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Möglichkeiten und Grenzen der Thematisierung von Tod und Trauer im Sachunterricht der Grundschule: Dargestellt am Beispiel von Kinderliteratur von Mummelthey, Jenny (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2015
  • Verlag: Bachelor + Master Publishing
eBook (PDF)
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Möglichkeiten und Grenzen der Thematisierung von Tod und Trauer im Sachunterricht der Grundschule: Dargestellt am Beispiel von Kinderliteratur

Die Themen Tod und Trauer sind wesentliche Bestandteile unseres Lebens. Jeder Mensch wird innerhalb seines Lebens mit diesen schwierigen Themen konfrontiert und muss sich persönlich damit auseinandersetzen. Auch Kinder werden nicht von Tod und Trauer verschont. Schon früh sammeln sie Erfahrungen in Hinblick auf Verluste, Todeserlebnisse und den damit verbundenen Gefühlen. Kinder stellen Fragen dazu, wollen wissen, was sich hinter dem Tod verbirgt und was es bedeutet, tot zu sein. Sie sind interessiert an den Themen. Doch wie soll man auf Kinderfragen antworten, auf ihre Trauer reagieren, wenn man sich selbst nie wirklich intensiv mit Tod und Trauer auseinandergesetzt hat und auch nie wirklich gelehrt bekam, was dies bedeutet? Sollten, beziehungsweise müssen denn Kinder schon etwas über den Tod wissen? Verfügen sie über das nötige Verständnis? Vor allem als zukünftige Grundschulpädagogin wird mir dadurch die Bedeutsamkeit bewusst, sich selbst mit diesen Themen auseinanderzusetzen um Kindern Fragen beantworten zu können, um sie vorzubereiten auf solche schwierigen Situationen und um so ein wesentliches Thema nicht einfach zu verdrängen. Die vorliegende Studie setzt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der Thematisierung von Tod und Trauer im Sachunterricht der Grundschule auseinander. Die Thematisierung soll in diesem Zusammenhang am Beispiel von Kinderliteratur, als mögliche, methodische Chance zur Auseinandersetzung mit den Themen, betrachtet und dargestellt werden. Jenny Mummelthey, M.Ed., wurde 1989 in Osterburg geboren. Ihr Studium der Grundschulpädagogik und der Geschichte an der Humboldt- Universität zu Berlin schloss die Autorin mit dem akademischen Grad "Master of Education" erfolgreich ab. Bereits während des

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 62
    Erscheinungsdatum: 01.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955495244
    Verlag: Bachelor + Master Publishing
    Größe: 328 kBytes
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Möglichkeiten und Grenzen der Thematisierung von Tod und Trauer im Sachunterricht der Grundschule: Dargestellt am Beispiel von Kinderliteratur

Textprobe: Kapitel 3., Die Thematisierung von Tod und Trauer in der Grundschule: Für Kinder ist die Schule, neben der Familie und dem zu Hause, einer der wichtigsten und bedeutendsten Lebensbereiche beziehungsweise Lebensorte. Eine lange Zeit des kindlichen Lebens und der kindlichen Entwicklung wird in der Schule verbracht. (vgl. Witt-Loers 2009, S.12) Wenn Tod und Trauer zur täglichen, kindlichen Lebenswelt gehören, Kinder dazu auch Fragen stellen und interessiert sind, ist es nicht erst recht sinnvoll diese Themen in der Schule zu thematisieren, die einen so großen Lebensbereich in der kindlichen Welt einnimmt und den Kindern neue, bis dahin verwehrte Erkenntnisse ihrer Umwelt eröffnen könnte? Welche Notwendigkeit, welche Bedeutung die Themen Tod und Trauer in der Grundschule haben und welche Chancen sich bieten, soll im Folgenden geklärt werden. Des Weiteren soll in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Lehrerrolle im Kontext der Thematisierung von Tod und Trauer in der Grundschule betrachtet werden. Weiterhin sollen die Themen als wichtiger Bestandteil und Lehrstoff des Sachunterrichtes diskutiert werden. 3.1, Relevanz und Bedeutung der Thematisierung von Tod und Trauer im Unterricht der Grundschule: 'Greift eine Lehrkraft die Thematik [Tod und Trauer] auf, wird sie feststellen, dass bereits ein Großteil der Kinder Erfahrungen mit dem Tod gemacht hat.' (Kaiser 2002, S.202) Diese Erfahrungen sind so vielfältig wie die Kinder selbst und sie '[...] gehören elementar zum Leben, sind gleichsam "Urerfahrungen", die unser Leben von der Geburt bis zum Tod begleiten.' (Specht-Tomann/Tropper 2011, S.7) Durch, beispielsweise den Tod eines nahe stehenden Menschen, eines Haustieres, der meist den ersten bewussten kindlichen Kontakt mit dem Tod darstellt (vgl. Jennessen 2007, S.25), oder auch durch die Medien, werden Todes- und Trauererlebnisse zu alltäglichen Erfahrungen. Vor allem in den Medien werden Kindern besonders häufig Todesbilder und -ereignisse präsentiert und dargestellt, die, das sei bemerkt, nicht wirklich, zu klaren und verständlichen Todesvorstellungen von Kindern führen können. So wird von Medienexperten davon ausgegangen, dass Kinder in unserer Gesellschaft bis zu ihrem zwölften Geburtstag etwa 14.000 Leichen gesehen haben werden, nur über Medien. (vgl. ebd. 2007, S.25) Auch die mit einem Verlust, mit dem Tod verbundenen Gefühlen, die Trauer, sind bereits im Erfahrungsschatz der Kinder in der Grundschule verankert. (vgl. Kaiser 2002, S.202) Doch wer fängt die Kinder auf, wenn sie Fragen zu dem Gesehenen haben und Tod und Trauer verarbeiten müssen. Die Medien haben das nicht in ihrem Programm und auch gesellschaftlich werden die Themen eher 'totgeschwiegen' und aus dem Bewusstsein verdrängt. Im vorherigen Kapitel wurde bereits dargestellt, wie sich die Einstellungen zu Tod und Trauer in unserer Gesellschaft entwickelt haben und welche Konsequenzen und Folgen aus der Verdrängung und Tabuisierung resultieren. Kinder sollten jedoch in dieser Hinsicht vor allem von den Erwachsenen ernst genommen werden. Sie sind schließlich diejenigen, die Einzigen, die Kinder, in Bezug auf die Themen und deren Auseinandersetzung, helfen können. (vgl. Kaiser 06.07.2011, S.10) Deshalb sollten diese kindlichen Erfahrungen gerade von Eltern und vor allem auch von Lehrkräften '[...] ernst genommen werden, denn sie bergen zahlreiche Chancen, von Kind auf zu lernen, den Tod als [natürlichen] Teil des eigenen Lebens zu begreifen [und ihn nicht zu verdrängen].' (Daum 2003, S.25) Aber insbesondere auch die Eltern oder die Familie können und/ oder wollen emotional oft nicht in Gesprächen mit ihren Kindern über diese schmerzlichen Themen sprechen. Sie sind meist dazu nicht in der Lage und eher 'Analphabeten im Trauerbeistand.' (Götze-Ohlrich 2007, S.71)Hier werden die Notwendigkeit und die Relevanz der Thematisierung von Tod und Trauer in der Grundschule deutlich. Durch

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