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Bindung - eine sichere Basis fürs Leben Das große Elternbuch für die ersten 6 Jahre von Becker-Stoll, Fabienne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.06.2018
  • Verlag: Kösel
eBook (ePUB)
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Bindung - eine sichere Basis fürs Leben

Eine Familie - ein Buch
Bindung: für Kinder die stabile Basis für ein erfülltes Leben. Die ganze Kindheit hindurch können Eltern ihr Kind bindungsstärkend begleiten. Warum sich das so lohnt? Eine sichere Beziehung zu den Eltern ist der einzige Faktor, der nachweislich mit Resilienz, Lernerfolg, seelischer Gesundheit und stabilen Beziehungen im Erwachsenenalter einhergeht.
Alles Wissenswerte zu guten Familienbeziehungen - von drei hochkarätigen Bindungsforscherinnen und Expertinnen für Kleinkinder. So wird Wissenschaft zur Bereicherung für den Alltag!

Dr. Fabienne Becker-Stoll ist hierzulande die wichtigste Expertin zur frühen Kindheit. Sie ist Diplom Psychologin und Direktorin des Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP) in München. Dort sorgt sie dafür, dass wissenschaftliche Erkenntnisse zur Bildung und Betreuung unserer Kinder auch umgesetzt werden. Nach über 20 Jahren Forschung ist sie die wichtigste Stimme zur Qualität von Kita-Betreuung.
Julia Berkic und Kathrin Beckh sind Diplom Psychologinnen und Mitarbeiterinnen des IFP in München mit dem Schwerpunkt Bindungsentwicklung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 25.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641203481
    Verlag: Kösel
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Bindung - eine sichere Basis fürs Leben

Die Eltern als sichere Basis und sicherer Hafen

Je nachdem, ob das Bindungs- oder das Explorationssystem eines Kindes gerade aktiviert ist, richtet es seine Aufmerksamkeit also entweder auf die Bindungsperson oder auf die Umwelt. Dies lässt sich gerade bei kleinen Kindern im Verhalten deutlich beobachten. Aufgabe der Eltern ist es dabei, den kindlichen Bedürfnissen soweit wie möglich zu folgen, bei Bedarf aber auch die Führung zu übernehmen - insbesondere dann, wenn Gefahr oder Überforderung droht.

Sicherheit entsteht in den kleinen Momenten

Häufig gelingt diese Balance zwischen Bindung und Erkundung im Alltag automatisch, ohne dass wir es überhaupt bewusst wahrnehmen oder viel darüber nachdenken müssen. So zum Beispiel dann, wenn ein Kind ganz ins Spiel vertieft ist, jedoch plötzlich aufspringt, zu seiner Mutter krabbelt oder läuft, sich kurz ankuschelt und dann wieder weiterspielt. Oder dann, wenn ein Kind bei einem unbekannten Geräusch erschrickt und den Blickkontakt der Eltern sucht, bevor es sich weiter der Erkundung seiner Umwelt widmet. Ebenso, wenn ein Kind hinfällt, weint, vom Vater auf den Arm genommen und getröstet wird, um sich kurze Zeit später wieder aus seinen Armen zu lösen und weiterrennt, als wäre nichts geschehen. Oder wenn es kurz zögert, zu den Eltern schaut, bevor es sich traut, die große Rutsche hinunterzurutschen. Wir können es auch beobachten, wenn sich ein Kind beim Bringen in den Kindergarten nochmal kurz umschaut, bevor es mit anderen Kindern zu spielen beginnt.

Es sind diese kleinen, unscheinbaren Alltagssituationen, in denen sich die Bindungssicherheit langsam und fast unbemerkt entwickelt und vertieft, und aus denen sich durch die ständige Wiederholung im Alltag Sicherheit und Vertrauen entwickelt.

Auf Kommunikationsprobleme aufmerksam werden

Die immense Bedeutung dieser kleinen, sich ständig wiederholenden Erfahrungen wird besonders deutlich, wenn man sich vor Augen hält, was passiert, wenn die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern in diesen Situationen nicht funktioniert. Wenn also Eltern die Bedürfnisse ihrer Kinder in solchen Situationen dauerhaft nicht beachten, falsch einschätzen oder unangemessen darauf reagieren. Zum Beispiel: Wenn ein Kind hinfällt - und nicht getröstet, sondern geschimpft wird. Wenn ein Kind erschrickt und verunsichert ist - und die Eltern ihm zu verstehen geben, es soll sich nicht so anstellen. Wenn sich das Kind beim Abschied nochmal kurz nach der Mutter umschaut - und nicht beachtet wird. Wenn das Schokoladeneis auf dem Fußweg landet - und das Kind zu hören bekommt, es sei selbst schuld. Wenn das Kind kurz auf den Schoß möchte - und vom Vater zurückgewiesen wird, weil es doch kein Baby mehr ist. Wenn das Kind weint, weil ein anderes Kind ihm sein neues Spielzeug weggenommen hat, - und gesagt bekommt, es solle nicht selbstsüchtig sein und gefälligst sein Spielzeug mit anderen teilen.

Für sich genommen führt keine dieser Situationen zu einer unsicheren Bindung beim Kind. Alle Eltern kennen vielmehr solche Situationen, in denen sie die Bedürfnisse der Kinder verpassen oder sogar dagegen arbeiten. Das passiert ausnahmslos allen Eltern - auch Eltern von sicher gebundenen Kindern. Und solange solche Missverständnisse nicht zum dauerhaften Muster in der Beziehung werden, sind sie auch nicht schlimm oder schädlich.

Konflikte und Missverständnisse haben eine Signalfunktion.

Viel wichtiger, als solche Situationen um jeden Preis zu vermeiden, ist es deshalb, sich bewusst zu machen, dass sie eine wichtige Signal- oder Alarmfunktion haben. Sie zeigen uns, dass gerade etwas in der Beziehung zum Kind schiefläuft. Erst wenn wir bereit sind zu erkennen, dass gerade ein Missverständnis entsteht oder dass wichtige Bedürfnisse nicht gesehen oder falsch interpretiert werden, ist es möglich, das eigene Verhalten bewusst zu verändern, um das Gleichgewicht in der Beziehung und damit die Sic

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