Forderungen, nicht mehr der Fall.

Nicht nur die in den 70er und 80er Jahren vielleicht übertriebenen Lohnsteigerungen, sondern die meisten sozialen Errungenschaften der vergangenen Hundert Jahre sind seit dieser Agenda-Politik in Gefahr. So war es die Schröder-Regierung, die die durch Bismarck eingeführte und die von Sozialdemokraten nach 1919 erweiterte, paritätische Finanzierung der Sozialversicherung aufgeweicht hat und den Arbeitnehmern immer höhere Eigenanteile und Zusatzbeiträge aufgebürdet hat.

Ebenso war es die SPD-Regierung, die die von Blüm noch verkündeten Garantie, daß die gesetzliche Rente sicher sei, verunglimpfte. Seit Riester wird dem Bürger vorgegaukelt, daß eine private Zusatz-Rente der Finanzindustrie sicherer ist. Spätestens seit der Leman Brothers- und Hypo Real-Estate-Pleite wissen wir, daß dem nicht so ist. So kommt es, daß heute die Krankenschwester durch ihre Steuern und Sozialabgaben die Förderung der privaten Altersversorgung des Arztes, die dieser von Steuern und Sozialabgaben abziehen kann, mitfinanziert.

Auch das unbegrenzt mögliche befristete Einstellung von Arbeitnehmern dürfte zu einem Gutteil auch für die niedrige Geburtenrate verantwortlich sein, da hiervon gerade junge Menschen betroffen sind und befristete Arbeitsverträge die Familienplanung zu einem sozialen Rolettspiel und alle Mutterschutz- und Elternzeitgesetze zur Makulatur machen.

Man hat zwar im Jahr 2001 auf Initiative der Gewerkschaften z.B. das Betriebsverfassungsgesetz mit einigen Verbesserungen für Betriebsräte geändert, ideologische Änderungen wie z.B. die Pflicht, sich für die "Integration ausländischer Beschäftigter" einzusetzen, durften natürlich nicht fehlen und zu Gender-Mainstreaming und der dementsprechenden Änderungen hatte ich bereits geschrieben.

Nur in den Dingen, die garantiert nicht das Anliegen der Mehrheit der SPD-Wähler waren, haben sie Wort gehalten.

Das Staatsbürgerschaftsrecht wurde vom bisher üblichen auf die Abstammung ausgerichteten Recht auf ein reines aufenthaltsbezogenens Recht geändert, so daß Nicht-Deutsche schon nach 8 Jahren Aufenthalt und ausländische K

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