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Experimentiertests im Physikunterricht: Eine Alternative zu schriftlichen Leistungstests? von Zberg, Ueli (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2014
  • Verlag: Diplomica Verlag GmbH
eBook (PDF)
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Experimentiertests im Physikunterricht: Eine Alternative zu schriftlichen Leistungstests?

Im Rahmen des trinationalen Forschungsprojektes QuIP (Quality of Instruction in Physics Education, 2007 - 2012) wurde die Unterrichtsqualität im Fach Physik in Deutschland, Finnland und der Schweiz auf Grund verschiedener Indikatoren verglichen. Teil der Studie war auch ein Experimentiertest zum Thema elektrische Energie und Leistung. Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung wird versucht zu ergründen, ob diese spezifische Testform einen Zugewinn zu herkömmlichen Verfahren der Leistungserhebung (paper & pencil tests) bietet. Kann ein Experimentiertest Auskunft geben über den Lernerfolg in der Schule? Gelingt dies besser oder schlechter als mit einem pp Test? Besonderes Interesse für mein Buchprojekt bilden zwei makrostrukturelle Faktoren von Schulleistung. Ich habe einerseits die Geschlechterzugehörigkeit hinsichtlich Schul- und Leistungserfolg im Unterrichtsfach Physik hinterfragt. Anderseits frage ich nach der Wechselwirkung zwischen Schulleistung und Schultyp im Physikunterricht. In Kenntnis dieser sozio-ökonomischen Fakten drängt sich die Empfehlung auf, gezielt an praktischen Problemstellungen aus Bereichen der Physikdidaktik, wie zum Beiepiel 'Elektrizität im Alltag' mit den Mädchen so zu arbeiten, dass sie realisieren können, dass es nicht geschlechtsabhängig sein muss, wer im familiären Alltag für Fragen im Zusammenhang mit Elektrizität zuständig ist, sprich: das nötige Wissen hat um sich selbst helfen zu können, wenn eine Lampe defekt ist oder wenn kleinere Montagearbeiten im privaten Umfeld erledigt werden sollen. Ueli Zberg, MA Educational Sciences und Sekundarlehrer phil II, wurde 1969 in Zürich geboren. Erstausbildung zum Lehrer der Sekundarstufe I, mathematisch-naturwissenschaftliche Fachrichtung 1997. Sein Studium der Erziehungswissenschaften an der Universität Basel schloss der Autor im Jahre 2012 mit dem akademischen Grad Master of Arts erfolgreich ab. Bereits vor und während des Studiums sammelte der Autor umfassende praktische Erfahrungen in schulischen und erziehungswissenschaftlichen Bereichen. Mehrjährige Erfahrungen als Klassenlehrer und als Schulleiter der öffentlichen Schule in der Schweiz, sowie seine Tätigkeit als Schulberater bei einer Softwarefirma für wissenschaftlich erprobte computerbasierte Therapiesysteme motivierten ihn, sich der Thematik des vorliegenden Buches zu widmen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 116
    Erscheinungsdatum: 01.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842837331
    Verlag: Diplomica Verlag GmbH
    Größe: 3016kBytes
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Experimentiertests im Physikunterricht: Eine Alternative zu schriftlichen Leistungstests?

Textprobe: Kapitel 2.3, Pädagogischer Bezug: Die Leistung einer geeigneten Verknüpfung von präsentierten und rezipierten Lehr- und Lerninhalten mit den passenden selbsttätigen und eigenaktiven Lerngelegenheiten obliegt den Lehrpersonen. Ihre didaktische und methodische Aufbereitung von Lerninhalten macht den entscheidenden Wirkfaktor hinsichtlich der zu erwartenden Lernleistung von Schülerinnen und Schülern aus. Ausgehend von internationalen Vergleichstests zur Schulleistung ist derzeit eine intensivierte Forschungsaktivität hinsichtlich der Bedingungen von Lernerfolg zu verzeichnen. Diese Bemühungen fokussieren u.a. auch auf den Bereich der Naturwissenschaften. Gründe dafür sind einerseits das relativ mässige Abschneiden der Schülerinnen und Schüler Deutschlands und der Schweiz in den PISA Erhebungen 2000 bis 2006. Anderseits ist gerade in den westlichen Industrieländern nach wie vor ein erheblicher Mangel an Berufsfachkräften in den Bereichen technischer Richtung zu verzeichnen. Um nicht - noch im verstärkten Masse - abhängig zu werden von Berufsleuten aus dem Ausland, verschärfen diese Länder ihre Anstrengungen im Bereich der naturwissenschaftlichen Grundbildung. Dies in der Hoffnung, dass verbesserte Schulleistungen auch zu mehr qualifizierten Arbeitskräften in den jeweiligen Bereichen führen können. Videostudien der jüngeren Vergangenheit haben gezeigt, dass in der Unterrichtsgestaltung im naturwissenschaftlichen Bereich Schwachpunkte auszumachen sind. 'Methodische Engführung, geringes Ausmass lernprozessbegleitender Unterstützung, umfangreiche instruktionale Phasen und - trotz des Stellenwerts des Experiments - wenig Gelegenheiten für selbständige Schülerarbeit und kaum Anlässe für selbstregulierte Lernprozesse und für den Einsatz binnendifferenzierender Massnahmen' (Bruggmann Minnig 2011) ist die vorläufige Bilanz aus Recherchen verschiedener Studien hinsichtlich Unterrichtsführung und Lernerfolg. Forschungsbefunde und wissenschaftliche Ergebnisse zu Unterrichtsführung und -gestaltung machen m.E. nur Sinn, wenn man den (Miss-)erfolg von Schulunterricht verdeutlichen kann. Und das hängt wiederum von den Möglichkeiten zur Leistungsüberprüfung ab. Was in der gegenwärtigen Zeit als unbestreitbar gilt, nämlich dass Lernleistungen valide und im vergleichenden Sinn erhoben werden können und damit ein Bildungsmonitoring innerhalb und zwischen den beteiligten Staaten möglich wird, kann indessen kritisch hinterfragt werden. Schon Klafki (1996, 245 f.) benannte eine 'Dialektik des Leistungsbegriffs' und 'Gegenpole des Leistens', wie Lebensqualität, Glückserfahrungen und Spiel, die ebenfalls berechtigterweise der Schule ihren Sinn geben können und die bisher kaum im Blickpunkt von Schülerbeurteilungen stehen. Häussler schlägt deshalb vor, den Begriff 'Lernerfolg' anstelle von 'Leistung' zu verwenden (vgl. Häussler 2007). Es bleibt freilich darauf hinzuweisen, dass Leistungsmessung mit dem Ziel der Erfassung von Lernerfolg prinzipiell und ganz allgemein verschiedene Zwecke erfüllen kann. Neben dem Aspekt der summativen Beurteilung, der in vergleichenden Studien massgeblich ist, wird auch der Aspekt der formativen Beurteilung von Bedeutung in der Betrachtung von Unterrichtserfolg. Bei dieser steht nicht eine Distinktions- oder Selektionskomponente im Mittelpunkt des Interesses, sondern der individuelle Lernweg einer Schülerin oder eines Schülers. Mittels einer formativen Beurteilung soll sowohl das lernende Individuum, als auch die Lehrperson erkennen können, welche weiteren Schritte auf dem Lernweg in optimaler Weise zu beschreiten sind um den erwarteten Lernerfolg bestmöglich erreichen zu können. In einer modernen Schule steht nicht mehr das individualistische, konkurrenzorientierte Lernen im Vordergrund, sondern das solidarische und soziale Lernen. Die Tendenz zeigt seit den 70-er Jahren weg vom ergebnisorientierten Lernbegriff hin zu einem prozess- und problemorientierten Ler

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