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Praxisbuch Empirische Sozialforschung in den Erziehungs- und Bildungswissenschaften von Stigler, Hubert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.04.2016
  • Verlag: Studienverlag
eBook (ePUB)
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Praxisbuch Empirische Sozialforschung

Studierende und PraktikerInnen finden im 'Praxisbuch Empirische Sozialforschung' wichtiges forschungsmethodisches Handwerkszeug und Hintergrundwissen, das sie befähigen soll, Anforderungen in Bezug auf Konzeption, Durchführung und Auswertung von wissenschaftlichen Forschungsarbeiten erfolgreich zu bewältigen. Fragen der Planung und Konzeptualisierung, Aspekte des wissenschaftlichen Schreibens und der wissenschaftlichen Textproduktion, das Recherchieren und Zitieren von Quellen unter Einsatz neuer Medien sowie angewandte Aspekte standardisierter und nicht-standardisierter Interview- und Befragungsmethoden werden dabei thematisiert. Für die überarbeitete Neuauflage wurden die Texte aktualisiert und durch Beiträge, die neue Entwicklungen aufgreifen, ergänzt: Dabei handelt es sich um den Einsatz von Literaturverwaltungssoftware zur Unterstützung bei der Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten sowie um die Komparatistik als methodologisches Konzept der vergleichenden Erziehungs- und Bildungswissenschaften. Hubert Stigler, Ass. Prof. Mag. Dr., Leiter des Zentrums für Informationsmodellierung in den Geisteswissenschaften an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Graz. Hannelore Reicher, Ao. Univ.-Prof.in Mag.ª Dr.in, Universitätsprofessorin für Integrationspädagogik am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft an der Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Graz.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 328
    Erscheinungsdatum: 13.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783706558327
    Verlag: Studienverlag
    Größe: 2357 kBytes
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Praxisbuch Empirische Sozialforschung

2 Planung und Durchführung - Gebrauchsanweisung für den "richtigen" Methodeneinsatz

2.1 Die Planung eines Forschungsprojektes: Überlegungen zur Methodenauswahl

Hannelore Reicher

Die Phasen eines empirischen Forschungsprojektes

Ebenso wie beim Hausbau, wo eine gediegene Planung und ein durchdachter Bauplan entscheidend für das Gelingen des gesamten Bauprojektes sind, spielt auch in empirischen Forschungsprojekten die Planungsphase eine Schlüsselrolle. Nach Bortz/Döring (2006) markiert die Planung der Untersuchung den wichtigsten Abschnitt empirischer Arbeiten. Von der sorgfältigen und präzisen Planung hängt es ab, welche Aussagekraft die Ergebnisse haben und welcher wissenschaftliche Wert der Studie zukommt.

In empirischen Forschungsvorhaben werden folgende Phasen unterschieden:

1. Konkret sind in der Planungsphase eines empirischen Forschungsprojektes folgende Fragen zu klären:

- Was sind die Fragestellungen bzw. Hypothesen der Arbeit? Sind sie für ein empirisches Forschungsprojekt geeignet?

- Was ist die geeignete Forschungsmethode? Welches Paradigma - quantitativ oder qualitativ - ist angemessen? Welche Erhebungsinstrumente setze ich ein? Wie sieht die konkrete Untersuchungsanordnung aus?

- Wie wähle ich welche Stichprobe aus? Wie bekomme ich Zugang zum "empirischen Feld"?

- Wie sehen meine Ressourcen aus in Bezug auf Zeitaufwand, finanzielle Aspekte, Organisatorisches?

2. In der Durchführungsphase läuft die Datenerhebung im empirischen Feld.

3. In der Auswertungsphase steht die Aufbereitung und interpretative bzw. statistische Analyse der Daten im Mittelpunkt. Die gestellten Forschungsfragen werden basierend auf den gewonnenen empirischen Ergebnissen beantwortet.

4. In der Diskussions- und Interpretationsphase schließlich werden aus den Befunden Schlussfolgerungen gezogen. Wo gibt es Anknüpfungspunkte, Defizite und offene Fragen zum bisherigen Forschungsstand? Der Geltungsbereich der gewonnenen Aussagen wird abgesteckt, mögliche Verallgemeinerungen oder Einschränkungen werden ausgelotet, Zusammenhänge und Diskrepanzen mit bestehenden Theorien und bisherigen Forschungsbefunden werden hergestellt.

Empirische Forschung

"Empirisch" kommt aus dem Griechischen und heißt "auf Erfahrung beruhend/erfahrungsmäßig". Diese Erfahrung kann auf Beobachtung, Befragung, Experimenten oder anderem Datenmaterial beruhen. Empirische Forschung sucht also nach Erkenntnissen durch systematische Auswertung von Erfahrung.

Nach einem empirisch-sozialwissenschaftlichen Wissenschaftsverständnis ist zur Prüfung einer Theorie die Konfrontation daraus abgeleiteter Aussagen, Fragestellungen oder Hypothesen mit der Erfahrungswelt notwendig.
Einen Forschungsplan erstellen - Ein empirisches Forschungsprojekt designen

Welche Forschungsfragen sind für eine empirische Studie geeignet?

Bortz/Döring (2006, S. 40ff.) nennen folgende Kriterien, anhand derer man Forschungsfragen bewerten kann, ob sie für eine empirische Studie geeignet sind:

Wissenschaftliche Kriterien : Hier ist als erstes die Präzision der Problemformulierung zu nennen. Unbrauchbar sind vorläufige Untersuchungsideen, die unklare, mehrdeutige oder schlecht definierte Begriffe enthalten. Begriffe gelten als vorläufig klar definiert, wenn sie kommunikationsfähig sind. Die Aussage "Ich möchte etwas über Lese-Rechtschreibstörungen bei Kindern untersuchen" stellt beispielsweise keine präzise Problemformulierung dar. Weiters geht es um die wissenschaftliche Tragweite der Studie, wobei zu "große" Themen ebenso problematisch sind, wie die Frage der Trivialität von Studien, mit denen man nur schon seit langem Bekanntes wieder reproduziert. Auch sind einzelne Themen

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