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Montessori-Pädagogik Einführung in Theorie und Praxis von Klein-Landeck, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.08.2019
  • Verlag: Verlag Herder GmbH
eBook (ePUB)
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Montessori-Pädagogik

Diese verständlich geschriebene Einführung bietet 'Einsteigern' eine zuverlässige Orientierungshilfe. Die Autoren führen anschaulich und pointiert in die theoretischen Grundlagen ein, stellen das Menschenbild Maria Montessoris, ihre lern- und entwicklungspsychologischen Entdeckungen sowie Überzeugungen kenntnisreich dar. Ein Schwerpunkt liegt auf der umfassenden Darstellung der Montessori-Praxis. Dr. Tanja Pütz ist Professorin für 'Erziehung und Bildung im Kindesalter' an der Fachhochschule Kiel, Schwerpunkt Reformpädagogik; Theoriedozentin in Montessori-Ausbildungskursen. Dr. Michael Klein-Landeck, geb. 1959, Gesamtschullehrer und Privatdozent an der Universität Hamburg; Autor und Herausgeber zahlreicher Werke zur Montessori-Pädagogik; Theoriedozent der Deutschen Montessori-Vereinigung (DMV) und der Deutschen Montessori-Gesellschaft (DMG); Schriftleitung der Zeitschrift Montessori.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 19.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783451819117
    Verlag: Verlag Herder GmbH
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Montessori-Pädagogik

1. "Wo ich bin, ist Freiheit!"
Leben und Werk einer
weltberühmten Pädagogin

Dass sie eine der bedeutendsten Pädagoginnen des 20. Jahrhunderts werden würde, war Maria Montessori keineswegs in die Wiege gelegt. Bereits ihr Weg zum Medizinstudium und zur Promotion war damals für eine Frau alles andere als selbstverständlich. Und später sind es dann immer wieder wegweisende Erfahrungen, die allmählich Montessoris pädagogische Konzeption formen. Diesen Weg zeichnet dieses erste Kapitel nach - bis zur weltweiten Verbreitung der Montessori-Pädagogik.

Maria Montessori (1870-1952) zählt bis heute zu den berühmtesten Persönlichkeiten in der Geschichte der Pädagogik. Kinderhäuser und Schulen, die ihren Namen tragen und nach ihrem Konzept arbeiten, sind weltweit etabliert. Sie stehen für ein Bildungssystem, das den Bedürfnissen des Kindes gerecht werden will und diese konsequent in den Mittelpunkt ihrer pädagogischen Bemühungen stellt. Doch wer war diese Frau? Wie ist sie aufgewachsen? Wodurch ist es ihr gelungen, ein so weltweit anerkanntes pädagogisches Konzept zu entwickeln? Was hat sie in ihrem Leben angetrieben, für die internationale Verbreitung ihres pädagogischen Ansatzes zu wirken?

Maria Montessori kommt am 31. 8. 1870 in Chiaravalle, einer kleinen Stadt in der italienischen Provinz Ancona, als einziges Kind von Renilde, geborene Stoppani (1840-1912), und Alessandro Montessori (1832-1915) zur Welt.

Berufsbedingt muss die Familie zweimal umziehen, als Maria Montessori noch sehr jung war - zunächst 1873 von Chiaravalle nach Florenz und zwei Jahre später nach Rom.

Die Eltern streben an, ihrem einzigen Kind eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Doch die Vorstellungen, wie dies zu realisieren sei, decken sich nicht unbedingt mit den strukturellen Gegebenheiten: Die italienische Grundschule an der Via di San Nicola da Tolentino ist zur Zeit der Einschulung Maria Montessoris noch restriktiv-autoritären Erziehungsmustern verpflichtet. Heute bezeichnet man die Schulen jener Zeit als Pauk- und Drillschulen. Die dort vorherrschende Art des Unterrichts widerstrebt Renilde Montessori, da sie liberale Erziehungsvorstellungen pflegt. Sie wünscht sich für ihre Tochter eine Erziehung, die Bildung nicht mehr als eine Männerdomäne versteht. Diese Idee entspricht dem modernen Geist der Zeit. Die Rolle der Frau in der Gesellschaft befindet sich im Umbruch.

Aus der Kindheit der später großen Pädagogin ist vergleichsweise wenig bekannt. Maria Montessori ist bis zu ihrem zehnten Lebensjahr eine eher schlechte Schülerin, die sich den schulischen Verhältnissen nicht anpassen will, vielleicht auch nicht kann, und es vorzieht, ihre Arbeit zu Hause zu erledigen.

Maria Montessori 1880 im Alter von 10 Jahren

Es lässt sich vermuten: Montessoris spätere Kritik an Unterrichtsmethoden ist biographisch begründet und durch die Karriere ihrer Mutter beeinflusst. Montessori will etwas verändern an einem Bildungssystem, das starr und unbeweglich ist, autoritär und rigide. Mit anderen Worten: Sie hat die Vision einer Pädagogik entwickelt, die das einzelne Kind mit seinen Fähigkeiten ernst nimmt und entsprechend fördert.
1.1 Montessoris Ausbildungsjahre

Von 1883 bis 1896 besucht Maria Montessori die ' Regia Scuola Tecnica Michelangelo Buonarotti' sowie bis 1890 das ' Regio Istituto Tecnico Leonardo da Vinci' . Sie genießt durch den Besuch beider Schulen sowohl eine naturwissenschaftlich-technische als auch eine literatur- und sprachwissenschaftliche Ausbildung.

Montessori pflegt ihre Neigung zur Mathematik und möchte zunächst Ingenieurin werden. Doch das Interesse an medizinischen Themen ist so groß, dass sie sich den Weg in diese Wissenschaftsgebiete nicht verwehren möchte. Sie entscheidet sich, nicht nur einen intellektuell anspruchsvollen Weg ei

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